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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildung · Pisa von innen

Ohne Eltern aus Nazideutschland vertrieben – Denkmal für die Kindertransporte in den Jahren 1938/1939 in Frankfurt geplant

2020, Mai 23.

„Danach kam nichts mehr. Kein Brief, kein Lebenszeichen.“

von Renate Feyerbacher

Es war vor über zwei Jahrzehnten, es könnte die Feier zur Gründung der DZ-Kunstsammlung gewesen sein, da bot ich einem älteren Ehepaar, das nachts um 23 Uhr im Regen nach Basel fahren wollte, mein Gastzimmer an. Es nahm an. Das Paar war wie ich auch Gast in der DZ-Bank, die eine der 1993 gegründeten Kunstsammlungen mit Schwerpunkt fotografisches Bild beherbergt. An dem Abend wurden Fotografien von internationalen Künstlern*innen präsentiert. Die Namen des Paares erfuhr ich erst später, per Telefon oder Brief, das weiß ich nicht mehr, denn das Paar war schon sehr früh nach Basel aufgebrochen. Ich wusste also nicht, wen ich beherbergt hatte.

Collage Buch-Prospekt Vera Isler-Leiner; Foto: Renate Feyerbacher

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Hilfen des Landes Hessen für den Neustart von Kunst und Kultur in Corona-Krise

2020, Mai 11.

Hessens dynamischer Rettungsschirm für die Kultur

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) stellte am 11. Mai in der Staatskanzlei ein in drei Phasen abgestuftes Hilfs-Kulturpaket für den Neustart von Kunst und Kultur in der Corona-Krise vor. Dieses soll den hessischen Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen helfen, die noch geltenden Einschränkungen zu überstehen, den Einnahmeausfall zu verkraften und den Neubeginn zu schultern. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten finanzielle Unterstützung ebenso wie freie Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Spielstätten. Außerdem werden Künstlerinnen und Künstler mit innovativen Ansätzen beim Neustart gefördert. Insgesamt stellt das Land für dieses Förderprogramm bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ein beachtliches Paket, findet Petra Kammann

Hessens Wissenschafts- und Kunst-Ministerin Angela Dorn (Grüne); Fotos: Petra Kammann

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Nach einer 7-wöchigen Museumsaskese kommt Bewegung in die Szene

2020, Mai 4.

Bewegte Zeiten – Bewegte Kleider

Momentan müssen wir auf viele liebgewonnene Gewohnheiten verzichten. Dazu gehörte bis heute auch der Besuch von Ausstellungen, die inzwischen längst aufgebaut, nicht aber eröffnet werden konnten. Es war ein Stück wiedergewonnener Freiheit, als wir nach der Zeit der Museumsschließungen heute nicht nur die Journalistenkolleg/innen wiedertreffen, sondern auch  eine real existierende Ausstellung im Historischen Museum „Bewegte Kleider“ wieder mit eigenen Augen anschauen zu können. Eine detaillierte Besprechung folgt. Ein kleiner Überblick von Petra Kammann

Beitrag aus dem Stadtlabor „Das bewegte Kleid“, Historisches Museum; Foto: Petra Kammann

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Ein Besuch im Schweizerischen Generalkonsulat- Wie betrifft Covid 19 die Arbeit im Konsulat?

2020, April 25.

Für das Schweizerische Generalkonsulat in Frankfurt, zuständig für Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und das Saarland, war und ist die Coronakrise eine besondere Herausforderung. Da es das Ziel der Schweizer Regierung ist, die eigenen Bürger aus der ganzen Welt nach Hause zu holen, kamen etliche Reisende, die auf dem Weg zurück in die Schweiz waren, über den Frankfurter Flughafen. Die Weiterreise sollte dann möglichst von den Reisenden selbst organisiert werden. Dabei war die Unterstützung durch das Konsulat in besonderen Fällen hilfreich. Der Chef des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten Bundesrat Ignazio Cassis hatte betont, dass eine Krise dieses Ausmaßes in Europa nur gemeinsam bewältigt werden könne. So hat die Schweiz in den letzten Wochen zum Beispiel auch Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen oder Schutzmaterial nach Italien geliefert. Wie sich der derzeitige Alltag dadurch am Konsulat verändert hat, das wollte FeuilletonFrankfurt wissen. Petra Kammann traf Generalkonsul Dr. Urs Hammer und die Konsularische Attachée Rose Christine Gloor zum Gespräch.

Generalkonsul Dr. Urs Hammer am Eingang zum Schweizerischen Generalkonsulat im 4. Stock an der Mendelssohnstraße 87 in Frankfurt, Fotos: Petra Kammann

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Der Zauber der Langsamkeit – Was macht Willy Puchner in Coronazeiten? Ein FeuilletonFrankfurt-Interview

2020, April 15.

Aus dem Reservoir der Vergangenheit schöpfen

← Willy Puchner ist Fotograf, Zeichner und Autor. Seit 1978 ist er freischaffend tätig, außerdem macht er etliche Ausstellungen, hält Vorträge und gibt Workshops im In- und Ausland.
Sämtliche Abbildungen: ©Willy Puchner

 

Puchner hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. „Die Sehnsucht der Pinguine“ (1992), „Tagebuch der Natur“ (2001), „Illustriertes Fernweh“ (2006), „Die Welt der Farben“ (2011), „Unterwegs, mein Schatz“ (2015), „Fabelhaftes Meer“ (2017) und „Willys Wunderwelt“ (2019). Seine Beiträge findet man in Zeitungen und Magazinen (u. a. in GEO, mare, Life, Stern, Wiener Zeitung). Seit 2009 erscheinen regelmäßig seine Zeichnungen, Texte und Collagen in der FAZ mit dem Titel „Puchners Farbenlehre“. Wie ergeht es dem Reisenden und Weltenerkunder in Corona-Zeiten?
Für diese und andere Fragen interessierte sich Petra Kammann.

