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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Malerei

Städelschule: Rundgang 2018

2018, Februar 8.

Jahresausstellung der Studierenden der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule –

Von Erhard Metz

Das diesjährige Rundgangsplakat; Design © Mahya Ketabchi, 2018, Bildnachweis: Städelschule

Einmal im Jahr öffnet die 1817 gegründete Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – ihre Ausbildungsräume und Ateliers für die Öffentlichkeit zu den sogenannten Rundgängen, am kommenden Samstag, 10. Februar, und Sonntag, 11. Februar 2018, jeweils von 10 Uhr bis 20 Uhr. Bereits am morgigen Freitag kann das interessierte Publikum noch vor der abendlichen Eröffnungsveranstaltung einen entsprechenden „Schnuppergang“ unternehmen. Die Studierenden der international renommierten Professorinnen und Professoren Monika Baer, Johan Bettum, Peter Fischli, Douglas Gordon, Judith Hopf, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Amy Sillman und Haegue Yang gewähren einen Einblick in ihre Klassenateliers und Praxisräume in den beiden Hauptgebäuden Dürerstraße 10 und Daimlerstraße 32 und präsentieren dazu natürlich ihre aktuellen Arbeiten. Der Studiengang Curatorial Studies hat ein Programm von Vorträgen und Gesprächen in der Aula zusammengestellt. Die Film- und Videoarbeiten werden im Deutschen Filmmuseum gezeigt, der Master-Studiengang Architektur präsentiert aktuelle Projekte in den Klassenräumen im Gebäude Dürerstraße 24.

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Vivace – Inge Kerstings Arbeiten im Nebbienschen Gartenhaus

2018, Februar 4.

Lob des Lebens und Reminiszenzen auf die „Serenissima“

Von Hanneke Heinemann

Traces III, Aquarell

Blass-grün-blaue Bilder, organische Formen mit Symbolen und Schriftzügen, Kügelchen, die sich zu Ketten und lebhaften Grüppchen formen, Öffnungen, die einen wie Augen anschauen und immer wieder Grün und Orange als vitale Farben – die Bilder der Ausstellung sind gar nicht so winterlich, wie man es vielleicht hätte erwarten können.

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„Wir brauchen eine zweite Aufklärung.“ – Ein Gespräch mit der Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig

2018, Januar 29.

Für das FeuilletonFrankfurt traf Petra Kammann die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Dr. Ina Hartwig zu einem Gespräch.

Petra Kammann: Sie waren in kurzer Zeit mit dem Fortgang starker Kulturpersönlichkeiten konfrontiert: Der erfolgreiche Städeldirektor Hollein ging nach Kalifornien, die renommierte Susanne Gaensheimer vom MMK verließ Frankfurt in Richtung Düsseldorf, Claudia Dillmann vom Deutschen Filmmuseum trat früher als erwartet in den Ruhestand, und Prof. Dr. Niekisch schied nach fast zehn Jahren an der Zoospitze aus seinem Amt aus – lauter Abgänge von Schwergewichten.

Ina Hartwig: Holleins Weggang fiel noch in die Amtszeit meines Vorgängers. Aber Sie haben recht, er war ein sehr starker Städel-Direktor. Über die Berufung seines Nachfolgers, des von mir sehr geschätzten Philipp Demandt, habe nicht ich befunden, sondern die Städel-Administration, denn das Städelsche Kunstinstitut ist nicht städtisch. Generell gesagt, ist es mir glücklicherweise gelungen, exzellente Neubesetzungen durchzuführen und Persönlichkeiten mit großer Expertise, Kraft und Ausstrahlung, die zudem weltweit vernetzt sind, nach Frankfurt zu holen. Ich habe mit Susanne Pfeffer für das MMK, Dr. Wolfgang David für das Archäologische Museum, Ellen M. Harrington aus Los Angeles für das Deutsche Filmmuseum und den Spanier Dr. Miguel Casares als neuen Leiter für den Zoo Frankfurt großartige Direktorinnen und Direktoren gewonnen. Damit haben wir einen Generationenwechsel eingeleitet, und ich bin nun sehr gespannt auf neue Ideen und Impulse.

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Galerie Perpétuel zeigt: „Städelschule: 200 Jahre – 200 Künstler“ (Folge 4)

2018, Januar 27.

