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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur regional / Rhein Main

Ein Muss: Die Ausstellung „Herbstfeuer“ von Johannes Heisig in „DIE GALERIE“ in Frankfurt

2019, November 18.

Expressive Kraft und hohe Intensität

Von Uwe Kammann

Gehört diese Ausstellung auch zu den Wendepunkten, zu einer Normalisierung, zur neuen Offenheit, zur Abwendung vom Schubladendenken, wenn die Buchstabenkombination DDR mit im Spiel ist? Nun, sicher nicht hier, denn die renommierte Galerie am Frankfurter Grüneburgweg, die in raffinierter Vereinfachung auch noch „DIE GALERIE“ heißt, stellt nicht zum ersten Mal einen Künstler aus, der in der DDR gelebt hat. Diesmal, bei Johannes Heisig, ist es eine Wiederholung. Denn schon vor sechs Jahren, als Heisig gerade mit 60 einen runden Geburtstag feierte, wurde ihm eine reich bestückte Ausstellung gewidmet, die durch viele Institutionen weiterwanderte.

Johannes Heisig bei der Vernissage in „DIE GALERIE“, Foto: Petra Kammann

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„Tamerlano“ von Georg Friedrich Händel im Bockenheimer Depot

2019, November 16.

Ein verrückter Tyrann – spät einsichtig

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Das „Dramma per Musica“ in drei Akten von Georg Friedrich Händel (1685-1759), das 1724 in London uraufgeführt wurde, hat historische Bezüge. Der osmanische Sultan Bayezid griff das Reich des mongolischen Herrschers Timur Lenk – Tamerlan genannt – an. Der bis dahin erfolgreiche Osmane verlor jedoch 1402 die Schlacht bei Ankara und geriet in Gefangenschaft, wo er starb, ob durch Suizid ist fraglich. Timur soll Bayezid in einen Käfig geperrt und ihn während der Mahlzeiten wie ein Hund unter der Tafel gehalten haben.


v.l.n.r. Brennan Hall (Andronico), Elizabeth Reiter (Asteria) und Liviu Holender (Leone) sowie Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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„Grotesk“- Das Ende der Welt als Zusammenhang

2019, November 14.

Ein „falsches Zugleich“

Reflexionen des Frankfurter Autors Peter Christian Hall über das Groteske. Von römischen Ausgrabungen über Max Klinger bis hin zu Paul Clean. Eine Buchbesprechung von Alf Mayer

Tanz der Gerippe von Michael Wolgemut – Schedel’sche Weltchronik

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„Gold und Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit“ in Basel

2019, November 13.

Alles echtes Gold das glänzt…

Des Kaisers goldene Gaben

Von Petra Kammann

2019 begeht das Basler Münster ein großes Jubiläum: Der vom ottonischen Kaiser Heinrich II. geförderte Neubau der romanischen Bischofskirche, das Heinrichs-Münster, feiert sein 1000-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums sind in einer vom Historischen Museum Basel konzipierten und kuratierten Ausstellung spektakuläre Kirchenschätze zu bestaunen: „Gold & Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit“.

Die goldene Altartafel aus dem Basler Münsterschatz, Bamberg (?), vor 1019 © RMN-Grand Palais (Musée de Cluny – musée national du Moyen Âge)/Michel Urtado. 

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 „MAKING VAN GOGH. Geschichte einer deutschen Liebe“ im Städel

2019, November 11.

Schau der Superlative … doch wo steckt der legendäre Dr. Gachet?

Von Hans-Bernd Heier

Eingang zur Van Gogh-Ausstellung in den Gartenhallen des Städel, Foto: Petra Kammann

Nach fünfjähriger Vorbereitungszeit ist im Städel Museum eine Schau der Superlative zu bewundern: „MAKING VAN GOGH. Geschichte einer deutschen Liebe“. Die bis dato größte und aufwendigste Präsentation in der Geschichte des Städel beleuchtet die besondere Rolle, die deutsche Galeristen und Museen für die Erfolgsgeschichte des legendären Vorreiters der modernen Malerei spielten.

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81 Jahre Pogromnacht – Gedenkveranstaltung

2019, November 10.

Gedenkstunde

anlässlich der 81. Wiederkehr der Synagogenzerstörungen 1938 in Deutschland

Die beleuchtete Synagoge im Westend bei der Luminale 2018, Foto: Petra Kammann

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main und der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen laden zu dieser Gedenkstunde am 10. November 2019 um 18.30 Uhr in die Synagoge in der Freiherr-vom-Stein-Straße 30 im Westend
ein.

