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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Buch und Literatur

Hinter dem Pergament: Die Welt. Buchdelikatessen aus dem 15. Jahrhundert im Frankfurter Dom-Museum

2018, Mai 26.

Der Frankfurter Kaufmann Peter Ugelheimer und die Kunst der Buchmalerei im Venedig der Renaissance

Nachdem die letzten Bauzäune in der neuen Altstadt gefallen sind, hat sich auch der Blick auf den Kaiserdom und seinen Kreuzgang, in dem das frischrenovierte Dommuseum beheimatet ist, verändert. Hier liegen zur Zeit wahre alte Schätze, die eng mit der Stadt Frankfurt, einer Handelsmetropole und Keimzelle der Buchkunst, verwoben sind.

Von Petra Kammann

Der Eingang links vom Haupteingang zum Kaiserdom, Foto: Petra Kammann

In unmittelbarer Nähe des Doms befand sich im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit die traditionelle Frankfurter Messe. Schon im 14. Jahrhundert war Frankfurt der bedeutendste Messeplatz für das gesamte westliche Europa und galt als Mittelpunkt der damaligen Kulturwelt. Unter allen erdenklichen Gütern der allgemeinen Warenmesse waren hier schon zu dieser Zeit Bücher in Form von Handschriften im Umlauf. Die Nähe zu Mainz, der Stadt Gutenbergs, des ersten Buchdruckers, war damit von umso größerer Bedeutung. Mit Gutenbergs Erfindung des Handgießgeräts um 1452 und der techni­schen Entwicklung des Buchdrucks mittels beweglicher Metalllettern wurden neben dem Handel mit ande­ren Waren nun auch die gedruckten Erzeugnisse für den Handel mit Büchern interessant.

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Lumières D’Afriques – Afrika leuchtet. In Darmstadt

2018, Mai 1.

Ausstellung im Haus von EUMETSAT, der Europäischen Organisation für meteorologische Satelliten, in Darmstadt

Lumières d’Afriques – eine sowohl künstlerische als auch sozial-politisch wichtige Schau mit 54 afrikanischen Künstlern

Text und Fotos Renate Feyerbacher

von links: Nyaba Leon Ouedraogo „Generation C, /Burkina Faso // Helen Nabukenya Uganda, Gastineau Massamba  République du Kongo „673 A“

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Publikumsmagnet für Nachtschwärmer – Die lange Nacht der Museen 2018 in Frankfurt und Offenbach

2018, April 30.

Atemberaubender Kunstgenuss für alle Sinne

Alle Jahre wieder…

Wenn sich am 5. Mai die Nacht über die Stadt senkt, öffnen sich in über 40 Kulturstätten in Frankfurt und Offenbach die Tore zur NACHT DER MUSEEN 2018. Ein paar Tipps fürs nächste Wochenende

50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock im Museum Giersch der Goethe-Universität – Die Schau „Freiraum der Kunst“ erinnert an die legendäre Studiogalerie auf dem Campus Bockenheim

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Goncourt-Preisträger Eric Vuillard liest in der Romanfabrik

2018, April 24.

Für seine Erzählung L’Ordre du jour hat Éric Vuillard im vergangenen Jahr den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt, erhalten. In deutscher Übersetzung erschien sein Werk jetzt bei Matthes & Seitz unter dem Titel Die Tagesordnung. Es ist eine politisch-historisch grundierte Erzählung des 1968 in Lyon geborenen Autors. Zwei historische Momente stehen im Mittelpunkt der Erzählung, zum einen das Geheimtreffen Adolf Hitlers vom 23. Februar 1933 mit den wichtigsten deutschen Industriellen zur Finanzierung des bevorstehenden Wahlkampfs vom März 1933, zum anderen der Anschluss Österreichs im Jahr 1938.

Eric Vuillard mit seiner Übersetzerin Nicolas Denis, Foto: Petra Kammann

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FRANKFURT LIEST EIN BUCH – Anna Seghers, Das siebte Kreuz

2018, April 16.

Ein Buch wird in Szene gesetzt

Schauspieler und Regisseur Martin Wuttke liest Anna Seghers© HR/Ben Knabe 

Bereits zum neunten Mal findet vom 16. bis 29. April 2018 Frankfurt liest ein Buch in der Mainmetropole und Umgebung statt. Weit über 100 Veranstaltungen in Frankfurt, Mainz und der Rhein-Main-Region laden dazu ein, sich mit dem Roman zu beschäftigen: an Originalschauplätzen, in Cafés, Buchhandlungen, bei literarischen Exkursionen und Stadtspaziergängen, Ausstellungen und vielen verschiedenen Aufführungen. Im Mittelpunkt des zweiwöchigen Frankfurter Lesefestivals steht dabei der eindrucksvolle Roman der in Mainz geborenen und ins mexikanische Exil geflohenen widerständigen Autorin Anna Seghers Das siebte Kreuz. Helfen, selbst wenn man das eigene Leben riskiert, auch darum geht es in Anna Seghers‘ berühmtem Roman „Das siebte Kreuz“.

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Gerhard Richters Frühwerk in Wiesbaden

2018, April 5.

Irritationen und Scheinobjektivität – Schönheit als optische Täuschung

Von Petra Kammann

Gerhard Richter, Foto: Petra Kammann

In der Sammlung des Museums Wiesbaden befinden sich derzeit nicht nur sechs frühe Arbeiten Gerhard Richters aus den Jahren 1964 bis 1968. Das Museum Wiesbaden war 1966 auch eine der ersten Ausstellungsorte der Schlüsselfigur der Malerei des 20. Jahrhunderts: Gerhard Richter.

