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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu In eigener Sache

Aprilscherz

2012, April 2.

Fast alle haben es erahnt: natürlich ein Aprilscherz! FeuilletonFrankfurt erfreut sich bester Gesundheit: Rund 128.000 Besucher im 1. Quartal 2012 hielten ihm bei rund 438.000 Seitenaufrufen und knapp 1,7 Millionen Klicks die Treue. Zum Dank verspricht es: weitermachen!

 

Die Tricks mit den Klicks

2011, Januar 25.

„Die hohen Klickzahlen der Newsportale übertünchen einen wichtigen Aspekt: Die wenigsten Klicks der verlegerischen Sites gehen auf redaktionelle Inhalte zurück. Die meisten Portale und wohl auch Zeitungen generieren nicht einmal ein Fünftel ihrer Zugriffe aus originären redaktionellen Texten. Das Gros der Klicks ist dem Einsatz von Bildergalerien, dem Zugriff auf Wertpapierdepots, Partnerbörsen, Aktienkurs-Abfragen, Job-Datenbanken geschuldet, die allesamt in die Klickstatistik einfliessen. So haben die offiziell verbreiteten Einschaltquoten nur bedingten Aussagewert über die tatsächlichen Vorlieben der Kunden.“

„Die Ausführungen zeigen, dass die Einschaltquote nur bedingt zur inhaltlichen Bewertung eines Internet-Angebotes taugt und dass die Zugriffszahlen überdies mit wenigen Kunstgriffen manipulierbar sind. Die Aufmachung von Themen und Einstiegssites, die Anmoderation eines jeden Beitrags und die Platzierung entscheiden mehr über den Erfolg eines Artikels als die Geistesgewandtheit oder Beredtheit eines Autors, die Stringenz der Beweisführung und die Originalität seiner Gedanken.“

Zitiert aus der lesenswerten Studie von Steffen Range und Roland Schweins:
Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet
Wie das Web den Journalismus verändert

Ein Gutachten im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

FeuilletonFrankfurt freut sich darüber, mit solch machenschaftlichen Klick-„Geschäften“ nichts zu tun zu haben!

FRANKFURT BAUT DAS NEUE STÄDEL – PACKEN WIR ALLE MIT AN!

2010, März 31.

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Ja, da packen wir gerne mit an!

Liebe Leserinnen und Leser dieses Magazins, packen auch Sie mit an: mit einer Spende für unser neues Städel.

Informieren Sie sich im Städel-Blog „Frankfurt baut das neue Städel“ über den aktuellen Stand dieses einzigartigen Vorhabens und auch darüber, wie Sie mit einer Spende Ihren persönlichen Beitrag dazu leisten können.

FRANKFURT BAUT DAS NEUE STÄDEL.
BAUEN SIE MIT!


Deux chevaux – mein schönstes Auto

2008, Oktober 8.

Gestern vor 60 Jahren – am 7. Oktober 1948 – erblickte er auf dem Pariser Autosalon das Licht der Welt: der Döschwo.

Eigentlich war er mein schönstes Auto. Genau so sah er aus – leider bereits mit den rechteckigen Scheinwerfern, obwohl ihm zuvor die runden viel besser zu Gesicht gestanden hatten. Dafür waren auch die Sitze orangerot.

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(Foto: Fabien1309 wikimedia commons GFDL)

Nagelneu war er. Ich kreuzte mit ihm durch Frankreich und Spanien, auch über – im wahrsten Sinne – Stock und Stein. Nichts warf ihn aus der Bahn. Über das übelste Dorfstrassenpflaster schwebte er engelsgleich hinweg. Lässig liess man den Arm aus dem Klappfenster baumeln, kräftig strömte der Fahrtwind durch die grosse Luftklappe unter der Frontscheibe, wenn man sie mit dem kernig anzufassenden Schraubrad aufkurbelte, durchaus komfortabel liess sich die Schiebestockschaltung handhaben, und wenn man das Stoffdach aufrollte, sass man fast in einem Cabriolet. Ja und wie herrlich war es, wenn der Beifahrerin der Atem stockte und das Herz stillzustehen drohte, wenn man in 30 und mehr Grad Schräglage durch die Kurve stürmte. Umfallen konnte er eigentlich nicht – aber das wusste sie ja zunächst nicht, und sie glaubte es auch später nicht wirklich.

