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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

„Lost Highway“ – Musiktheater von Olga Neuwirth im Bockenheimer Depot

2018, September 18.

Alles gerät aus den Fugen

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

„Lost Highway“ (1996-97), Filminteressierte kennen den Film noir des amerikanischen Regisseurs David Lynch, den die österreichische Komponistin, unterstützt von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, zum Libretto umarbeitete. Ihr gleichnamiges Musiktheater, das 2003 in Graz uraufgeführt wurde, erlebte in ihrer Anwesenheit soeben seine Deutsche Erstaufführung im Bockenheimer Depot.

Elizabeth Reiter (alle Frauen; oben) und Jeff Burrell (Fred; oben und unten)

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„Tri Sestry“ von Peter Eötvös in der Oper Frankfurt

2018, September 14.

Leere, Bedeutungslosigkeit, Einsamkeit, Verlustgefühl und Sehnsucht nach Moskau

von Renate Feyerbacher

Fotos:  Monika Rittershaus

Der ungarische Komponist Peter Eötvös und das künstlerische Team wurden bei der Premiere am 9. September in der Oper Frankfurt begeistert gefeiert. Schon seine Oper „Der Goldene Drache“ fand in Frankfurt 2014 große Zustimmung, weniger dagegen „Angels in  America“ 2009 im Bockenheimer Depot.

Peter Eötvös vor der Premiere, Foto: Renate Feyerbacher

Der Text  des Werkes „Tri Sestry“ – „Drei Schwestern“, verfasst von Claus H.Henneberg und dem Komponisten, beruht auf dem gleichnamigen Drama von Anton Tschechow von 1901. Die Handlung wurde nicht chronologisch übernommen, Tschechows Schlussgedanken stecken im Prolog, aber seine Gefühlsregungen, seine Grundstimmung prägen geradezu vertieft das Geschehen der Oper.

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Diskussion um die Zukunft der Theaterdoppelanlage – Theater und Oper: Notwendiger Blick nach vorn

2018, August 23.

Rekonstruktion: Dieser Begriff löst vielerorts in Deutschland sofort Kritik und Häme aus. Die Initiatoren und Befürworter der neuen Frankfurter Altstadt haben es sofort erfahren, wie auch in den 80erJahren die Stadtverantwortlichen um den damaligen Oberbürgermeister Walter Wallmann, als es um die an den historischen Vorgängern orientierte Ostzeile des Römerbergs ging. So ist es nicht verwunderlich, dass die „Frankfurter Rundschau“ dem ersten „Schauspielhaus-Gespräch im Frankfurter Hof“ einer Initiative, welche sich der Rekonstruktion des früheren Schauspielhauses verschrieben hat, eine leicht hämische und von Herablassung imprägnierte Resonanz widmete – so, als sei das Vorhaben von vornherein nicht ernstzunehmen und im Ganzen unter reaktionären Retro-Verdacht zu stellen.

Von Uwe Kammann

Sanierungsbedürftig und neu zu bedenken: die Frankfurter Theaterdoppelanlage 

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„Norma“  von Vincenzo Bellini in der Oper Frankfurt

2018, Juni 15.

Düster-trüb die Szene, psychologisch grandios die Interpretation – ein Sängerfest des Belcanto

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt und Renate Feyerbacher

Die Norma von Bellini: Damals gab es nur eine konzertante Aufführung in der Alten Oper. Nach  zehn Jahren nun, am 10. Juni 2018 eine Neuinszenierung von Christof Loy in der Oper Frankfurt: Buhrufe gab’s für die szenische Darbietung, einmütig dagegen wurde die sängerisch-musikalische Interpretation gefeiert.

vorne Stefano La Colla (Pollione) und Elza van den Heever (Norma) sowie im Hintergrund Ensemble, Foto: Barbara Aumüller

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„Die Lustige Witwe“ Operette von Franz Lehár in der Oper Frankfurt

2018, Mai 18.

Scheinbare Leichtigkeit der Beziehung, die nicht leicht ist

Die Operette „Die lustige Witwe“ hatte am 13. Mai eine grandiose Premiere in der Oper Frankfurt. Das Publikum feierte frenetisch das gesamte Team.

von Renate Feyerbacher
Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Claus Guth nach „Oper extra“ am 29. 4. 2018, Foto: Renate Feyerbacher

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Die Diskussion um Schauspiel und Oper Frankfurt

2018, Mai 9.

Theater, ja. Doch welche Form braucht Frankfurt in der Zukunft?

