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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Film

Soirée française du cinéma auf der Berlinale 2017

2017, Februar 16.

Im Zeichen des Ehrengastlands Frankreich zur Frankfurter Buchmesse

Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse (11. bis 15. Oktober 2017) bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 450 Veranstaltungen werden 2017 unter dem Label Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und 75 französischsprachigen Autoren. Dabei sind bereits vor der Buchmesse im Oktober 2017 spannende Höhepunkte zu erwarten: die Zusammenarbeit zwischen dem Krimi-Festival „Quai du polar Lyon“ und der Leipziger Buchmesse sowie die „Tour d’Allemagne“ französischer Autoren beginnend in Düsseldorf, wo auch die „Tour de France“ startet.

Von Petra Kammann

Die Soirée française du cinéma in der Französischen Botschaft in Berlin bietet jedes Jahr einen glanzvollen Rahmen, aus Anlass der Berlinale das französische Kino zu feiern. Dazu eingeladen werden zahlreiche Filmschaffende aus Deutschland und Frankreich. Im Mittelpunkt steht dabei nicht zuletzt die Film- und Medienkooperation zwischen beiden Ländern und in diesem Zusammenhang die Verleihung des französischen Verdienstordens für Kunst und Literatur an deutsche Filmschaffende. Darunter waren in den letzten Jahren zum Beispiel der Regisseur Thomas Ostermeier, die Schauspieler Nina Hoss, Sophie Rois, Marie Bäumer und Mario Adorf, der Leiter der Französischen Filmtage Tübingen Christopher Buchholz und die Produzenten Stefan Arndt und Manuela Stehr. Unter den Preisträgern des Goldenden Bären waren außerdem immer wieder französische Filme wie: „Lohn der Angst“ von Henri-Georges Clouzot (Frankreich/Italien 1953); „Schrei, wenn du kannst“ von Claude Chabrol (1959); „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ von Jean-Luc Godard (Frankreich/Italien 1965); „Der Lockvogel“ von Bertrand Tavernier (1995); „Central Station“ von Walter Salles (Frankreich/Brasilien 1998) oder „Intimacy“ von Patrice Chéreau (2001).

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Bildnachweis: francfort2017 Weiterlesen

Hessischer Film- und Kinopreis 2016

2016, November 18.

Das Filmland Hessen lebt

Von Renate Feyerbacher

Ende Oktober war es wieder soweit: In der Alten Oper Frankfurt wurden die Preisträger verkündet. Und das bereits zum 27. Mal! 185.000 Euro wurden als Preisgelder verteilt.

Zwei weltberühmte Männer schritten am Abend über den Roten Teppich: der grosse Bühnen- wie Filmschauspieler und Regisseur Klaus Maria Brandauer und der ungarische Film- und Opernregisseur István Szabó. Brandauer erhielt den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten: „Klaus Maria Brandauer hat ein Gesamtkunstwerk geschaffen, vor dem ich mich zutiefst verneige.“ Szabó, sein Laudator, hatte mit Brandauer 1981 den Film „Mephisto“ nach dem Roman von Klaus Mann (1906-1949) gedreht. Darin geht es um die Verstrickungen des Schauspielers Gustaf Gründgens in der Nazi-Zeit. Zehn Jahre später sprach der Regisseur und Drehbuchautor, in jungen Jahren IM der ungarischen Stasi, in einem SPIEGEL-Gespräch über die einflusslose, missbrauchte Rolle der Künstler und Intellektuellen in einem autoritären System. Sie seien nur „Schmuckstücke, Spielzeuge, Puppen … Es ist eine schlechte Rechtfertigung zu glauben, es sei besser, wenn man selbst mitmacht. Es ist der falsche Weg, man schließt einen Pakt mit dem Teufel.“

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„Preis der Autoren“ 2016 an Lutz Hübner

2016, August 6.

