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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Installation · Performance · Objektkunst

Quinceañera – 15 Jahre Eulengasse und was sie zusammenbringt

2018, November 4.

Die Eulengasse, der kleine feine Kunstverein in Bornheim, die Plattform für Künstler und Interessierte, mit den unterschiedlichsten Sichtweisen auf zeitgenössische Kunst und Kultur, feierte sein 15-jähriges Jubiläum mit einer adäquaten Ausstellung. Es lebe die Offenheit!

FeuilletonFrankfurt gratuliert ganz herzlich.

Harald Etzemüller und Vládimir Combre de Sena neben der Plastik von Brigitte Kottwitz in der Jubiläumsausstellung, Fotos: Petra Kammann

Es ist eine Theaterbühne geworden mit mäandernden Wegen und unterschiedlichen experimentellen „Selbstporträts“ der „Eulengassen-Persönlichkeiten“ verschiedener Generationen. Der „Hummelhaufen der Künstler“ war zur „Quinceañera“, zum „Fünfzehnjährigen“, angeschrieben worden, um einen Beitrag für die diesjährige Jubiläumsausstellung im Ausstellungsraum in der Seckbacher Landstr. 16 zu leisten. Von 48 Künstlern haben 39 (s.u.) etwas beigesteuert: Bilder, Zeichnungen, Fotografien, Objekte, Collagen, Plastiken, ein Video. Thema, Medium und Material standen dabei jedem frei. Aufgrund der räumlichen Verhältnisse im ehemaligen Bornheimer Ladenlokal war ein Kubikmeter Raum für jeden der Künstler reserviert worden.

Von Petra Kammann

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Museum für Moderne Kunst MMK: Cady Noland im Haupthaus Domstraße

2018, Oktober 31.

Von Erhard Metz

Die Erwartungen stiegen von Monat zu Monat und waren am Ende hoch: Welchen Fußabdruck wird der erste Auftritt der neuen MMK-Direktorin Susanne Pfeffer in der reich bestückten Frankfurter Kunstmuseumslandschaft hinterlassen? Die Neue, die ihr Amt bereits zu Jahresbeginn antrat, nahm sich bis zu diesem Oktoberende Zeit für ihre Premiere. Das Warten hat sich gelohnt: Der zeitgleiche Auftritt in allen drei Häusern MUSEUMMMK, ZOLLAMTMMK und TOWERMMK (wie sie fortan firmieren) dieses europa- wie auch weltweit große Beachtung findenden Museums für zeitgenössische Kunst gelang furios. Er mischt das Angebot an derzeitigen Sonderschauen der großen, bildende Kunst ausstellenden Museen in der Stadt – Lotte Laserstein und Victor Vasarely im Städel, „Medeas Liebe …“ im Liebieghaus sowie Wilhelm Kuhnert/“König der Tiere“ und „Wildnis“ in der Schirn Kunsthalle – mit einer überraschenden, breitgefächerten und überaus spektakulären Präsentation an kontemporärer Kunst auf.

MMK-Direktorin Susanne Pfeffer in der Eröffnungs-Pressekonferenz

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Susanne Pfeffer eröffnet neue Dreigestalt des Museums für Moderne Kunst Frankfurt

2018, Oktober 24.

MUSEUMMMK ZOLLAMTMMK TOWERMMK
Susanne Pfeffer erfindet das Frankfurter Tripel-Museum neu

Von Erhard Metz

Nicht nur das neue – und durchaus mutige – Design wird manches in der Frankfurter Museumslandschaft und im hiesigen Kulturjournalismus aufmischen, und seit einem Monat wissen wir: Nichts Chinesisches wird es zur Quasi-Neueröffnung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main an seinen drei Standorten Haupthaus Domstraße, Zollamt und MainTower zu sehen geben, wie die FAZ einst im Mai dieses Jahres spekulierte. Auch ohne Asiaten wird der Paukenschlag der neuen MMK-Direktorin Susanne Pfeffer – die zeitgleiche Neu-Eröffnung der drei Häuser am 27. Oktober 2018 – zweifellos zu den Superlativen, wenn nicht zum Höhepunkt des Frankfurter Kunstgeschehens in diesem Jahr geraten. Die Spannung steigt – hier ein erster „Bilderbogen“:

In diesem Eingang zum Haupthaus in der Domstraße – künftig MUSEUMMMK – werden sich die Frankfurter Kunstliebhaber wieder ihr regelmäßiges Stelldichein geben

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Kulturcampus – Ergebnisse der Machbarkeitsstudie

2018, Oktober 22.

