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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

„Aus einem Totenhaus“ von Leos Janácek an der Oper Frankfurt

2018, April 9.

Gewalt, Erniedrigung, Perspektivlosigkeit – Gulag allgegenwärtig

Text: Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Ein frohes Osterprogramm war die Oper „Aus dem Totenhaus“ von Leos Janácek, 1930 posthum in Brünn uraufgeführt, die in Frankfurt am 1. April Premiere hatte, nicht, wohl aber ein großartiges.

links: Peter Marsh (Sapkin; mit orangefarbenen T-Shirt) und Ensemble sowie rechts von oben nach unten Samuel Levine (Der ganz alte Sträfling), Gordon Bintner (Alexandr Petrovic Gorjancikov) und Karen Vuong (Aljeja)

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Così fan tutte an der Met und eine weltweite Live-Premiere

2018, März 30.

Von Simone Hamm, New York

Als Così fan tutte in der Spielzeit 2013/4 wieder an der Metropolitan Opera aufgeführt wurde, war das auch die triumphale Rückkehr des Dirigenten James Levine. Er hatte wegen gesundheitlicher Probleme zwei Spielzeiten ausgesetzt. Inzwischen hat sich die MET von Levine getrennt, im Zuge der #metoo-Debatte waren Vorwürfe gegen ihn laut geworden. Er soll jugendliche Musiker missbraucht haben.

Levine setzt sich zur Wehr und verklagt seinerseits die MET wegen Vertragsbruchs und übler Nachrede. Der Zeitpunkt, zu dem diese Gegenklage bekannt wurde, könnte nicht perfekter gesetzt sein. Es war der Abend der Premiere von Così fan tutte…

Premiere in der Met: Szene aus dem 1. Akt der Oper „Così fan tutte“ von Mozart, Photo: Marty Sohl/Metropolitan Opera

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Frankfurter Theater!!!

2018, März 20.

ENDLICH: Diskussionen zur Zukunft der Städtischen Bühnen

Ein Kommentar von Uwe Kammann

Es wurde Zeit, höchste Zeit. Viel zu lange hielt sich die Politik bedeckt, wenn es um die Zukunft der Städtischen Bühnen ging. Dies wurde schon bei den letzten Römerberggesprächen im Herbst heftig moniert, Oberbürgermeisterwahl hin oder her. Dabei lag die Machbarschaftstudie schon seit dem Sommer vor, die damals eine Art Schock ausgelöst hatte: rund 900 Millionen Euro in der Endsumme, um das gemeinsame Haus für Theater und Oper baulich und technisch auf Vordermann zu bringen. Knapp eine Milliarde – unglaublich. Auch wenn angeblich alles total marode war, was doch tagtäglich bespielt wurde. Höchste Alarmstufe!

Zum Jahresanfang hörte sich das dann aus dem Mund der Kulturdezernentin Ina Hartwig ganz anders an.

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„L’Africaine – Vasco da Gama“ von Giacomo Meyerbeer an der Oper Frankfurt

2018, März 2.

Vom Seefahrer zum Raumfahrer

Und die Geschichte von Selika, der realistischen, aufopfernden Fremden

 

Text:  Renate Feyerbacher
Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

 

Kräftige Bravo- und kräftige Buhrufe beendeten den außergewöhnlichen Premierenabend am 25. Februar. Regisseur Tobias Kratzer, 1980 in Landshut geboren, Studium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, hat mit seinem langjährigen Bühnen- und Kostümbildner Rainer Sellmaier ein Science-Fiction-Spektakel kreiert, das die Buhrufer provozierte. Einhellig wurden dagegen das Sängerensemble und die Musiker gefeiert.

Das Ensemble der Oper Frankfurt, Foto Monika Ritters / Oper Frankfurt

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Parsifal an der Metropolitan Opera

2018, Februar 24.

Ritter in der Krise

Von Simone Hamm / New York

Während des Präludiums von Wagners „Parsifal“ sind Männer und Frauen hinter einem Gazevorhnag zu sehen, die auf Stühlen in einem Theaterraum sitzen. Sie schauen uns an. Für einen Moment glaubt man fast, in einen Spiegel zu schauen. Die Männer stehen auf und ziehen ganz langsam ihre Socken, ihre Schuhe, ihre Schlipse und ihre Jacketts aus. Sie bilden einen Kreis. Sie sind die Ritter des Gral. Eine langsame, großartige Choreografie der Choristen und der Tänzer. Die Zuschauer sind gebannt, ergriffen.

Klaus Florian Vogt in der Titelrolle und René Pape als Gurnemanz in Wagners „Parsifal.“ Photo: Ken Howard/Metropolitan Opera

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„Enrico“ von Manfred Trojahn in der Oper Frankfurt

2018, Januar 25.