Theater als Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung

Von Renate Feyerbacher

Vor zwei Jahren wurde der Frankfurter Verlag der Autoren (der diesen unmittelbar gehört) mit dem Binding-Kulturpreis 2014 ausgezeichnet. Mitte Juni 2016 hat die Jury der Autorenstiftung ihrerseits ihren 10. „Preis der Autoren“ (es ist der einzige Preis von Autoren für Autoren im Bereich der Darstellenden Künste) an einen Autor verliehen, dotiert mit 5.000 Euro. Der Ausgezeichnete ist der Dramatiker Lutz Hübner und, auch wenn sie nicht offiziell genannt wird, seine Ehefrau Sarah Nemitz als Co-Autorin vieler Stücke.

Annette Reschke, Mitjurorin der seit 43 Jahren bestehenden gemeinnützigen Autorenstiftung: „Der Preis heißt so, weil die Stiftung von den Gesellschaftern des Verlags getragen wird, ihr Vorstand sich immer zu drei Vierteln aus dem Kreis der Autoren zusammensetzt, und dieser Vorstand in gewählter Vertretung aller Gesellschafter des Verlags einen Preisträger bestimmt. Es ist also ein Preis aller Autoren.“ Eine Auszeichnung, die einen Autor stolz machen kann.

Der 1964 in Heilbronn geborene Preisträger Lutz Hübner studierte, bevor er zur Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater in Saarbrücken ging, um Schauspieler zu werden, Germanistik und Philosophie in Münster. Er war engagiert in Saarbrücken und Karlsruhe und ab 1990 Schauspieler und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss, wo seine spätere Frau Sarah Nemitz als Schauspielerin engagiert war, und anschliessend am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 1996 lebt er als freier Schriftsteller, Dramatiker und Regisseur mit Frau und Kind in Berlin.

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(v.l.) Intendant Anselm Weber, Sarah Nemitz und Lutz Hübner; Foto: Renate Feyerbacher
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goEast 2016 – Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films

2016, Juni 15.

Ein Menschenrechtsfestival – eine Nachlese

Von Renate Feyerbacher

Zum 16. Mal gab es Ende April 2016 den kulturellen Dialog mit Filmschaffenden aus Mittel- und Osteuropa. Wiesbaden war wie immer das Zentrum der Begegnung, Frankfurt, Darmstadt und Mainz wurden einbezogen. Seit 2010 leitet die gebürtige Frankfurterin Gaby Babic, deren Eltern aus Kroatien kamen, das Festival.

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Gaby Babic, Foto © goEast

Unter den mehr als 100 eigenwilligen und engagierten Filmen aus 25 Ländern, die im regulären Filmbetrieb selten gezeigt werden, konnten die Besucher und Besucherinnen wählen, an die 12.000 sollen es gewesen sein. Vernetzung, Austausch, Weiterbildung – davon profitieren vor allem die Nachwuchs-Filmemacher. Wie immer gab es eine feierlich-nachdenkliche Eröffnung und eine festliche Preisverleihung mit anschliessendem Zusammenkommen von Filmschaffenden und Gästen. Weiterlesen

9. Lichter Filmfest Frankfurt International

2016, Mai 9.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Das Kino lebt
Eine Nachlese

Von Renate Feyerbacher

Es ist beeindruckend, was das meist ehrenamtliche Team um Festivaldirektor Gregor Maria Schubert, ehemals Student der HfG Offenbach und Dokumentarfilmer, und seine Stellvertreterin Johanna Süß zum 9. Lichter Filmfest wieder leuchten liessen.

Es begann 2008 mit acht Langfilmen und zwei Kurzfilmprogrammen – und jetzt gab es eine Auswahl von 80 Filmen. Allein aus der Filmregion Frankfurt konnten 23 Langfilme und eine Kurzfilmrolle mit 12 Beiträgen gezeigt werden. Eine beachtliche Auswahl, die Hessen als Filmzentrum ausweist. Zehn internationale Langfilme waren im Wettbewerb und drei ausserhalb des Wettbewerbs sowie Kurzfilme. Wieder wurde der Art Award verliehen.

Hochaktuell war das Thema, das schon im letzten Jahr gewählt worden war: Grenzen. Es wurde von Diskussionen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ (Normativ Orders) der Goethe Universität Frankfurt begleitet. Ein Besucherrekord von 12.000 Zuschauern, und das obwohl es keine Party gab, wurde registriert.

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Publikumsandrang im Künstlerhaus Mousonturm Weiterlesen