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Die Frankfurter Luminale 2018 – eine kleine Auswahl (2)

2018, März 17.

KUNSTVEREIN EBENE  B1 E.V.

Kunst, die sich mit dem Alltag auseinandersetzt. Eine erste Erkundung

Brain flash – Flash your brain. Und große Oper.

Frankfurt. S-Bahnstation Taunusanlage, zentral gelegen an der Mainzer Landstraße im Bereich des Opernplatzes zwischen den Türmen der Deutschen Bank und der grünen Taunusanlage. Seit den 70er Jahren ein wichtiger Knotenpunkt für Berufspendler, da viele Unternehmen, vor allem aus der Finanzbranche, in unmittelbarer Nähe ihren Sitz haben. Außerdem ist sie ein zentraler Haltepunkt des sogenannten City-Tunnels, einer S-Bahnstrecke, welche den Frankfurter Hauptbahnhof mit dem Frankfurter Südbahnhof sowie mit Frankfurt-Oberrad verbindet. Tausende von Menschen  – rund 30 000 Personen passieren tagtäglich diesen Ort–, vor allem aber in den Stoßzeiten am Morgen und am Abend, so dass dieser Ort schon in den Neunziger Jahren zu einem schwierigen sozialen Brennpunkt wurde.

Von Petra Kammann

„Brain flash- flash your brain“ von Raumlabor (Christian Uitz), Fotos: Petra Kammann

Aufgewertet wurde die Station seit 2015 durch eine edlere Ausstattung sowie durch eine verbesserte Orientierung mit Hilfe gezielter Beleuchtung.

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Masel Tov מזל טוב – Der Anbau des Jüdischen Museums in Frankfurt hat ein Dach über dem Kopf

2018, März 10.

Hedad, hedad. Auf, unsere Bahn ist frei!

Kurz vor seinem 30. Geburtstag bekommt das älteste eigenständige Jüdische Museum in Deutschland eine Rundumerneuerung und der Erweiterungsbau auf dem Grundstück des ehemaligen Rothschild-Palais nimmt Formen an. Dort entsteht ein neuartiges Zentrum für jüdische Kultur, das in seinen zeitgemäßen Räumlichkeiten mit Café und Museumsshop, mit Bibliothek und Archiv, Ausstellungen und Veranstaltungen sowie Bildungsarbeit mit Kindern, Schülern und Jugendlichen verwirklichen kann. Bauherrin, Architekt, Planer und Handwerker sowie die maßgeblichen Projektförderer und -unterstützer feierten am  7. März das Richtfest für den Neubau mit einem traditionellen Festakt.

Von Petra Kammann

Jüdisches Museum Frankfurt: So soll es einmal aussehen. Visualisierung Außenansicht Foto: © Staab Architekten

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„Boom for Real“ – Große Basquiat-Retrospektive in der Schirn

2018, Februar 22.

Basquiat: Downtown Manhattans wilder Maler, Dichter, Musiker, DJ und Performer

Von Petra Kammann

Der einstige Jungstar der New Yorker Kunstszene, Jean-Michel Basquiat, 1960 als Sohn eines haitianischen Vaters und einer puertoricanischen Mutter in Brooklyn geboren, wuchs inmitten der Post-Punk-Szene in Lower Manhattan auf und starb mit 27 Jahren an einer Überdosis Heroin. Die Ausstellung in der Frankfurter Schirn „Basquiat. Boom for Real“ zu seinem dreißigsten Todestag einen umfassenden Einblick in sein Gesamtwerk mit um die 100 Gemälden, Objekten, seltenen Filmen und Fotografien, mit Musik und Archivmaterial aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Voller Verve malte der ruhelose Basquiat auf Postkarten, Kühlschränke, Wände, Leinwände oder Türen seine Bilder: eine wilde Mischung aus comicähnlichen Figuren, Satzfetzen, Chiffren und Piktogrammen. Die Abgründe des hinterlassenen Werks mit geheimnisvollen Chiffren des afroamerikanischen Künstlers spiegeln das raue Leben auf den Straßen New Yorks der 70er und 80er wider – eine Welt voller Lärm, Gewalt, Rassismus, Kapitalismus und ständiger Reizüberflutung. Bis heute wirken seine getaggten, remixten und gesampelten Arbeiten so brisant und frisch wie einst. 

Roland Hagenberg, Basquiat, Painting with cigarette, New York 1983, Pigment Print, 100 x 70 cm Ed.12 + 4 AP, Foto von der Galerie – Peter – Sillem zur Verfügung gestellt

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Einer erster Gang über den Krönungsweg der rekonstruierten Frankfurter Altstadt

2018, Februar 19.

Gelungenes Modell – zum Nachdenken

 

Noch war er in diesen Tagen mit Holzplatten belegt, jener Weg zwischen Römer und Dom, den zwischen 1356 und 1792 deutsche Könige und Kaiser beschritten hatten, um unter steinernem Kirchenhimmel gekrönt zu werden. Jetzt, an einem nasskalten Februartag anno domini 2018, waren schlichte Frankfurter Bürger in genau dieser herrschaftlichen Linie unterwegs, um sich ein erstes laufendes Bild zu machen von jenem Viertel, das im Herbst des Jahres eröffnet werden soll: als neue Altstadt. „Die Stadt lebt“, hieß es nun schon seit der Bauzeit auf Plakaten und Broschüren. Verbunden mit dem Zusatz: „Willkommen in der neuen Mitte Frankfurts“.

Von Uwe Kammann

Haus „Zur Flechte“ am Hühnermarkt 

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