Kulturcampus soll internationale Strahlkraft entfalten

Der seit langem geplante Kulturcampus auf dem Gelände der verbliebenen Universitätseinrichtungen in Bockenheim soll bis Mitte der 20er Jahre verwirklicht werden. Dies bekundeten der hessische Wissenschafts- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) und die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 22. Oktober in Frankfurt im Juridicum auf dem Campus Bockenheim, in dem derzeit noch die kulturwissenschaftlichen Bereiche der Universität untergebracht sind.

Von Uwe Kammann

Stadt und Land ziehen an einem Strang: Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig und Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein, Foto: Petra Kammann

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Zwei Frankfurter in Düsseldorf

2018, Oktober 3.

Neuausrichtung zweier Museumskomplexe

von Angelika Campbell

Vom Main gingen sie an den Rhein, sondierten die (Kunst)lage in und um Düsseldorf und starten nach knapp einem Jahr voll durch: Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, ehemals Direktorin am MKK Frankfurt und jetzt Direktorin der Kunstsammlung NRW, und Dr. Felix Krämer, nach seiner Tätigkeit als Sammlungsleiter der Kunst der Moderne am Städel Museum, Frankfurt am Main – inzwischen Generaldirektor des Museums Kunstpalast. Sie bringen noch frischeren Wind in die lebhafte rheinische Kulturszene. Die sachliche Art der beiden „Neuen“ wird vielleicht nicht von allen Düsseldorfern geschätzt, denn die sind ja für ihren Hang zu Glanz und  Glamour bekannt. Doch der voraussehbare Erfolg dürfte eventuelle Kritiker zum Schweigen bringen…

Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, früher Leiterin des MMK in Frankfurt, heute Kunstsammlung NRW, Foto: Petra Kammann

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Der Himmel über Frankfurt beim Altstadtfest – Ein Bilderbogen

2018, September 30.

Foto-Impressionen vom 29. September 2018

von Petra Kammann

Frankfurt leuchtet…

Die große Illusion am Frankfurter Kunstverein: Framing Reality zum Altstadtfest

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Impressionen vom Saisonstart 2018 der Frankfurter Galerien (3) – Künstlerduo Winter/Hoerbelt

2018, September 26.

Von Turen und Ionen“ in der Galerie Heike Strelow:
Die Große Illusion“ über dem Frankfurter Kunstverein
Vertieft-Erhaben“ im Zentralen Werkstatt- und Verwaltungsgebäude
Der Blaue Kran“ am Hafen Offenbach

Von Erhard Metz

Es dürfte nicht zu viel versprochen sein: Das Künstlerduo Winter/Hoerbelt – es handelt sich um die Bildhauer Wolfgang Winter (geboren 1960 in Mühlheim am Main) und Berthold Hörbelt (1958 in Coesfeld geboren), beide studierten nach ihrer Ausbildung zum Steinbildhauer an der Kunsthochschule Kassel – ist zweifellos das bedeutendste und renommierteste seiner Art nicht nur in Frankfurt am Main und Hessen. Auch deutschlandweit zählt es zu den erfolgreichsten Künstlergemeinschaften, und es genießt ebenso auf europäischer und internationaler Ebene eine hohe Reputation. Ein Glücksfall für diese Stadt also und die Region Rhein-Main nicht zuletzt auch deshalb, weil die beiden wichtige ortsspezifische Projekte im öffentlichen Raum geschaffen bzw. weiter in Planung haben. Seit 1992 arbeiten sie in ihrem Atelier in Frankfurt zusammen. Ihre Werke waren unter anderem auf der Biennale in Venedig, den Skulpturprojekten Münster, der Yokohama Triennale und der Liverpool Biennale zu sehen; weltweit realisierten sie bislang über 80 Werke im öffentlichen Raum. In Frankfurt am Main ist das Duo durch die Galerie Heike Strelow vertreten.