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„Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitri D. Schostakowitsch an der Oper Frankfurt

2019, November 8.

Katerina – ein Produkt ihrer Umgebung – getriebenes Opfer

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Kein einziges Mal gab es Zwischenbeifall bei der Premiere von „Lady Macbeth von Mzensk“ am 3. November in der Oper Frankfurt und das war eine wahre Wohltat. Gezollt war das dem hoch dramatischen, ernsten Thema. Nach der Vorstellung dafür überwältigender Beifall für das sängerische und das orchestrale und auch beachtlich wohlwollend für das inszenierende Team.

v.l.n.r. Julia Dawson (Axinja), Anja Kampe (Katerina Ismailowa; kniend), Theo Lebow (1. Vorarbeiter; hinter ihr mit Schaufel in der Hand), Dmitry Belosselskiy (Boris Ismailow; mit Stock) und Evgeny Akimov (Sinowi Ismailow) sowie Ensemble

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Frische Gesichter für das künftige Romantik-Museum in Frankfurt

2019, November 2.

Restaurierung von sieben qualitätsvollen Werken

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Eröffnung des Deutschen Romantik-Museums erhält auch die Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts neue Räume. Die mit dem Umzug einhergehende Neuhängung ist Anlass genug, Werke aus dem Depot zu holen, die bislang nicht präsentiert werden konnten. Sieben besondere Porträts werden künftig die Ausstellung ergänzen.

Johann Heinrich Tischbein d. Ä. „Friederike Elisabeth und Wilhelmine Oeser“, 1776, 68 x 84 cm, Öl auf Leinwand, Zustand nach der Restaurierung; © Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum, Foto: David Hall

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30 Jahre  Hessischer Film- und Kinopreis

2019, November 1.

Leidenschaft für Film und Kino

von Renate Feyerbacher

Vor wenigen Tagen wurde in Frankfurt der Hessische Film- und Kinopreis 2019 verliehen – zum 30. Mal. Würde die Gala in der Alten Oper ohne Probleme gelingen? Diese Frage hatte sich vorher gestellt, nachdem viele Filmemacher gedroht hatten, mit HessenFilm nicht mehr zusammen arbeiten zu wollen, Jury-Mitglieder hatten mit Rücktritt gedroht und Mitarbeiter distanzierten sich. Ein Imageschaden für HessenFilm und seine Filmwirtschaft wäre die Folge gewesen. Der Grund der Drohungen: der Geschäftsführer von HessenFilm hatte sich in ‚freundschaftlicher‘ Atmosphäre mit einem führenden Vertreter der AfD zum politischen Gespräch getroffen. Der Aufsichtsrat von HessenFilm und Medien GmbH, unter Leitung der Vorsitzenden, Kunst- und Kultur-Ministerin Angela Dorn, hat sich einstimmig vom Geschäftsführer getrennt und einen kommissarischen Leiter bestellt.

Hessischer Film- und Kinopreis 2019 in der Alten Oper in Frankfurt am Main am 18.10.19Foto: Markus Nass

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Umfassende Lee Krasner-Retrospektive in der Schirn

2019, Oktober 30.

Überfällige Neubewertung der brillanten Pionierin des abstrakten Expressionismus

von Hans-Bernd Heier

Lee Krasner (1908–1984), eine Pionierin des abstrakten Expressionismus in den USA, ist nach mehr als 50 Jahren in einer großen Retrospektive mit allen Werkphasen wieder in Europa zu sehen.

Schirn Kunsthalle: Aufgang zur Lee Krasner-Ausstellung, Foto: Petra Kammann 

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert Hauptwerke der Künstlerin, darunter Gemälde, Collagen und Zeichnungen sowie Fotografien und Filmaufnahmen dieser Zeit. Die Ausstellung erzählt die spannende Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und zeigt Krasners Gesamtwerk, das ein halbes Jahrhundert umfasst: Angefangen von Selbstporträts aus den 1920er-Jahren, Aktdarstellungen in Kohle, Werkgruppen wie etwa die geometrischen „Little Images“ aus den 1940er-Jahren oder wegweisende Gemälde der „Prophecy-Reihe“ aus den 1950er-Jahren, experimentelle, großformatige Werke der Umber- und Primary-Serie der 1960er-Jahre und späte Collagen der 1970er-Jahre.

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