Wieviele Hektoliter Rotwein, wieviele Kilogramm Baguettebrote ich in ihm transportierte – ich weiss es nicht mehr. Nur einmal, nach einer nebelnassen Nacht am Meer in Bandol, wollte er morgens nicht anspringen. Mit irgendeinem Lappen rieb ich das Motörchen trocken, streichelte es ein wenig  – und schon konnte die Fahrt wieder losgehen.

Ja, ein kleines Stück trauere ich ihm auch heute noch nach.

Presse-Echo

2007, Juni 20.

Aus der Frankfurter Neuen Presse vom 19. Juni 2007 (Computer und Internet, BLOG check)

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„Drei Sodde fonn Mänsche“ im Weblog von Erhard Metz

Unter fast 400 Weblogs der Region gehört www.feuilletonfrankfurt.de/ zu jenen, die dem Ideal eines offenen, aber privaten Tagebuchs mit Interesse am Rest der Welt folgen. Unter einem Blick auf Frankfurt heisst Erhard Metz seine Gäste als lächelnder Mann im besten Alter und seriösem Outfit willkommen: Tradition und Moderne, persönlich beleuchtet.

Die Vita („Über mich“) und Themenliste weisen Herrn Metz als kunstsinnigen Juristen, Rundfunkdirektor i.R. und Journalisten aus; als Lokalpatrioten, Mitglied und Förderer vieler Institutionen. Diese reichen vom Frankfurter Holzhausenschlösschen zum Naturschutzbund und dem Schützenverein Nieder-Eschbach. Die Kasseler Herkunft fliesst in die Lust am hessischen und „Frankfodder“ Dialekt ein. Von Anglizismen hält er wenig, so heisst der „Home“-Click „Nach Hause“.

Navigation: Sie hält sich ans Bewährte. Die Navi-Spalte hat eine Suchfunktion und führt stracks zu den Themen: „Aufgespießt“ und „Fernsehen“ als Einstieg. Hessisches als Schwerpunkt, „Kultur und Gesellschaft“, „Literatur“ und „Musik“ als Feuilleton. „Politik angeklickt“, „Schlüsseltexte“, „Weisheiten“ und „Zeitgeist“ bilden das amüsante Themen-Schlusslicht, danach kommen „Neueste Beiträge“, „Jüngste Kommentare“ und ein Archiv.

Themen: Herr Metz überflutet niemanden und pflegt ein beschauliches Tempo. Launiger Humor, die Region und praktische Lebensphilosophie sind Trumpf, Aktuelles eher eingebettet. Schon die „Schlüsseltexte“ auf der „Haus“-Seite stecken die Interessensgebiete ab. Einem Blick in die Welt (Kriegsberichterstatter) kann ein weises Zitat aus „Der kleine Prinz“ folgen, ein Lobpreis auf die Frankfurter Maurizio-Cattelan-Ausstellung sich ebenso anschließen wie ein Artikel zum G8-Treffen.

Kategorien: Unter „Aufgespiesst“ finden witzige Fotos und Sprüche Platz („Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet“). Bei „Fernsehen“ scheint die Hassliebe aufs Medium durch, in „Frankfurt und Hessen“ verlinkt Metz etwa mit der Documenta. „Hessisch für Anfänger“ schaut den Landsleuten aufs Maul: „S´gäbbd drei Sodde fonn Mänsche: Solsche, wo bis drei zäähle könne unn solsche, wo´s nädd könne.“ „Kultur und Gesellschaft“ deckt die Spannbreite zwischen Schützenverein und Kunstmuseum ab, „Literarisches“ meint die Klassiker so gut wie Nonsens. „Politik angeklickt“ meidet die rabiate Kritik.

Warum bloggt Erhard Metz? „Aus reinem Spass an der Sache.“

Aktivitäten: Wie seine Seite (seit Februar 2007) ankomme? „Bei anspruchsvollen Lesern ausgesprochen gut, bei weniger anspruchsvollen offensichtlich weniger – aber so ist das Leben.“ 16 „jüngste“ Kommentare zeugen von beidem.

Layout: Mit gut gewählten Fotos, freundlichen Schrifttypen und pastelligen Titeln auf dezentem Hintergrund zählt die Gestaltung zu den Stärken des Blogs.

Technik: Metz verwendet WordPress. (dek)

(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Neuen Presse, Tageszeitung für Frankfurt am Main, ONLINE-Redaktion, www.fnp.de)