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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Reisen & Lebensart

„Cézanne. Metamorphosen“ in der Kunsthalle in Karlsruhe

2017, November 12.

Cézannes Äpfel und Birnen, seine Jacken und Gebirge

Die Bilder des französischen Malers Paul Cézanne (1839 – 1906) hängen heute in den großen Museen der Welt, von New York bis Sankt Petersburg, und sie erzielen auf den Kunstauktionen schwindelerregende Preise. „Der Kartenspieler“ soll 2011 für 275 Millionen Dollar der höchste Preis, der jemals für ein Gemälde gezahlt wurde – verkauft worden sein. Der zu Lebzeiten wenig geschätzte Künstler, der selbst eher bescheiden bis zu seinem Tod in Aix-en-Provence lebte, gilt als „Vater der Moderne“. Anders als in Tübingen mit den Sonderschauen von 1978, 1982 und 1993, anders als die darauf folgende Ausstellung 1994 in Paris und 2004 im Essener Museum Folkwang oder die im Musée Granet in Aix-en-Provence zu Cézannes hundertsten Todestag, anders auch als die große Porträtausstellung Pariser Musée d’Orsay in diesem Jahre nimmt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe nun eine spannende, andere Seite dieses ungewöhnlichen Malers in den Blick: „Cézanne. Metamorphosen“.

Von Petra Kammann

Hereinspaziert in die Ausstellung: Cézanne lädt ein in sein Atelier in Aix-en-Provence. Der Maler wurde 1906  von Gertrude Osthaus fotografiert, Gesamtfoto: Petra Kammann

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„Präsens“ – Jil Sander im Frankfurter Museum Angewandte Kunst

2017, November 5.

Jil Sander – Ganz gegenwärtig in Klasse und Stil

„Mir kommt es darauf an, dass alles an einer Kollektion auf demselben Niveau ist“, sagt die Designerin, Unternehmerin und Gesamtkünstlerin Jil Sander, der eine große Ausstellung in Frankfurt gewidmet ist und für die ein komplettes Museum geräumt wurde. Ihre Aussage trifft auch auf die Architektur zu, zu der sie mit ihren Exponaten in Dialog tritt. Im Museum Angewandte Kunst kuratierte sie gemeinsam mit Museumsdirektor Matthias Wagner K auf rund 3.000 Quadratmetern die Gesamtschau „Präsens“. Thematisch gliedert sich die Schau in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier, Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. 

Text und Fotos: Petra Kammann

↑ Klarheit und Transparenz beherrschen die Ausstellung „Präsens“ im Museum Angewandte Kunst hier ganz groß das Porträt Jil Sander aus der „Marie Claire“ von 1991
© Peter Lindbergh, Gesamtfoto: Petra Kammann

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„Axel Hütte. Night and Day“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast

2017, Oktober 28.

Düsseldorfer Fotoschule: Phänomene des Sehens

von Angelika Campbell

Meine chinesische Freundin Jade fotografiert gern. Und sie will deutsche Kultur kennen lernen. Also auf zur Ausstellung „Axel Hütte. Night and Day“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Andächtig steht sie vor dem großformatigen Werk „Rio Negro 2 – Brazil“ „Es ist wie Traum“, sagt sie. Tatsächlich, die Arbeiten des Fotokünstlers, der als Meister der zeitgenössischen Landschaftsfotografie gilt und uns Bilder von allen Kontinenten mitgebracht hat, strahlen eine unwirkliche, geradezu träumerische Faszination aus, obwohl sie doch durchaus reale Motive abbilden. Die aber wurden bildnerisch mit den Mittel der Fotografie auf eine Art und Weise erfasst, dass sie fast wie aus einer anderen Welt scheinen.

Axel Hütte, Rio Negro-2, Brasil, 1998 C-Print, 187 x 237 cm © Axel Hütte

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Starker Auftakt: Eröffnung der Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengast Frankreich

2017, Oktober 11.

Eine besondere Stunde für Europa

Kultur lebt vom Austausch: Der Beginn der Buchmesse

Impressionen von Petra Kammann

„Frankreich als Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse: Das ist ein Fest für die französische Sprache, mit 180 Autorinnen und Autoren, die aus der ganzen Welt anreisen, um ihre Bücher in Frankfurt zu präsentieren. Der Auftritt Frankreichs bringt uns unser Nachbarland näher, und er lenkt zugleich unseren Blick in die Welt, weil in vielen Ländern Französisch gesprochen wird. Und es hat die wichtigen Politiker Europas auf den Plan gerufen. Am Tag der Eröffnung wurde es dann auch ein Macron-Merkel-Tag. 

v.l.n.r.: Buchmessedirektor Juergen Boos, Staatspräsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dahinter die neue französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes

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Richtfest: Das Deutsche Romantik-Museum hat Boden unter den Füßen und ein Dach überm Kopf

2017, September 11.

Mit Literatur den öffentlichen Raum erobern. Rund um die Baustelle prangt der Appell des romantischen Dichter Novalis 

Zum Richtfest des Deutschen Romantikmuseums versammelte sich am 11. September 2017 im Großen Hirschgraben ein Teil der engagierten Frankfurter Stadtgesellschaft, bestehend aus Politikern, Sponsoren und Kulturschaffenden. Man könnte meinen, alle Anwesenden hätten schon immer an einem Strang gezogen. Die anfänglichen Querelen jedenfalls schienen beim Richtfest vergessen. Zu groß war die Freude. Denn ab sofort – darin waren sich die Festredner einig – schaut man vertrauensvoll in die Zukunft. Was 2010 schon von Anne Bohnenkamp-Renken, der Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts geplant war und mit einigen Hindernissen auf den Weg gebracht wurde, geht nun zügig voran, weswegen die Hausherrin auch strahlte. Die Basisfinanzierung steht erst einmal. Und sowohl die Planung als auch die Kosten wurden bislang eingehalten, in anderen Städten durchaus keine Selbstverständlichkeit!

Einigkeit macht stark: Architekt, Museumsdirektorin, Politiker, Ehrenbürger und Sponsoren „Ohne die gemeinsame Anstrengung wäre der Traum nicht wahr geworden“ 

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