Von Erhard Metz

Mit dieser Folge und damit der Abbildung von insgesamt über 20 Werken beenden wir unsere Schau auf die einzigartige, in ganz hohem Maße sehenswerte Ausstellung in der Frankfurter Galerie Perpétuel. Deren Inhaber Milorad Prentovic konnte die Galerie aus persönlichen Gründen bislang leider nicht in dem gewünschten Umfang öffnen, weshalb die Ausstellung um zwei Wochen verlängert werden soll. Gleichwohl bleibt es bei dem festgelegten Termin einer, nun sozusagen vorgezogenen, Finissage am kommenden Donnerstag, 1. Februar 2018, zu der eine größere Zahl der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler erwartet wird – allesamt ehemalige Studierende bzw. Lehrende der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – eben jener weltbekannten Städelschule.

Wie bereits an früherer Stelle erläutert werden die Werke hier, wie in der Ausstellung selbst, ohne Titel und Angaben zum Format und der Arbeitstechnik gezeigt. Ein großer Teil der Exponate ist käuflich erwerbbar, ferner umfaßt die Schau eine Reihe von Leihgaben, die insoweit nicht für einen Kauf zur Verfügung stehen.

Ein traum- wie zauberhaftes Interieur sehen wir von Piotr Jendrassek. Das Sehnsuchts- und Geheimnisvolle, das sich mit Fenster- und Türenbildern verbindet, setzt der Maler – mit dem luftig-leichten wie dennoch den Blick in die Außenwelt verwehrenden Vorhang und den zarten, wiederum in die Ferne weisenden Blautönen – in einer besonders sinnlichen Weise um.

Piotr Jendrassek Weiterlesen

Eva Schwab und Mathias Deutsch: „Moonshiner“ im Kunstverein Familie Montez

2018, Januar 21.

Von Erhard Metz

„Das Gleiche unterschiedlich wahrgenommen, und im eigenen Schnapsbrand-Keller zu Moonshine inklusive Angel´s share gebrannt, so empfinde ich unsere Ausstellung“ – sagt Eva Schwab.

In der Tat ist diese Gemeinschaftsausstellung, um im Bild zu bleiben, hochprozentig. Eva Schwab und Mathias Deutsch – mit den Geburtsjahrgängen 1966 und 1967 in etwa gleichaltrig, sie in Frankfurt am Main, er in Rendsburg geboren, sie Meisterschülerin bei Professor Markus Lüpertz in Düsseldorf, er Städelschulabsolvent bei den Professoren Per Kirkeby und Franz West, beide stehen regelmäßig mit einem „Ausstellungsbein“ in Frankfurt, leben und arbeiten aber in Berlin, bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Malerei in deren Sinnlichkeit wie im Diskurs ihrer Werke verbunden – sie geben sich bei Familie Montez ein künstlerisches Stelldichein, dem es an Herausforderungen an den Betrachter nicht mangelt. Ach ja, bevor wir’s vergessen, für die womöglich Unwissenden in unserer geschätzten Leserschaft: unter „Moonshine“ versteht man schwarz, also illegal gebrannten Schnaps, und bei „Angel’s share“ handelt es sich um den bei der Whiskybrennerei während der Faßlagerung verdunstenden Anteil des edlen Stoffes.

Eva Schwab, The Hungerveil, 2017, Mischtechnik auf Nessel, 280 x 480 cm (Bildausschnitt unten)

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Galerie Perpétuel zeigt: „Städelschule: 200 Jahre – 200 Künstler“ (Folge 3)

2018, Januar 11.

Von Erhard Metz

Zum Jubiläum „200 Jahre Städelschule“ eine Ausstellung „200 Künstler“ auf die Beine zu stellen – wobei es sich bei den Künstlerinnen und Künstlern selbstredend um ehemalige Städelschul-Studierende handelt – ist wahrlich ein gar nicht so kleiner, gar nicht zu unterschätzender Kraftakt. Perpétuel-Galerist Milorad Prentovic meistert diese selbstgestellte Aufgabe – auch wenn familiäre Gründe ihn derzeit immer noch in Belgrad festhalten. Wir berichten weiter – in der Zuversicht, bei unseren geschätzten Leserinnen und Lesern die Neugier auf diese wunderbare Werkschau weiter anzufachen und zu steigern.

Wie sollen wir fortfahren? Am besten mit zwei „Porträts“, das erste gemalt von Corinna Mayer, das nachfolgende von Justine Otto, natürlich beide Städelschülerinnen:

Corinna Mayer

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Galerie Perpétuel zeigt: „Städelschule: 200 Jahre – 200 Künstler“ (Folge 2)

2018, Januar 8.

