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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur regional / Rhein Main

Hommage an Volker Kriegel … Caricatura Museum Frankfurt zeigt hintersinnige Cartoons des Multitalents

2018, September 21.

Von Hans-Bernd Heier

„Männchen malen und Jazz spielen, und sogar davon leben zu können – wer hätte das gedacht?! – Wow“. Volker Kriegel schien von seinem frühen Erfolg zunächst selbst überrascht. Denn er reüssierte bereits in jungen Jahren als Cartoonist und Musiker. Schon mit 13 Jahren lernte er autodidaktisch Gitarre und wurde noch als Oberschüler zum besten Nachwuchsgitarristen beim deutschen Amateur-Jazz-Festival in Düsseldorf gekürt. Parallel dazu erschienen schon seine ersten Cartoons in der Schülerzeitung „Revue“.

Karneval der Tiere; ©Volker Kriegel

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„Lost Highway“ – Musiktheater von Olga Neuwirth im Bockenheimer Depot

2018, September 18.

Alles gerät aus den Fugen

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

„Lost Highway“ (1996-97), Filminteressierte kennen den Film noir des amerikanischen Regisseurs David Lynch, den die österreichische Komponistin, unterstützt von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, zum Libretto umarbeitete. Ihr gleichnamiges Musiktheater, das 2003 in Graz uraufgeführt wurde, erlebte in ihrer Anwesenheit soeben seine Deutsche Erstaufführung im Bockenheimer Depot.

Elizabeth Reiter (alle Frauen; oben) und Jeff Burrell (Fred; oben und unten)

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„Tri Sestry“ von Peter Eötvös in der Oper Frankfurt

2018, September 14.

Leere, Bedeutungslosigkeit, Einsamkeit, Verlustgefühl und Sehnsucht nach Moskau

von Renate Feyerbacher

Fotos:  Monika Rittershaus

Der ungarische Komponist Peter Eötvös und das künstlerische Team wurden bei der Premiere am 9. September in der Oper Frankfurt begeistert gefeiert. Schon seine Oper „Der Goldene Drache“ fand in Frankfurt 2014 große Zustimmung, weniger dagegen „Angels in  America“ 2009 im Bockenheimer Depot.

Peter Eötvös vor der Premiere, Foto: Renate Feyerbacher

Der Text  des Werkes „Tri Sestry“ – „Drei Schwestern“, verfasst von Claus H.Henneberg und dem Komponisten, beruht auf dem gleichnamigen Drama von Anton Tschechow von 1901. Die Handlung wurde nicht chronologisch übernommen, Tschechows Schlussgedanken stecken im Prolog, aber seine Gefühlsregungen, seine Grundstimmung prägen geradezu vertieft das Geschehen der Oper.

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»Preis der Stiftung Buchkunst« vergeben

2018, September 8.

»Schwimmt Brot in Milch?« erhält die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung

Joachim Unseld, Verleger und Vorsitzender der Stiftung Buchkunst, gratuliert der Preisträgerin Katrin Stangl und dem Hersteller des Aladin Verlags Steffen Meier, Foto: Petra Kammann

Der »Preis der Stiftung Buchkunst« 2018 ging in diesem Jahr an das von Katrin Stangl gestaltete und illustrierte Kinderbuch »Schwimmt Brot in Milch?«

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Klassiker und Raritäten: Filme von Will Tremper im September

2018, September 6.

Hannelore Elsner zu Gast
am Samstag, 8 September

Am 19. September wäre Will Tremper 90 Jahre alt geworden – ein Regisseur mit einem bewegten Leben: Vom Kriegsreporter und Skandal-Journalisten (so sorgte seine Zeit-Artikelserie „Erfahrungen einer verrotteten Industrie“ mit Enthüllungen über die Filmbranche für Aufruhr) bis zum Drehbuchautor von DIE HALBSTARKEN (BRD 1956) gilt Tremper, der für seine wenigen Regiearbeiten mehrere Bundesfilmpreise erhielt, heute als einer der ersten Vertreter des deutschen Autorenfilms. Das Kino des Deutschen Filmmuseums ehrt ihn im September mit einer Filmauswahl, und begrüßt Hannelore Elsner, die mit Trempers DIE ENDLOSE NACHT (BRD 1963) den Durchbruch erlangte.

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Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht im Historischen Museum Frankfurt

2018, September 2.

Eine Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt verfolgt die Geschichte der ersten Frauenbewegung in ihrem Einsatz für Gleichberechtigung. Damit würdigt sie u.a. die ersten Politikerinnen der Weimarer Republik. Mit der Novemberrrevolution 1918 wurde in Deutschland nicht nur der Weg frei für die Demokratie, sondern auch für die politische Gleichstellung von Männern und Frauen. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen. Die in Deutschland einzigartige Schau, die als das Frauenwahlrecht und die ersten Politikerinnen in den Mittelpunkt stellt, zeigt mit einem Blick in die Gegenwart, dass das Thema nichts an Aktualität verloren hat. Sie läuft bis zum 20. Januar 2019.

