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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Malerei

LIU XIAODONG im NRW-Forum und in der Kunsthalle Düsseldorf

2018, Juni 20.

 

„Langsame Heimkehr“: Malen für Menschlichkeit

Als Liu Xiaodong zum ersten Mal aus seiner Heimat China ins Ausland reisen durfte, erlitt er gleich zwei Kulturschocks auf einmal. Zum einen musste er mit der unfassbaren Stadt New York fertig werden. Zum zweiten – man schrieb das Jahr 1993 – wollte dort niemand mehr etwas von Malerei wissen. Concept Art und Minimal Art bewegten die Kunst-Gemüter. Doch Herr Liu blieb beim Malen, denn das war und ist die Ausdrucksform, mit der er sein Gefühl für Menschlichkeit am besten darstellen kann. Zum Glück für Düsseldorf, wo in diesen Monaten zwei Hotspots der Kunstszene seine meist großformatigen und tief beeindruckenden Ölgemälde ausstellen. Daneben sind Bildskizzen, Fotografien übermalte Fotografien und Tagebuchnotizen des chinesischen Ausnahmekünstlers zu sehen.

Liu Xiaodong, Out of Beichuan, 2010©Liu Xiaodong

Von Angelika Campbell

Liu Xiaodong ist in Asien längst ein Superstar und gehört zu der legendären Künstlergeneration, die friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens demonstrierte, mit dem System aneckte und Jahre später weltweit Furore machte. „Langsame Heimkehr“, eine gemeinsame Ausstellung von Kunsthalle Düsseldorf und NRW-Forum Düsseldorf, widmet ihm nun seit dem 9. Juni bis zum 19. August 2018 die weltweit erste umfassende Retrospektive.

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Hinter dem Pergament: Die Welt. Buchdelikatessen aus dem 15. Jahrhundert im Frankfurter Dom-Museum

2018, Mai 26.

Der Frankfurter Kaufmann Peter Ugelheimer und die Kunst der Buchmalerei im Venedig der Renaissance

Nachdem die letzten Bauzäune in der neuen Altstadt gefallen sind, hat sich auch der Blick auf den Kaiserdom und seinen Kreuzgang, in dem das frischrenovierte Dommuseum beheimatet ist, verändert. Hier liegen zur Zeit wahre alte Schätze, die eng mit der Stadt Frankfurt, einer Handelsmetropole und Keimzelle der Buchkunst, verwoben sind.

Von Petra Kammann

Der Eingang links vom Haupteingang zum Kaiserdom, Foto: Petra Kammann

In unmittelbarer Nähe des Doms befand sich im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit die traditionelle Frankfurter Messe. Schon im 14. Jahrhundert war Frankfurt der bedeutendste Messeplatz für das gesamte westliche Europa und galt als Mittelpunkt der damaligen Kulturwelt. Unter allen erdenklichen Gütern der allgemeinen Warenmesse waren hier schon zu dieser Zeit Bücher in Form von Handschriften im Umlauf. Die Nähe zu Mainz, der Stadt Gutenbergs, des ersten Buchdruckers, war damit von umso größerer Bedeutung. Mit Gutenbergs Erfindung des Handgießgeräts um 1452 und der techni­schen Entwicklung des Buchdrucks mittels beweglicher Metalllettern wurden neben dem Handel mit ande­ren Waren nun auch die gedruckten Erzeugnisse für den Handel mit Büchern interessant.

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Julius Bissier und Ostasien in Freiburg

2018, Mai 22.

Der Echoraum der Imagination – Spannung zwischen Raum und Leere 

Tuschemalerei, Farbholzschnitte, Teekeramik, Holzdrucke, Lackarbeiten, Elfenbeinarbeiten, Arbeitsutensilien und Schriften des Zen-Buddhismus und des Daoismus: Die Kunst und Kultur Ostasiens haben den in Freiburg geborenen und in Ascona gestorbenen Künstlers Julius Bissier (1893–1965) nachhaltig inspiriert. Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst im Freiburger Augustinermuseum „Julius Bissier und Ostasien. Im Raum meiner Imagination“ zeigt die asiatischen Einflüsse auf sein Werk mit um die 100 Exponaten und stellt ihm kostbare Originale aus Ostasien an die Seite.
Von Petra Kammann

Die Freiburger Ausstellung greift auch architektonisch Aspekte japanischer Ästhetik auf

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Lumières D’Afriques – Afrika leuchtet. In Darmstadt

2018, Mai 1.

