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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Goethe-Museum Frankfurt

Frankfurter Küchen: Auf den Spuren der Grünen Soße

2017, April 15.

Anregungen für einen Osterspaziergang:

Raus aus der Küche, rein in die Küche.
Zwischen Dichtern und Architekten liegen vor dem Tor die Felder und dazwischen der Wochenmarkt

Von Petra Kammann

„Frankfurt stickt voller Merkwürdigkeiten“ konstatierte der große Sohn der Stadt Frankfurt, Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), den es nicht allzu lange im Haus der Familie am Großen Hirschgraben hielt. In den Xenien schrieb er über seine Eltern: „Vom Vater hab ich die Statur, / Des Lebens ernstes Führen, / Vom Mütterchen die Frohnatur / Und Lust zu fabulieren.“ Ab 1775 lebte er in Weimar, setzte aber seiner Heimatstadt Frankfurt in der autobiographischen Schrift „Dichtung und Wahrheit“ ein wunderbares Denkmal. Seine Mutter, Catharina Elisabeth Textor, später Frau Rath Goethe, konnte nicht nur bravourös Geschichten erzählen, sie war auch eine begnadete Briefeschreiberin …

Frau Ajas Küche im Frankfurter Goethe-Haus© Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum /  Foto: www.einfallsreich.net

Wie auch immer – alljährlich in der Osterzeit wird auch heute noch Goethes gedacht, nicht zuletzt der Verse wegen, die er im Ersten Teil seiner Faust-Tragödie den Helden auf seinem „Osterspaziergang“ sprechen lässt, was durchaus auch immer wieder parodiert wurde: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“ In der Szene „Vor dem Tor“, die Nacht ist vorbei! sehen wir dabei Faust nicht mehr in seinem Studierzimmer als einsamen Gelehrten, sondern als respektierten Bürger der Reichsstadt.

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