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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Tanz

Furiose Barockoper um Krieg und Liebe im Bockenheimer Depot

2017, September 21.

Eine Repräsentation des Krieges: „Rinaldo“ Dramma per musica von Georg Friedrich Händel

Eine außergewöhnliche Spannung lag über der fast drei Stunden dauernden Premiere am 16. September 2017. Dann brach der Beifall los – stürmisch mit Bravos, lauten Rufen feierte das Publikum am Ende das gesamte Opernteam und die Musiker.

Text:   Renate Feyerbacher und 2 Fotos

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt        

v.l.n.r.: Daniel Miroslaw (Eustazio), Julia Dawson (Goffredo; mit Bart und Gehstöcken) und Brandon Cedel (Argante; sitzend, in schwarzem Mantel) sowie Tänzer

Steil steigt die Bühne im Bockenheimer Depot an und endet im Nichts. Kein einziges Requisit, nur die Lampen an den Pfosten spielen hin und wieder eine Rolle. (Annemarie Woods Bühnenbild – Joachim Klein Licht). Die Schatten an den Wänden des Bockenheimer Depots sind eindrucksvolle Ergänzung der Bühnen-Lichtspiele.

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Das New Yorker Lincoln Center Festival: Theaterschwerpunkt auf Kompanien aus dem Nahen Osten

2017, August 2.

Das Lincoln Center Festival in New York gibt es seit nunmehr 50 Jahren. Es zeigt herausragende Produktionen aus Tanz, Theater und Musik. In diesem Jahr hat das Festival seinen Theaterschwerpunkt auf Kompanien aus dem Nahen Osten gelegt. Künstler aus Israel, aus dem Maghreb, aus Syrien sind zu Gast.

Ein Beitrag aus New York von

Simone Hamm

In „To The End of The Land“:  Efrat Ben Zur und Dror, Performance Images_credit Stephanie Berger 

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FLEXN

2017, Juni 16.

Flexing ist eine Form des Street Dance mit völlig neuen tänzerischen Ausdrucksformen, die das übliche Bewegungsrepertoire des postmodernen Tanzes radikal sprengt.  FLEXN ist die tänzerische Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit und Rassismus. Wut und Frustration über die Verhältnisse werden hier auf beeindruckende Weise herausgetanzt.  Flexing nahm sich manches aus Jamaicas Reggae Clubs und Dance Halls, aber letztlich holt es sich seine innovative Kraft aus den Straßen von Brooklyn, den Vierteln New Yorks, in denen die Black Lives Matter-Bewegung Fahrt aufnahm. Um diesen unmittelbaren Ausdruck rebellischer Wut zu dramatisieren, ohne dass sich die Energie in schicker Ästhetik verliert, gibt es keinen begabteren Transmitter als Peter Sellars, das großartige, ewige amerikanische Wunderkind. Mit jeder seiner Inszenierungen hat Sellars Maßstäbe gesetzt. Mit Kraft, Anmut, Seele und purer Freude erzählen die Tänzer mit vielfältigen und elektrisierenden Flexing-Tanztechniken von Liebe, Gerechtigkeit und ihren persönlichen Geschichten.

Von Simone Hamm

Ace (Franklin Dawes) in FLEXN Evolution at Park Avenue Armory. Photo by Stephanie Berger

In der noblen Park Armory in New York werden die innovativsten Produktionen aus aller Welt gezeigt. Hier traten Martina Abramovic, Bob Wilson, Charlotte Rampling und einmal auch Heiner Goebbels mit einer Schafherde auf. Derzeit ist man nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch auf der Höhe:

Jetzt wird „FLEXN“, gezeigt, Street Dance aus Brooklyn mit der Gruppe D.R.E.A.M. Ring. Das ist Tanz und soziales Anliegen gleichermaßen. Es geht um Rassismus, Gewalt, Masseninhaftierungen. Weiterlesen