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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildung · Pisa von innen

FRANKFURTER ERKLÄRUNG DER „VIELEN“

2019, Februar 2.

Ein deutliches Signal für Weltoffenheit  –  Politisch sehr korrekt

„Die Vielen“ vor dem Historischen Museum stehen für die kulturelle Vielfalt in der Stadt. Foto: Petra Kammann

Als Gastgeber begrüßt Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, die „Vielen“, 56 Vertreter*innen der Frankfurter Kulturszene, im Sonnemann-Saal des Historischen Museums und bezieht sich dabei auf Leopold Sonnemann, der Radikaldemokrat gewesen sei.

Die Frankfurter Erklärung, in der u.a. auf die demokratischen Traditionen der Stadt eingegangen wird, ist Teil einer deutschlandweiten Kampagne „Die Vielen“. Zeitgleich folgen danach Kulturschaffende und Forscher in 14 anderen Städten dem Beispiel, das Berlin, Hamburg, Dresden und Nordrhein-Westfalen bereits im November gegeben haben. In Frankfurt haben sämtliche großen Frankfurter Museen, Theater, Konzert- und Literaturveranstalter, dazu etliche freie Theatergruppen, kunstwissenschaftliche Einrichtungen, Bildungsstätten und kleinere Initiativen die Erklärung solidarisch unterzeichnet und damit auch ihre Zusammenarbeit für die Zukunft bekundet.

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Stefan Enders „Weit weg von Brüssel“ im Kommunikationsmuseum

2019, Januar 24.

Eine außergewöhnliche Foto-Reise – Hommage an Europas Menschen rund um die EU

Von Hans-Bernd Heier

Der Brexit beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen der Medien. Randgebiete der EU werden kaum noch wahrgenommen. Das war auch bereits 2015 so, als Stefan Enders sich zu einer siebenmonatigen Reise aufmachte, um Gesichter und Geschichten Europas einzufangen.

Denkmal zu Ehren der bulgarischen Luftwaffe, Omurtag, Bulgarien; ©: Stefan Enders

Als Fotograf wollte er etwas über die Menschen an den Rand- und Grenzregionen in der Europäischen Union erzählen und zeigen: Wie leben eigentlich die Menschen weit weg von den Zentren? Herausgekommen sind bei der Foto- und Interview-Reise mehr als 200 anrührende Porträts und Lebensgeschichten von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. Das Museum für Kommunikation Frankfurt zeigt noch bis zum 10. März 2019 in der Forumsausstellung unter dem Titel „Weit weg von Brüssel“ eine Auswahl großformatiger Schwarzweiß-Porträts und Farbaufnahmen aus den Grenzgebieten.

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Neujahrsempfang der Frauen-Service-Clubs im Rhein Main Gebiet – Zusammenkunft von Powerfrauen

2019, Januar 23.

Ein Bericht von Renate Feyerbacher

Unentwegt strömen Frauen in den Ballsaal des Frankfurter Hofs. Es ist der 15. Januar. Vor hundert Jahren, am 19. Januar 1919, durften deutsche Frauen zum ersten Mal wählen.

Neujahrsempfang von links Katrin Lowitz, Birgitta Wolff, Thomas Feda, Dagmar Woodward, Foto: Renate Feyerbacher

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Walther König – Dem ungewöhnlichen Buchhändler und Verleger zum achtzigsten

2019, Januar 16.

Von Simone Hamm

Walther König und Verleger Joachim Unseld 2017 bei der Preisverleihung der Stiftung Buchkunst im Frankfurter Museum Angewandte Kunst, Foto: Petra Kammann

Die Kölner Ehrenstraße, Einkaufsparadies. Kleine Boutiquen, ein Bäcker und ein Käseladen, die zu den besten der Stadt zählen, ein Porzellangeschält, eine Parfümerie. An einer Ecke ein roter Klinkerbau: Seit 1981 Stammsitz der Buchhandlung Walther König, einer Verlagsbuchhandlung für Kunst, Architektur, Design, Mode, Film, Fotografie. Für Kunstbände und Ausstellungskataloge. Und: Postkarten. 4000 Meter Regale voller Bücher.

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Der herausragende Tag: Der 6. Januar

2019, Januar 5.

Die drei Magier und ein besonderer Brauch: Die Galette des rois

Der 6. Januar – 12 Tage nach Weihnachten – ist ein ganz besonderer Tag, Dreikönigstag für die einen, „Epiphanias“ für die anderen, für die Russen ist es zum Beispiel der Neujahrstag und Weihnachtsfest für die Ukrainer, Väterlichen Frost inklusive. In anderen Landstrichen In Deutschland wiederum sind die Sternsinger unterwegs.