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Streng vertraulich! Uwe Kammann: Der Fragebogen à la Marcel Proust

2020, April 14.

Der Proust’sche Fragebogen (5)

Auch das Team von FeuilletonFrankfurt denkt über sich selbst nach in Zeiten von Corona und stellt sich dem berühmten Fragebogen zur Person, der vor allem durch den französischen Schriftsteller Marcel Proust populär wurde. In den Pariser Salons zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es ein beliebtes Spiel, ein jeu à la mode, die Fragen, die als Herausforderung an Geist und Witz galten, zu beantworten. Proust selbst hat ihn in seinem Leben zweimal, vielleicht sogar dreimal ausgefüllt.

Uwe Kammann

 

Was ist für Sie das größte Unglück? Atemlosigkeit

Wo möchten Sie leben? Im bretonischen Hafenstädtchen Le Bono

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Wenn es denn welche sind: die eigenen

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Ostern 2020: Erfahrungen mit Pessach in Coronazeiten – Ein Podcast

2020, April 13.

Um Fragen wie „Kann Freiheit nur durch die Krise als Befreiung erlebt werden?“ oder „Ist Pessach eine Krisenerzählung oder eher eine Krisenerfahrung?“ geht es in dem Videogespräch zwischen zwei Fachfrauen, der  Rabbinerin des Egalitären Minjan Frankfurt und Professorin für jüdische Studien Elisa Klapheck und Mirjam Wenzel, der Direktorin des Jüdischen Museums  in Frankfurt

Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt, das die jüdische Geschichte und Kultur Frankfurts erforscht und im Gedächtnis bewahrt, arbeitet mit Videocasts, Fotos: Petra Kammann

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Das Osterlamm – Ein besonderer Brauch und ein Symbol des Lebens

2020, April 12.

Anschauungen zu Ostern 2020

von Petra Kammann

Das Schaf gilt seit jeher als Symbol des Lebens. Es bietet uns Speis und Trank (Milch, Käse, Fleisch), Kleidung, (Leder, Fell und Wolle) und Dach (Zelt), es liefert Material für die Herstellung von Trommeln, Hornblas- und Saiteninstrumenten, und wegen der guten Beziehungen zur Gottheit hat es sich in jüdisch-christlicher Tradition als Opfertier bewährt. So aß man traditionellerweise zum Pessach-Fest im Familienkreis ein Lamm in Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Diese Tradition wurde von den Christen später übernommen. Da markiert das Lamm das Ende der Fastenzeit und das Wiederaufstehen des Lebens. Aber auch in der Geschichte der Malerei spielt das österliche Lamm keine unbeträchtliche Rolle, ganz besonders aber in dem berühmten Genter Altar der flämischen Meisters Jan van Eyck, der „das Lamm Gottes“ als Mittelpunkt seiner Bildkomposition geschaffen hat. Jahrelang wurde der berühmte Flügelaltar restauriert.

Detail aus: “Die Anbetung des mystischen Lammes” nach der Restaurierung, Genter Altar in der Kathedrale (c) Art in Flanders vzw, foto KIKIRPA, www.lukasweb.be

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Streng vertraulich! Hans-Bernd Heier. Der Fragebogen à la Marcel Proust

2020, April 10.

Der Proust’sche Fragebogen (4)

Auch das Team von FeuilletonFrankfurt denkt über sich selbst nach in Zeiten von Corona und stellt sich dem berühmten Fragebogen zur Person, der vor allem durch den französischen Schriftsteller Marcel Proust populär wurde. In den Pariser Salons zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es ein beliebtes Spiel, ein jeu à la mode, die Fragen, die als Herausforderung an Geist und Witz galten, zu beantworten. Proust selbst hat ihn in seinem Leben zweimal, vielleicht sogar dreimal ausgefüllt.

Hans-Bernd-Heier

 

Was ist für Sie das größte Unglück? Der Verlust eines Familienmitglieds oder Freundes

Wo möchten Sie leben? Weiter in einer friedlichen umweltweltfreundlichen Umgebung –wie in Wiesbaden-Breckenheim

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Streng vertraulich! Erhard Metz. Was hätte Marcel Proust wohl dazu gesagt?

2020, April 8.

Der Proust’sche Fragebogen (2)

Auch das Team von FeuilletonFrankfurt denkt über sich selbst nach in Zeiten von Corona und stellt sich dem berühmten Fragebogen zur Person, der vor allem durch den französischen Schriftsteller Marcel Proust populär wurde. In den Pariser Salons zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es ein beliebtes Spiel, ein jeu à la mode, die Fragen, die als Herausforderung an Geist und Witz galten, zu beantworten. Proust selbst hat ihn in seinem Leben zweimal, vielleicht sogar dreimal ausgefüllt.

Erhard Metz

 

Was ist für Sie das größte Unglück? Hoffentlich nicht Corona

Wo möchten Sie leben? In Vertrauen und Frieden

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