Von Petra Kammann

Plakat Opel Fahrräder, Die Siegerin, Rüsselsheim, 1898, Farblithographie Weiterlesen

Kultur als baulich gestaltete Lebenswelt

2018, August 31.

Betrachtung in Anregung vor Eröffnung von Frankfurts neuer Altstadt

von Gunnar Schanno

Wir gehen davon aus, dass das Kulturelle immer auch den Aspekt des Zeitlosen in sich trägt, denn wer würde etwa das Schöpferische in Kunst und Tradition der Jahrhunderte als „altmodisch“ bezeichnen wollen. So zeigt sich darin auch der Unterschied zum Zivilisatorischen, weil in ihm auch das Technologisch-Industrielle bestimmendes Merkmal ist. Was wir dieserart Zivilisation nennen, zeitigt sich doch als unentwegt sich verändernde sich selbst überholende Grundlage unserer Lebensverhältnisse. Sie verbindet sich mit Begriffen wie Konsum, Funktionalität, Innovation.

Vorbild der „Moderne“: das Bauhaus in Dessau mit seiner zum Prinzip erhobenen Funktionalität, alle Fotos: © Petra Kammann

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„Nie standen die Frauen an ihrem gehörigen Platze…‘ – Charlotte von Stein. Schriftstellerin, Freundin und Mentorin“ im Frankfurter Goethe-Haus

2018, August 28.

Nicht nur Goethes Muse – die schönsten Liebeszeugnisse der Weltliteratur auf „Zettelgen“

Charlotte von Stein zählt zu den zentralen Personen im Weimar des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Viele kennen zwar ihren Namen, aber nur wenige wissen Genaueres über das Werk und Wirken dieser faszinierenden Frau. Wahrgenommen wird sie zumeist nur in Verbindung zu Goethes Leben und Poesie. Dabei ist es diese vielseitige Persönlichkeit wert, mit einer eigenen Ausstellung zu würdigen, so Dr. Joachim Seng, Leiter der Goethe-Haus-Bibliothek. Das Frankfurter Goethe-Haus widmet ihr nun unter dem Titel „Nie standen die Frauen an ihrem gehörigen Platze…‘ – Charlotte von Stein. Schriftstellerin, Freundin und Mentorin“ eine kleine, aber feine Präsentation.

Von Hans-Bernd Heier

Johann Ehrenfried Schumann (nach Georg Melchior Kraus): „Goethe mit Silhouette“, Gemälde von 1778

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„Mensch! Skulptur“ Wiedereröffnung des Kunstforums Ingelheim Altes Rathaus

2018, August 26.

Gelungene Symbiose von Architektur und Skulptur

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Körper steht im Mittelpunkt der Ingelheimer Ausstellung „Mensch! Skulptur“. Anhand von 12 Motivgruppen werden im renovierten Alten Rathaus dort während der Internationalen Tage Ingelheim und noch bis zum 21. Oktober 2018 rund 60 besondere Skulpturen aus Stein, Bronze und Terrakotta gezeigt u.a. von so herausragenden Künstlern wie Auguste Rodin, Edgar Degas, Wilhelm Lehmbruck, Alberto Giacometti und Henry Moore. Sie alle dokumentieren die Entwicklung der Skulpturen von der dreidimensionalen Körperlichkeit hin zur Abstraktion, die von Museen und Privatsammlern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz nach Ingelheim ausgeliehen wurden.

von Petra Kammann
Das frisch renovierte alte Ingelheimer Rathaus als Ausstellungsort, alle Fotos: Petra Kammann

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Diskussion um die Zukunft der Theaterdoppelanlage – Theater und Oper: Notwendiger Blick nach vorn

2018, August 23.

Rekonstruktion: Dieser Begriff löst vielerorts in Deutschland sofort Kritik und Häme aus. Die Initiatoren und Befürworter der neuen Frankfurter Altstadt haben es sofort erfahren, wie auch in den 80erJahren die Stadtverantwortlichen um den damaligen Oberbürgermeister Walter Wallmann, als es um die an den historischen Vorgängern orientierte Ostzeile des Römerbergs ging. So ist es nicht verwunderlich, dass die „Frankfurter Rundschau“ dem ersten „Schauspielhaus-Gespräch im Frankfurter Hof“ einer Initiative, welche sich der Rekonstruktion des früheren Schauspielhauses verschrieben hat, eine leicht hämische und von Herablassung imprägnierte Resonanz widmete – so, als sei das Vorhaben von vornherein nicht ernstzunehmen und im Ganzen unter reaktionären Retro-Verdacht zu stellen.

Von Uwe Kammann

Sanierungsbedürftig und neu zu bedenken: die Frankfurter Theaterdoppelanlage 

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