Von Petra Kammann

Selbst die Feinbäckereien in Frankreich werben mit dem Fest der Epiphanie

Am 6. Januar feiert die Kirche das Hochfest „Epiphanias“ („Erscheinung des Herrn“ oder auch „Dreikönigsfest“), an dem die Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana sichtbar wird. An diesem Tag wird in vielen Familien der Weihnachtsbaum zum letzten Mal angezündet und anschließend abgeräumt. Außerdem gehen mit dem Dreikönigstag auch die 12 Rauhnächte (zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar) zu Ende…

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Zum Tod von Amos Oz – Ein Schriftstellerleben zwischen Liebe und Finsternis

2018, Dezember 29.

Amos Oz, stark im Leben und in der Literatur

Von Petra Kammann

Der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist Amos Oz ist gestern im Alter von 79 Jahren an Krebs gestorben. Der vielfach ausgezeichnete Autor machte u.a. auch durch seine Kritik an der israelischen Besatzungspolitik Schlagzeilen. Jahrelang galt er als Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels nahm er 1992 in der Frankfurter Paulkskirche in Empfang. Seine „Geschichte von Liebe und Finsternis“ wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 auch als Film adaptiert.

Amos Oz, 2005 beim Goethe-Preis in der Frankfurter Paulskirche; Foto: Petra Kammann

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„GREY IS THE NEW PINK“ im Frankfurter Weltkulturen Museum

2018, November 23.

Berührende Momentaufnahmen des Alterns

„Die ersten hundert Jahre sind die schwersten – danach läuft es von alleine“

Von Hans-Bernd Heier

Heide Schott „Das Leben genießen“; 2017; Kuba; Call for Content

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Remember: 30Jahre Jüdisches Museum Frankfurt und Open House auf der Museumsbaustelle am Rothschild-Palais

2018, November 9.

Zwischen Unterwegssein und Ankommen

Openhouse vom 10. bis 15. November auf der Baustelle des Jüdischen Museums mit Partys, Streetfood, Filmen und Artist talks 

Einladung auf die Baustelle: Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums; Fotos: Petra Kammann

Als das Jüdische Museum Frankfurt vor 30 Jahren am 50. Jahrestag der Novemberpogrome, dem 9. November 1988, durch Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet wurde, war es das erste eigenständige große Jüdische Museum im deutsch-sprachigen Raum. Zeitgleich entstanden vielerorts Initiativen, die sich dem lokalen jüdischen Leben vor der Schoa widmeten und Gedenkstätten in ehemaligen Synagogen oder anderen Erinnerungsorten einrichteten. Mit dem Jüdischen Museum Frankfurt (JMF) und den damit zusammenhängenden Initiativen entwickelte sich eine jüdische Museumswissenschaft, die sich in erster Linie mit dem Verlust von physischen und immateriellen Beständen der vergangenen deutsch-jüdischen Kultur befasste. Es galt, deren Reste zu sammeln und zu bewahren sowie deren Pracht in Ausstellungen zu vermitteln. Seit seiner Eröffnung veranstaltete das Museum jedes Jahr rund um den 9. November eine Lernnacht. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums macht es nun die Nacht zum Tag und präsentiert #30JahreJMF, die Highlights unserer Social-Media- Kampagne 30 Jahre – 30 Geschichten.

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Gedenktafel für Paul Claudel

2018, Oktober 25.

Frankreich und Frankfurt verbindet eine intensive freundschaftliche Beziehung. Seit 1960 pflegt Frankfurt mit Lyon seine älteste Städtepartnerschaft. Und auch heute sind die diplomatischen Beziehungen bestens. Aber wer wusste schon, dass zwischen 1911 und 1913 der französische Dichter und Philosoph Paul Claudel auch schon einmal als Diplomat in Frankfurt tätig war? Und zwar in der Stiftsstr. 7-19 in einem prächtigen Bau.

Die französische Generalkonsulin Pascale Trimbach und OB Peter Feldmann beim Enthüllen der Gedenktafel in der Stiftstraße

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25 Jahre – Kronberg Academy. Ein Interview mit dem Gründer Raimund Trenkler

2018, Oktober 11.

Musik – ein sich ständig erneuerndes Erfrischungsbad

Petra Kammann traf Raimund Trenkler, den Vorstandsvorsitzenden der Kronberg Academy, während der diesjährigen Cellomeisterkurse für FeuilletonFrankfurt zum Gespräch in Kronberg.

Raimund Trenkler, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Kronberg Academy; Alle Fotos: Petra Kammann

Petra Kammann: Gerade (23. bis 30. September 2018) laufen die Cello Meisterkurse & Konzerte. Aus allen Räumen tönt Cellomusik. Cellisten aus allen Teilen der Welt sind eigens nach Kronberg angereist, um auf höchstem Niveau miteinander zu musizieren. Ist das nicht ein wunderbares Erlebnis im 25. Jahr? Oder bedeutet das für Sie gerade vor allem Stress?

Stadthalle Kronberg, der zentrale Veranstaltungsort der Cello Meisterkurse & Konzerte 2018

Raimund Trenkler: Ich fühle mich hier in der Welt-Cello-Familie einfach zu Hause. Da ich selbst Cellist bin, ist das ein schönes Gefühl, die Generationskette wachsen zu sehen und selbst Teil dieser Generationskette zu sein.

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