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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autoren

Tom Schoper. Ein Haus. Werk – Ding – Zeug?

2017, April 25.

Vom bloßen Bauen zum architektonischen Werk

Auf der Leipziger Buchmesse traf Petra Kammann den Autor und Architekten Tom Schoper zu einem Gespräch über die Wechselwirkung von Architektur und Philosophie. Was ist ein Werk in der Architektur und wie unterscheidet es sich vom alltäglichen Bauen? In persönlichen Gesprächen mit fünf international erfolgreichen und einflussreichen Architekten wie Gion A. Caminada, Hermann Czech, Tom Emerson, Hans Kollhoff und Valerio Olgiati wollte Tom Schoper herausfinden, welchen Stellenwert das architektonische Werk heute hat und weshalb die Architekten mit jeder neuen Aufgabe nach dem Werk streben. 

Der Architekt und Autor Tom Schoper bei einer Diskussion mit dem Verleger des Passagen Verlags Peter Engelmann

Petra Kammann: Sie haben mit sehr verschiedenen Architekten Gespräche geführt und ihnen dabei jeweils denselben philosophischen Fragenkatalog mit Begriffen des Philosophen Martin Heidegger vorgelegt. Fanden Sie das angemessen, um Aufschluss über ihren architektonischen Ansatz zu bekommen? Was hatten Sie dabei im Sinn? Weiterlesen

Frankfurter Küchen: Auf den Spuren der Grünen Soße

2017, April 15.

Anregungen für einen Osterspaziergang:

Raus aus der Küche, rein in die Küche.
Zwischen Dichtern und Architekten liegen vor dem Tor die Felder und dazwischen der Wochenmarkt

Von Petra Kammann

„Frankfurt stickt voller Merkwürdigkeiten“ konstatierte der große Sohn der Stadt Frankfurt, Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), den es nicht allzu lange im Haus der Familie am Großen Hirschgraben hielt. In den Xenien schrieb er über seine Eltern: „Vom Vater hab ich die Statur, / Des Lebens ernstes Führen, / Vom Mütterchen die Frohnatur / Und Lust zu fabulieren.“ Ab 1775 lebte er in Weimar, setzte aber seiner Heimatstadt Frankfurt in der autobiographischen Schrift „Dichtung und Wahrheit“ ein wunderbares Denkmal. Seine Mutter, Catharina Elisabeth Textor, später Frau Rath Goethe, konnte nicht nur bravourös Geschichten erzählen, sie war auch eine begnadete Briefeschreiberin …

Frau Ajas Küche im Frankfurter Goethe-Haus© Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum /  Foto: www.einfallsreich.net

Wie auch immer – alljährlich in der Osterzeit wird auch heute noch Goethes gedacht, nicht zuletzt der Verse wegen, die er im Ersten Teil seiner Faust-Tragödie den Helden auf seinem „Osterspaziergang“ sprechen lässt, was durchaus auch immer wieder parodiert wurde: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“ In der Szene „Vor dem Tor“, die Nacht ist vorbei! sehen wir dabei Faust nicht mehr in seinem Studierzimmer als einsamen Gelehrten, sondern als respektierten Bürger der Reichsstadt.

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„Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ I

2017, April 7.

 

Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (11. bis 15. Oktober 2017) bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Bundesweit werden 2017  mehr als 350 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten KünstlerInnen und 75 französischsprachigen Autoren und Autorinnen. Folge 1

Von Petra Kammann

Leipzig: Zur feierlichen Eröffnung der Leipziger Buchmesse wurde bereits am 22. März der französische Schriftsteller Mathias Enard für seinen großartigen Orient-Roman „Kompass“ mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet, für den er 2015 in Frankreich den Prix Goncourt erhielt. Aber auch so bekannte französischsprachige Autoren wie der Friedenspreisträger Alfred Grosser, Guy Delisle, Marie Darrieussecq und Karim Miské hatten dieses Jahr ebenfalls Termine auf der Leipziger Buchmesse.

 

Festakt anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse, Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an Mathias Enard, Gewandhaus Leipzig. „Le Mensch“ – Das neue lesenswerte Buch des diskussionsfreudigen Politologen Alfred Grosser ist von ungebrochener Aktualität Weiterlesen

Paris, mon amour – Ein poetisches Sinnenerlebnis

2017, Januar 14.

hr2-Kulturlunch mit einer musikalisch-literarischen Liebeserklärung an Paris, die faszinierende Metropole an der Seine

Impressionen von Petra Kammann

Paris – die Stadt der Liebe? Das Paris-Bild hat sich seit den Anschlägen vom 13. November 2015 gewandelt, so scheint es. Denn der Terrorismus machte Paris zu einer verwundeten Stadt. Die Unbeschwertheit, die berühmte französische „Joie de vivre“, hat die Stadt seit dem Terror verloren. Auf den Straßen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln sah man seither statt eng umschlungener Liebespaare und Touristen eher patroullierende Soldaten und Zivilpolizisten. Und noch immer gilt im Land der Ausnahmezustand. Aber das Leben geht weiter. Allen Unkenrufen zum Trotz haben die Franzosen ihr altes Leben wieder aufgenommen, sitzen in den Cafés, trinken Rotwein, gehen in Ausstellungen, besuchen ihre Cabarets und fahren natürlich auch Métro.

Und umso schöner, dass nun der Hessische Rundfunk mit seinem begehrten hr2-Kulturlunch Anfang Januar 2017 an ein poetisches Paris erinnerte, das Sehnsüchte an eine quicklebendige Metropole, die man einfach lieben muss, wieder wachsen ließ: „Paris, mon amour!“

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Als Paris-Kenner las der Schauspieler Wolfram Koch die sehr verschiedenartigen literarischen Texte passgenau und Angelika Bierbaum fand die richtigen überleitenden Worte Weiterlesen

„Sprache als Ereignis“: Eine besondere Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut

2016, Dezember 13.

Von Petra Kammann

Bücher können in jeglicher Hinsicht Phantasien freisetzen, wenn man sich nur vom Text treiben und inspirieren lässt und beim Lesen genau hinhorcht und hinschaut. So geschehen bei Design-Studenten der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf, die sich unter der Leitung der Typografie-Spezialistin Professorin Irmgard Sonnen und der Diplom-Designerin Kathrin Tillmans das Buch „Ideen. Das Buch Le Grand“ von Heinrich Heine zwei Semester lang unter die Lupe genommen haben.

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Plakate zur Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut von: Katti Dehdari (links), Kira Wenzel (halblinks) und Wibke Bramesfeld (halbrechts und rechts) Weiterlesen