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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

Die Arche des stillen Glücks : Kalender für 2018

2017, Dezember 10.

Kalenderblätter fürs bald anrollende Jahr

Der Dezember hat begonnen. Und das neue Jahr liegt in nicht allzu weiter Ferne. Noch ist es Zeit, sich schon einmal mit dem kommenden zu beschäftigen, bevor es unvorbereitet über uns hereinbricht. Wer die unmittelbare Politik wegen ihrer Schnelllebigkeit einmal aussparen möchte, der kann sich entspannt und vergnügt auch nur mal seinen „Kulturlieblingen“ widmen, die uns Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat im kommenden Jahr begleiten sollen, die Dichter und Dichterinnen oder die Musiker und Musikerinnen. Oder wollen wir einfach nur unsere Kleinsten mit hintersinnigen, lustigen oder lehrreichen Versen und Reimen aus der ganzen Welt beglücken? Vielleicht folgen wir zunächst den Spannungsbögen von Ruhe und Bewegung, die sich dann an Beispielen wie ein roter Faden durch das Jahr ziehen und uns begleiten. Mit einem entsprechend angelegten Kalenderblatt können wir uns dann auf unsere ganz persönlich gefärbte „Arche“ zurückzuziehen. Hierzu ein paar Empfehlungen noch vor dem letzten Weihnachtsrummel

von Petra Kammann

Für Literatur-Liebhaber ein Muss!

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„Der Mieter“ von Arnulf Herrmann – ein Auftragswerk der Oper Frankfurt

2017, November 21.

Mobbing, Anpassung, Identitätsverlust, Suizid: Klopfen, brechen, tropfen

Text: Renate Feyerbacher
Fotos: Barabara Aumüller / Oper Frankfurt

Was für ein Werk, was für eine Inszenierung, was für ein Team – eine Wucht, ein begeistertes Publikum bei der Uraufführung am 12. November! Dabei ist dieses Musikdrama ein harter Brocken – nichts für Ohren, die sich ausschließlich auf italienischen Belcanto eingestellt haben.

 v.l.n.r. Björn Bürger (Georg), Alfred Reiter (Herr Zenk) und Hanna Schwarz (Frau Bach) sowie rechts stehend v.l.n.r. Frau Bach, Georg und Herr Zenk

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Das White light Festival New York mit Monteverdis Opern und herausragendem Tanz

2017, November 10.

Das White Light Festval in New York war in diesem Jahr ganz Claudio Monteverdi gewidmet. Seine drei Opern L’Orfeo. L’incoronazione di Poppea, Il ritorno d’Ulisse in patria wurden konzertant aufgeführt. Dieses ambitionierte Projekt nennt das Whight Light Festival: Die Geburt der Oper. Nicht ganz zu Unrecht. Denn obwohl Monteverdi nicht der erste Opernkomponist war, ist Orfeo (1607) das erste Meisterwerk, das bis heute zu sehen ist.

Von Simone Hamm / New York

↑ John Eliot Gardiner dirigiert die English Baroque Soloists

↓ Hana Blazikova als Euridice

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45. Römerberggespräche: Was soll das Theater?

2017, Oktober 21.

Über die Zukunft der Städtischen Bühnen – „Die Stadt muss sich bekennen“

Ein Beitrag von Uwe Kammann

Mehr als 50 Jahre waren Frankfurts Städtische Bühnen Schauplatz zahlloser Inszenierungen und erlebten denkwürdige Auseinandersetzungen. Nun ist das Bauwerk, die „Theaterdoppelanlage“, die Schauspiel und Oper umfasst, marode. Wie soll es weitergehen? Neubau oder Sanierung? Von dem Tag an, an dem die möglichen Kosten bekannt wurden, wurden leidenschaftliche und kontroverse Debatten geführt. Da stellte sich auch die Frage nach dem Standort am Willy-Brandt-Platz, sondern auch nach der gesellschaftlichen Position des Theaters. Welche Aufgaben sollen Schauspiel und Oper in Zukunft haben? Die Römerberggespräche wollten in der Diskussion erkunden, welche Gestaltungschancen derzeit bestehen.

Die Doppelanlage: Oper und Schauspiel unter einem Dach 

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„Peter Grimes“ von Benjamin Britten an der Oper Frankfurt

2017, Oktober 20.

Treibjagd: „Wer sich abseits stellt und uns verachtet, den vernichten wir.“

Text: Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus/Oper Frankfurt und Renate Feyerbacher

Die Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten war zuletzt vor 16 Jahren auf der Frankfurter Opernbühne zu sehen. Nun gab es eine Neuinszenierung des englischen Regisseurs Keith Warner. Das gesamte Team wurde vom Publikum nach der Premiere am 8.Oktober beklatscht. Bei der Premierenfeier gab es allerdings unterschiedliche Meinungen zur Musik und zur Inszenierung. Zu naturalistisch, hieß es einmal, genau richtig, ein andermal, Auch: Musik gefällt mir nicht.

Im Prolog muss sich Peter Grimes vor Gericht verantworten, er ist angeklagt, weil ein Lehrjunge bei der Bootsfahrt ums Leben kam. Trotz Freispruch kursieren die Gerüchte um den Fischer weiterhin. Seine Anklagebank: ein Boot, ein Bild der Isolation. Peter wird wie Woyzeck ‚ausgestellt‘. Von der Ausgrenzung betroffen war auch der Komponist, als Kriesgdienstverweigerer und als Homosexueller. Isolation und Misserfolg bei den Kritikern begleiteten Brittens Leben.

Vincent Wolfsteiner als Peter Grimes; Foto: Monika Rittershaus

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