Jeder macht sich seine äußere und innere Maske selbst zurecht

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Die Dramatische Komödie in neun Szenen von Manfred Trojahn (*1949), die vor siebzehn Jahren in Schwetzingen uraufgeführt wurde, hatte im Bockenheimer Depot eine wahnwitzige, virtuose Frankfurter Erstaufführung. Es begeistert, dass Intendant Bernd Loebe das Haus immer wieder für moderne Werke öffnet. „Enrico“ ist ein Juwel der Avantgarde-Musik.

Juanita Lascarro (Marchesa Matilda Spina; vorne links), Holger Falk (Enrico; vorne rechts), Sebastian Geyer (Barone Tito Belcredi; Mitte hinten) sowie im Hintergrund Peter Marsh (Landolfo), Samuel Levine (Bertoldo), Björn Bürger (Arialdo)

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„Capriccio“ – Konversationsstück für Musik von Richard Strauss an der Oper Frankfurt

2018, Januar 19.

Gebt dem Theater einen neuen Inhalt

Text: Renate Feyerbacher
Fotos: © Monika Rittershaus/Oper Frankfurt (4); Renate Feyerbacher (1)

Die handlungsarme letzte Oper von Richard Strauss (1864 – 1949) mit italienischem Titel, um 1795 in einem Pariser Schloss spielend, zu einer Zeit, in der Christoph Willibald Gluck an der dortigen Oper tätig war, komponiert mitten in den Kriegsjahren 1939 bis 1941, ein Jahr später im Bombenhagel in München uraufgeführt, hatte am 14. Januar 2018 in Frankfurt Premiere.

Capriccio“ ist die dritte Inszenierung von Brigitte Fassbaender in Frankfurt nach ihrer legendären „Ariadne auf Naxos“ und der Operette „Paul Bunyan“ .

Brigitte Fassbaender am 5. November 2011; Foto: Renate Feyerbacher

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Das Next Wave Festival in Brooklyn

2017, Dezember 22.

Das Next Wave Festival in der Brooklyn Academy of Music zeigte von Ende September bis Mitte Dezember Theater und Tanztheater, zeigte das Innovativste und Außergewöhnlichste aus Amerika, Asien, Afrika, Europa.

Von Simone Hamm, New York

Tanztheater Wuppertal Pina Bauschs Café Müller im Opera House der Brooklyn Akademie of Music am 13.  September  2017. Café Müller (1978). Ein Stück von Pina Bausch (Choreographie) Musik: Henry Purcell Kostüm und Bühnenbild: Rolf Borzik; Tänzer: Helena Pikon,White dress, Scott Jennings, white shirt Photo: Stephanie Berger

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Die Arche des stillen Glücks : Kalender für 2018

2017, Dezember 10.

Kalenderblätter fürs bald anrollende Jahr

Der Dezember hat begonnen. Und das neue Jahr liegt in nicht allzu weiter Ferne. Noch ist es Zeit, sich schon einmal mit dem kommenden zu beschäftigen, bevor es unvorbereitet über uns hereinbricht. Wer die unmittelbare Politik wegen ihrer Schnelllebigkeit einmal aussparen möchte, der kann sich entspannt und vergnügt auch nur mal seinen „Kulturlieblingen“ widmen, die uns Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat im kommenden Jahr begleiten sollen, die Dichter und Dichterinnen oder die Musiker und Musikerinnen. Oder wollen wir einfach nur unsere Kleinsten mit hintersinnigen, lustigen oder lehrreichen Versen und Reimen aus der ganzen Welt beglücken? Vielleicht folgen wir zunächst den Spannungsbögen von Ruhe und Bewegung, die sich dann an Beispielen wie ein roter Faden durch das Jahr ziehen und uns begleiten. Mit einem entsprechend angelegten Kalenderblatt können wir uns dann auf unsere ganz persönlich gefärbte „Arche“ zurückzuziehen. Hierzu ein paar Empfehlungen noch vor dem letzten Weihnachtsrummel

von Petra Kammann

Für Literatur-Liebhaber ein Muss!

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„Der Mieter“ von Arnulf Herrmann – ein Auftragswerk der Oper Frankfurt

2017, November 21.

Mobbing, Anpassung, Identitätsverlust, Suizid: Klopfen, brechen, tropfen

Text: Renate Feyerbacher
Fotos: Barabara Aumüller / Oper Frankfurt

Was für ein Werk, was für eine Inszenierung, was für ein Team – eine Wucht, ein begeistertes Publikum bei der Uraufführung am 12. November! Dabei ist dieses Musikdrama ein harter Brocken – nichts für Ohren, die sich ausschließlich auf italienischen Belcanto eingestellt haben.

 v.l.n.r. Björn Bürger (Georg), Alfred Reiter (Herr Zenk) und Hanna Schwarz (Frau Bach) sowie rechts stehend v.l.n.r. Frau Bach, Georg und Herr Zenk

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