Ein wolkiger Ausblick aus dem Frankfurter Theater

Von Uwe Kammann

Der Zeitpunkt hätte nicht günstiger sein können: Einen Tag vor der ersten Öffnung der neuen Altstadt – mancherorts bereits sehr positiv aufgenommen – präsentierte die neugegründete „Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus Frankfurt“ ihr großes Projekt mit dem klaren Ziel: dem Wiederaufbau des alten Schauspielhauses aus dem Jahr 1902. Ganz nach dem Vorbild der Aktionsgemeinschaft Opernhaus – die schließlich einen glanzvollen Erfolg feierte – will der neue Verein dafür werben, statt einer Sanierung der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz die darin eingehüllte alte Schauspielhaus-Ruine wieder freizulegen, nach den alten Plänen zu restaurieren und mit einem freien Platz für Außengastronomie zu ergänzen und zu beleben. Ganz wie früher, als das Schauspielhaus nach den Plänen des Architekten Heinrich Seeling in einer Mischung aus Neorenaissance und einigen Jugendstil-Anklängen einen festlichen Platz beherrschte.

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Ein Gespräch mit dem Sänger Johannes Martin Kränzle

2018, April 27.

„Wichtig für mich, auf dem gleichen Niveau zu singen wie vorher“

Johannes Martin Kränzle steht nach zwei Jahren Abwesenheit in der Neuproduktion der Oper „Aus einem Totenhaus“ wieder auf der Frankfurter Opernbühne. Zuletzt sang er hier im Frühjahr 2015 den kranken Amfortas im „Parsifal“. Seine Darstellung, die für ihn immer wichtig ist, war beeindruckend. Ein kranker Mensch prägte sich ein. Wenige Monate zuvor, Ende 2014, hatte Kränzle sein Debüt an der Metropolitan Opera (MET) als Sixtus Beckmesser in „Die Meistersinger von Nürnberg“ gegeben. Inzwischen seine Paraderolle. Die Kritiken waren voll des Lobes. Die New York Times schrieb: „With his robust voice and crisp diction, Mr. Kränzle played him as a fidgety, nervous, neurotic type, not a bad guy at his core” und er wurde mit dem Publikumspreis geehrt. Alle Vorstellungen, so erzählt er, habe er mit guter Laune und „blendender Gesundheit“ gesungen. Renate Feyerbacher traf Johannes Martin Kränzle zum Gespräch.

Der Sänger Johannes Martin Kränzle, fotografiert von Christian Palm

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Leadership in Opera: Bernd Loebe von der Oper Frankfurt mit dem International Opera Award 2018 ausgezeichnet

2018, April 10.

Die Redaktion von FeuilletonFrankfurt gratuliert!

Soeben fand die feierliche Verleihung der sechsten International Opera Awards  im Londoner Coliseum statt. Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt, wurde dort mit dem International Opera Award 2018 in der Kategorie ,Leadership in Opera‘ ausgezeichnet. Das Opernhaus in Frankfurt erhielt zudem in der Kategorie ,Rediscovered Work‘ mit Kreneks Operntrilogie Der Diktator; Schwergewicht, oder Die Ehre der Nation; Das geheime Königreich den renommierten Preis.

Bernd Loebe, Intendant der Frankfurter Oper wurde mit dem International Opera Award ausgezeichnet, Foto: Chris Christodoulou (IOA)

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„Aus einem Totenhaus“ von Leos Janácek an der Oper Frankfurt

2018, April 9.

Gewalt, Erniedrigung, Perspektivlosigkeit – Gulag allgegenwärtig

Text: Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Ein frohes Osterprogramm war die Oper „Aus dem Totenhaus“ von Leos Janácek, 1930 posthum in Brünn uraufgeführt, die in Frankfurt am 1. April Premiere hatte, nicht, wohl aber ein großartiges.

links: Peter Marsh (Sapkin; mit orangefarbenen T-Shirt) und Ensemble sowie rechts von oben nach unten Samuel Levine (Der ganz alte Sträfling), Gordon Bintner (Alexandr Petrovic Gorjancikov) und Karen Vuong (Aljeja)

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Così fan tutte an der Met und eine weltweite Live-Premiere

2018, März 30.

Von Simone Hamm, New York

Als Così fan tutte in der Spielzeit 2013/4 wieder an der Metropolitan Opera aufgeführt wurde, war das auch die triumphale Rückkehr des Dirigenten James Levine. Er hatte wegen gesundheitlicher Probleme zwei Spielzeiten ausgesetzt. Inzwischen hat sich die MET von Levine getrennt, im Zuge der #metoo-Debatte waren Vorwürfe gegen ihn laut geworden. Er soll jugendliche Musiker missbraucht haben.

Levine setzt sich zur Wehr und verklagt seinerseits die MET wegen Vertragsbruchs und übler Nachrede. Der Zeitpunkt, zu dem diese Gegenklage bekannt wurde, könnte nicht perfekter gesetzt sein. Es war der Abend der Premiere von Così fan tutte…

Premiere in der Met: Szene aus dem 1. Akt der Oper „Così fan tutte“ von Mozart, Photo: Marty Sohl/Metropolitan Opera

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