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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Zeichnung · Druckgrafik

Jutta Heun: „Riesinnen leben länger“ – Zeichnungen in der Gießener Galerie Unterer Hardthof

2017, April 14.

Von DeDe Handon
(Ansprache zur Ausstellungseröffnung am 9. April 2017)

Jutta Heun lebt als freischaffende Künstlerin in Frankfurt am Main und in Malaga. Der Farbstift ist ihr bevorzugtes Zeichenmittel, mit dem sie sich auf die Suche macht, nach Riesinnen, die länger leben – hier sechs an der Zahl.

Jutta Heun (li.) und DeDe Handon, Ausstellungseröffnung, Foto: Erhard Metz

– Riesin I – und – Riesin II -, 2015, Farbstift und Bleistift auf Papier, 220 x 150 cm und 230 x 150 cm; Fotos: Christof Heun

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„Füsslis Nachtmahr. Traum und Wahnsinn“ im Frankfurter Goethe-Museum

2017, April 3.

Sublime Lust am Schrecken

Von Hans-Bernd Heier

„Der Nachtmahr“ ist Johann Heinrich Füsslis berühmtestes Gemälde. Von dieser Ikone der Schauerromantik hat der Schweizer Maler drei Fassungen gefertigt. Als die erste Fassung von 1781 in seiner Wahlheimat England in der Royal Academy London gezeigt wurde, löste das Bild, in dem Grauen und unverhüllte Erotik aufeinandertreffen, zunächst einen handfesten Skandal aus. Aber die Ausstellung brachte dem „wild Swiss“ auch einen Sensationserfolg ein.

Johann Heinrich Füssli: „Der Nachtmahr“, Öl auf Leinwand, 1790/91; Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum; Foto: David Hall Weiterlesen

„Seltene Treffer“: Neun Positionen aktueller Druckgrafik in der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main

2017, März 12.

Von Erhard Metz

Die (Original-)Druckgrafik hat es im digitalen Zeitalter nicht eben leicht, wird sie doch hier und da als altertümliche Technik ähnlich dem mühsamen Bleisatz vergangener Epochen angesehen. Früher dort eingesetzt, wo nach Erfindung des Gutenbergschen Buchdrucks auf kostengünstige Weise höhere Auflagen einer Ansicht herzustellen waren – überwiegend im Holz-, Kupfer- und später Stahlstich -, haben längst andere Vervielfältigungstechniken diese Aufgabe übernommen. Dem heutigen Kunstmarkt erscheint die (auch Original-)Lithografie vielfach nicht lukrativ genug, gibt es meist doch mehrere Exemplare einer Arbeit. Und die heute oft in grösseren Stückzahlen hergestellten sogenannten „Lithografien“ von Werken gerade namhafter Künstler (Grano-, Chromo-, Foto-Lithographien) haben den Ruf solcher vermeintlicher Kunstschätze ruiniert – angebliche „Limitierungen“ oder „Nummerierungen“ hin, fragwürdige „Autorisierungen“ her.

Druckgrafik wird an den heutigen Kunsthochschulen und Akademien kaum mehr gelehrt, oft verfügen diese Institute nicht einmal über die notwendige Ausstattung mit funktionablen Pressen. Professionelle, adäquate Ergebnisse liefernde Druckpressen kosten ansehnliche vier- und fünfstellige Beträge, die sich Künstler nicht oder allenfalls in Gruppen gemeinschaftlich leisten können, und die Zahl künstlerischer Druckbetriebe ist gering geworden. Hinzu kommt, dass die Preise für Qualitätspapiere stark gestiegen sind, und so manche nicht gelungene Druckergebnisse beenden ihr Dasein nach genauerer Betrachtung in der Papiertonne. Umso erfreulicher ist es, wenn sich all dieser Umstände – zum Trotz wie zur Herausforderung – erstzunehmende zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler der überkommenen druckgrafischen Techniken wiederbesinnen, sich mit ihnen neue künstlerische Perspektiven und Wege erschliessen und in kleinsten Auflagen, nicht selten sogar als (garantierte) Unikate, ganz ausserordentliche Werke schaffen.

Jan Schmidt, Ohne Titel I, 2009, Kaltnadelradierung, 58 x 42 cm, Plattengrösse 20 x 15 cm; Foto: Frank Pichler Weiterlesen

„Sprache als Ereignis“: Eine besondere Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut

2016, Dezember 13.

Von Petra Kammann

Bücher können in jeglicher Hinsicht Phantasien freisetzen, wenn man sich nur vom Text treiben und inspirieren lässt und beim Lesen genau hinhorcht und hinschaut. So geschehen bei Design-Studenten der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf, die sich unter der Leitung der Typografie-Spezialistin Professorin Irmgard Sonnen und der Diplom-Designerin Kathrin Tillmans das Buch „Ideen. Das Buch Le Grand“ von Heinrich Heine zwei Semester lang unter die Lupe genommen haben.

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Plakate zur Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut von: Katti Dehdari (links), Kira Wenzel (halblinks) und Wibke Bramesfeld (halbrechts und rechts) Weiterlesen

„OPEN STUDIOS“ im ATELIERFRANKFURT

2016, November 17.

200 Künstler öffnen ihre Ateliertüren und bieten ein vielseitiges Programm
Freitag, 18. November 2016: 17-22 Uhr, anschliessend Party
Samstag, 19. November 2016: 16-20 Uhr
Sonntag, 20. November 2016: 14-18 Uhr

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Erstmals öffnet Hessens grösstes Kunstzentrum ATELIERFRANKFURT (AF) seine Türen. Drei Tage lang sind die Besucher während der „OPEN STUDIOS“ eingeladen, hinter 130 Ateliertüren zu schauen und die Arbeitswelt von etwa 200 Künstlern und Kreativen zu erleben. Ein vielseitiges Programm rundet das Wochenende der offenen Ateliers ab. Die neu entstehende KANTINE – das vereinseigene Lokal – lädt zum Verweilen und Speisen ein.

Zum ersten Mal seit der Eröffnung des neuen AF-Domizils 2014 können Besucher die gesamten 11.000 Quadratmeter Kreativfläche des Atelierhauses entdecken. Etwa 200 Künstler haben sich das campusartige, 1912 erbaute einstige Lagerhaus im Frankfurter Osten mittlerweile zu eigen gemacht. Künftig sollen die Türen im AF jährlich für die Besucher geöffnet werden, die das Haus im Rahmen von Führungen oder auch auf eigene Faust erkunden und erleben können.

Zu entdecken gibt es viel, denn die Künstler und Kreativen haben ein umfassendes Begleitprogramm entwickelt. Sie geben Einblick in ihr Schaffen, diskutieren im Rahmen von Künstlergesprächen über ihre Arbeit, zeigen Video-Kunst und Performances. Weiterlesen