Von Erhard Metz

200 Werke ehemaliger Studierender der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – der Städelschule – sollen es zur Finissage der Jubiläumsausstellung am 1. Februar 2018 sein, die die Frankfurter Galerie Perpétuel zeigt und mit der sie an den 200. Geburtstag der Akademie im gerade vergangenen Jahr erinnert. Unterbringen läßt sich eine derartige Anzahl von Arbeiten in der kleinen, aber feinen Galerie natürlich nur bei gedrängter „Petersburger Hängung“. Alle diese Künstlerinnen und Künstler haben ihren Weg einer freien künstlerischen Existenz beschritten und in aller Regel eine Vielzahl an Preisen und Stipendien gewonnen und Einzel- wie Gruppenausstellungen bestritten; manche von ihnen – wie zum Beispiel Thomas Bayrle, Raimer Jochims, Christa Näher, Hermann Nitsch oder Tobias Rehberger, um nur einige zu nennen – haben es zu Professoren an der eigenen wie auch an anderen Kunsthochschulen gebracht.

Stephan Melzl

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Frankfurt 2017 – Eine Rückblende

2017, Dezember 30.

Ein Jahresreigen und Frankfurts beständiger Auf- und Umbau

Ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2017 zeigt, wie vielfältig die kulturelle Szene in Frankfurt / RheinMain einst war und wie sehr sie heute immer noch in Bewegung ist. Typisch für die freie Bürgerstadt, in der die deutschen Kaiser gewählt wurden und viel später dann die erste deutsche Demokratie in der Paulskirche grundgelegt wurde. Die traditionelle Messe- und Geldstadt, die sich als Drehscheibe für Königsbesuche und den Fernhandel empfahl, zeichnete sich daher immer schon durch ihre Internationalität aus und das schon ganz ohne Flughafen.

Text und Fotos: Petra Kammann

                     

Fenster auf die Geschichte im frisch eröffneten Historischen Museum und diskret-pfiffiger Hinweis auf die Magritte-Ausstellung 2017 in der Schirn

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Galerie Perpétuel zeigt: „Städelschule: 200 Jahre – 200 Künstler“ (Folge 1)

2017, Dezember 21.

Von Erhard Metz

Es ist ein besonderes Jubiläumsjahr in der Frankfurter Kunstlandschaft, das mit dem Wechsel von 2017 auf 2018 zu Ende geht: die Frankfurter Hochschule für Bildende Künste – die Städelschule – feiert ihre Gründung im Testament des Johann Friedrich Städel vor 200 Jahren. FeuilletonFrankfurt – in 2017 ist das Magazin immerhin 10 Jahre alt geworden – feiert mit: in der siebenteiligen Reihe „200 Jahre Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main“, insbesondere mit dem dokumentarischen Rückblick „10 Jahre Eindrücke und Streiflichter zu Rundgängen und Absolventenausstellungen der Städelschule“.

Rechtzeitig zu diesem Ereignis entwickelte Milorad Prentovic, Inhaber der im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen angesiedelten, vor 15 Jahren (genauer am 7. September 2002) von ihm eröffneten Galerie Perpétuel, zusammen mit dem Künstler Ekrem Yalcindag im Sommer 2017 die Idee, dem Jubiläum „200 Jahre“ eine Ausstellung zum Thema „200 Künstlerinnen und Künstler der Städelschule“ zu widmen.

Die kleine, feine Galerie Perpétuel in der Oppenheimer Straße

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Nussknacker und Mausekönig – im Heinrich-Heine-Institut

2017, Dezember 19.

Originale, Skizzen und Vorarbeiten zu E. T. A. Hoffmanns Märchen, historische Bücher aus 200 Jahren und einige Objekte aus der Hoffmann-Zeit

200 Jahre nach Erscheinen des Kunstmärchens „Nussknacker und Mausekönig“ von E.T.A. Hoffmann zeigt das Heinrich-Heine-Institut eine Ausstellung mit den Arbeiten von Sabine Friedrichson, die Hoffmanns Märchen „Nussknacker und Mausekönig“ neu illustriert hat. Friedrichson, besonders bekannt durch ihre Illustrationen von Andersens Märchen, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. für ihr Gesamtwerk mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. Zudem wurde sie in die Ehrenliste des Hans-Christian-Andersen-Preises aufgenommen. Die Journalistin, Übersetzerin, Kinder- und Kochbuchautorin Sybil Gräfin Schönfeldt hat die Geschichte für heutige junge Leser verständlicher gemacht. Und die Kuratorin Inge Sauer, selbst Künstlerin und Kinderbuchspezialistin, arbeitete für die anschauliche Ausstellung mit der großartigen Illustratorin Sabine Friedrichson eng zusammen.

Ein Beitrag von Petra Kammann

↑↓ Hereinspaziert in die imaginäre Welt von E.T.A. Hoffmann. Einige Ausgaben kann man in der Leseecke anschauen

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