Pixelkartoffel I, 2018, 3D Edelstahl-Spiegelblech, 113 x 76 x 10 cm Weiterlesen

Impressionen vom Saisonstart 2018 der Frankfurter Galerien (2)

2018, September 13.

Galerie Maurer: Birgitta Weimer
Galerie Parkhaus-wk-16: Laura Nickel
Kunstraum KA:OST: Sascha Boldt, Hans Petri, Jörg Simon

Von Erhard Metz

55 Galerien und Ausstellungsorte am vergangenen Wochenende aufzusuchen schafft auch bei allerbesten Vorsätzen vernünftiger Weise niemand. Unser Weg der Rückbetrachtung führt uns nach unseren „ersten Impressionen“ heute in die Fahrgasse, die Walter-Kolb-Straße und die Hanauer Landstraße. Wir treffen dort sowohl auf eine geschätzte bekannte Künstlerin und auf drei in Frankfurt und Rhein-Main bekannte Künstler wie auch auf eine hoch interessante neue fotografische Position.

Birgitta Weimer – „Spukhafte Fernwirkung“

Weder Physikunterricht erwartet uns bei Brigitte Maurer noch eine Lehrstunde über Albert Einsteins berühmte Aussage zur „spooky action at a distance“. Aber der heute in Köln arbeitenden Künstlerin, die uns bereits im Herbst 2013 in ihrer Ausstellung „Reflecting Space“ von allerlei Zellteilungen, Medusen und Kugelsternhaufen kündete, gelingt es doch, uns die Phänomene der Quantenmechanik und der Verschränkung auf künstlerisch-fantasievolle Weise näher zu bringen.

Hyperobject Studies (3), 2018, Kunststoff beschichtet, Spiegel, 120 x 120 x 40 cm Weiterlesen

Die venezolanische Künstlerin Sol Calero im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

2018, September 11.

Pica Pica. Ein mystischer Wunschbaum

von Angelika Campbell

Beim Pica-Pica-Baum bedankt man sich, wenn ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist – so der traditionsreiche Glaube im ländlichen Venezuela. Die Samen dieses tropischen Gewächses rufen höllischen Juckreiz hervor, auf spanisch eben Pica Pica. „Pica Pica“ ist auch der Titel einer neuen Ausstellung im Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen. Sol Calero, in Venezuela geboren, mit 17 nach Spanien gekommen und heute in Berlin lebend, hat mit ihrer Installation den nüchternen Museumsraum im Gebäude am Grabbeplatz in eine farbsprühende Reminiszenz an ihre lateinamerikanische Heimat verwandelt. Entstanden ist ein lebendiger Ort des Austauschs mit einer anderen, exotischen Kultur, die gleichzeitig den Blick auf eigene Befindlichkeiten ermöglicht und zu sozialer Interaktion aufruft, zu sehen bis zum 28. Oktober.

Sol Calero, Pica Pica, 2018, Installationsansicht “Sol Calero – Pica Pica”, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (1. September bis 28. Oktober 2018), Foto: Katja Illner

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„After Rubens“: Absolventenausstellung der Städelschule 2018 (4)

2018, August 3.

Skulptur – oft in Verwandtschaft zur Installation

Von Erhard Metz

Skulptur oder skulpturale Installation – das ist nicht selten die Frage. Nun, man muss ja nicht gleich alles in definitorische Kästchen einordnen wollen, zumal Künstlerinnen und Künstler seit langem interdisziplinär und medienübergreifend arbeiten.

Laxlan Petras, fear not ma knell, for the second is not last, 2018, lem, soil, hessian, metal, wood, cement, polypropylene, string, glue, plaster, hay, 185 x 137 x 137 cm Weiterlesen