Ausstellung im Haus von EUMETSAT, der Europäischen Organisation für meteorologische Satelliten, in Darmstadt

Lumières d’Afriques – eine sowohl künstlerische als auch sozial-politisch wichtige Schau mit 54 afrikanischen Künstlern

Text und Fotos Renate Feyerbacher

von links: Nyaba Leon Ouedraogo „Generation C, /Burkina Faso // Helen Nabukenya Uganda, Gastineau Massamba  République du Kongo „673 A“

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Publikumsmagnet für Nachtschwärmer – Die lange Nacht der Museen 2018 in Frankfurt und Offenbach

2018, April 30.

Atemberaubender Kunstgenuss für alle Sinne

Alle Jahre wieder…

Wenn sich am 5. Mai die Nacht über die Stadt senkt, öffnen sich in über 40 Kulturstätten in Frankfurt und Offenbach die Tore zur NACHT DER MUSEEN 2018. Ein paar Tipps fürs nächste Wochenende

50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock im Museum Giersch der Goethe-Universität – Die Schau „Freiraum der Kunst“ erinnert an die legendäre Studiogalerie auf dem Campus Bockenheim

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Samstag am Main – Klänge sehen – Farben riechen

2018, April 26.

Mit allen fünf Sinnen in sechs Frankfurter Museen

Hören, riechen, sehen, schmecken, tasten – am kommenden Samstag, 28. April, erkunden Familien sechs Frankfurter Häuser mit allen Sinnen: Duftende Cremes, geräuschvolle Murmeln und vieles mehr warten auf Neugierige…

Nacht der Museen, Enten auf dem Main, © Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main

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Gelebte Bilderleidenschaft – Frank Brabant: Geld schwindet, Kunst bleibt

2018, April 20.

Hauptwerke der Sammlung Brabant im Museum Wiesbaden

Von Hans-Bernd Heier

Alexej von Jawlensky  „Helene im spanischen Kostüm“, um 1901, Öl auf Leinwand, 190,5 x 96,5 cm; Museum Wiesbaden, Schenkung Frank Brabant 2014

Mit über 600 Werken zählt die Sammlung Brabant zu den großen privaten Kunstsammlungen der Klassischen Moderne in Deutschland. Im letzten Jahr verfügte der leidenschaftliche Sammler, dass seine hochkarätige Kollektion nach seinem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Dazu überlässt er jeweils die Hälfte des Konvoluts dem Museum Wiesbaden und dem Staatlichen Museum Schwerin in einer Stiftung.

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Max Weinberg †

2018, April 19.

Von Erhard Metz

Zweieinhalb Stunden können im Leben viel bedeuten – wie viel, konnte ich am Mittwoch Nachmittag für mich selbst erfahren, im Frankfurter Hospital zum Heiligen Geist. Max (Moshe) Weinberg wollte ich besuchen, am Wochende wurde mir geschrieben, er freue sich sehr über Besuch an seinem „temporären“ Ort. Temporär, in der Tat: Als ich ins Krankenzimmer eintrat, wurde mir die wahre Bedeutung dieses Wortes bewußt. Max Weinberg war vor zweieinhalb Stunden entschlafen.

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Schöne Grüße – Künstlerpostkarten

2018, April 8.

Ein ungewöhnliches Kunstwerk in kleinem Format

Wie sehr die von bedeutenden Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts gestalteten Postkarten als Medium in der Kunst des gesamten 20. Jahrhunderts eine eigene Rolle spielte, zeigt eine kleine und feine Galerie-Ausstellung. Von den jugendstilhaften Designs der Jahrhundertwende über den Ausdruck der individuellen Künstlerpersönlichkeit der Klassischen Moderne bis hin zu den konzeptuellen Ansätzen der Nachkriegszeit bildet sich in der Künstlerpostkarte die Entwicklung der Kunstgeschichte der Moderne ab.

Liegender weiblicher Akt mit Hund 1. 1911,  Tusche und Farbkreide auf Blanko-Postkarte © Fotograf, Achim Kukulies, Düsseldorf

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Gerhard Richters Frühwerk in Wiesbaden

2018, April 5.

Irritationen und Scheinobjektivität – Schönheit als optische Täuschung

Von Petra Kammann

Gerhard Richter, Foto: Petra Kammann

In der Sammlung des Museums Wiesbaden befinden sich derzeit nicht nur sechs frühe Arbeiten Gerhard Richters aus den Jahren 1964 bis 1968. Das Museum Wiesbaden war 1966 auch eine der ersten Ausstellungsorte der Schlüsselfigur der Malerei des 20. Jahrhunderts: Gerhard Richter.

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