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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

Wolf Böwigs Fotos, Collagen und Leporello in der Galerie-Peter-Sillem

2018, November 16.

„Nah ist das Land, das sie Leben nennen“

Palimpseste des Grauens und der Anteilnahme  – Doppelbelichtungen und Bild-Text-Überlagerungen aus Krisengebieten

von Petra Kammann

Galerist Peter Sillem erläutert in der neuen Ausstellung die Verschiedenartigkeit der Exponate und die Route der Grand Trunk Road, die Böwig bereist und auf eine Holzplatte übertragen hat, Foto: Petra Kammann 

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Quinceañera – 15 Jahre Eulengasse und was sie zusammenbringt

2018, November 4.

Die Eulengasse, der kleine feine Kunstverein in Bornheim, die Plattform für Künstler und Interessierte, mit den unterschiedlichsten Sichtweisen auf zeitgenössische Kunst und Kultur, feierte sein 15-jähriges Jubiläum mit einer adäquaten Ausstellung. Es lebe die Offenheit!

FeuilletonFrankfurt gratuliert ganz herzlich.

Harald Etzemüller und Vládimir Combre de Sena neben der Plastik von Brigitte Kottwitz in der Jubiläumsausstellung, Fotos: Petra Kammann

Es ist eine Theaterbühne geworden mit mäandernden Wegen und unterschiedlichen experimentellen „Selbstporträts“ der „Eulengassen-Persönlichkeiten“ verschiedener Generationen. Der „Hummelhaufen der Künstler“ war zur „Quinceañera“, zum „Fünfzehnjährigen“, angeschrieben worden, um einen Beitrag für die diesjährige Jubiläumsausstellung im Ausstellungsraum in der Seckbacher Landstr. 16 zu leisten. Von 48 Künstlern haben 39 (s.u.) etwas beigesteuert: Bilder, Zeichnungen, Fotografien, Objekte, Collagen, Plastiken, ein Video. Thema, Medium und Material standen dabei jedem frei. Aufgrund der räumlichen Verhältnisse im ehemaligen Bornheimer Ladenlokal war ein Kubikmeter Raum für jeden der Künstler reserviert worden.

Von Petra Kammann

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„Like you! Freundschaft digital und analog“ im Kommunikationsmuseum

2018, Oktober 26.

Kurzweilige, interaktive Schau beleuchtet die vielen Facetten – Wie freundschaftsfähig sind Sie?

Von Hans-Bernd Heier

Was ist Freundschaft, was bedeutet sie uns? Fragen, auf die es viele Antworten gibt – in Literatur, Geschichte und Forschung, vor allem aber aus der eigenen Lebenserfahrung. Der Brockhaus definiert schlicht: „Freundschaft ist ein Verhältnis aus  gegenseitiger individueller Zuneigung bei rückhaltloser Vertrautheit mit den Lebensumständen des Freundes oder der Freundin“. Trifft diese klassische Definition auch auf freundschaftliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung zu? Die großartige Wechselausstellung „Like you! Freundschaft digital und analog“ im Museum für Kommunikation beleuchtet die vielen unterschiedlichen Facetten.

„Freundschaft schließen“; © Photodisc

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Susanne Pfeffer eröffnet neue Dreigestalt des Museums für Moderne Kunst Frankfurt

2018, Oktober 24.

MUSEUMMMK ZOLLAMTMMK TOWERMMK
Susanne Pfeffer erfindet das Frankfurter Tripel-Museum neu

Von Erhard Metz

Nicht nur das neue – und durchaus mutige – Design wird manches in der Frankfurter Museumslandschaft und im hiesigen Kulturjournalismus aufmischen, und seit einem Monat wissen wir: Nichts Chinesisches wird es zur Quasi-Neueröffnung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main an seinen drei Standorten Haupthaus Domstraße, Zollamt und MainTower zu sehen geben, wie die FAZ einst im Mai dieses Jahres spekulierte. Auch ohne Asiaten wird der Paukenschlag der neuen MMK-Direktorin Susanne Pfeffer – die zeitgleiche Neu-Eröffnung der drei Häuser am 27. Oktober 2018 – zweifellos zu den Superlativen, wenn nicht zum Höhepunkt des Frankfurter Kunstgeschehens in diesem Jahr geraten. Die Spannung steigt – hier ein erster „Bilderbogen“:

In diesem Eingang zum Haupthaus in der Domstraße – künftig MUSEUMMMK – werden sich die Frankfurter Kunstliebhaber wieder ihr regelmäßiges Stelldichein geben

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Zwei Frankfurter in Düsseldorf

2018, Oktober 3.

Neuausrichtung zweier Museumskomplexe

von Angelika Campbell

Vom Main gingen sie an den Rhein, sondierten die (Kunst)lage in und um Düsseldorf und starten nach knapp einem Jahr voll durch: Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, ehemals Direktorin am MKK Frankfurt und jetzt Direktorin der Kunstsammlung NRW, und Dr. Felix Krämer, nach seiner Tätigkeit als Sammlungsleiter der Kunst der Moderne am Städel Museum, Frankfurt am Main – inzwischen Generaldirektor des Museums Kunstpalast. Sie bringen noch frischeren Wind in die lebhafte rheinische Kulturszene. Die sachliche Art der beiden „Neuen“ wird vielleicht nicht von allen Düsseldorfern geschätzt, denn die sind ja für ihren Hang zu Glanz und  Glamour bekannt. Doch der voraussehbare Erfolg dürfte eventuelle Kritiker zum Schweigen bringen…

Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, früher Leiterin des MMK in Frankfurt, heute Kunstsammlung NRW, Foto: Petra Kammann

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Der Himmel über Frankfurt beim Altstadtfest – Ein Bilderbogen

2018, September 30.

Foto-Impressionen vom 29. September 2018

von Petra Kammann

Frankfurt leuchtet…

Die große Illusion am Frankfurter Kunstverein: Framing Reality zum Altstadtfest

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Theodor-W.-Adorno Preis-2018 an die Filmemacherin Margarethe von Trotta in der Paulskirche (2) Die Laudatio von Günter Rohrbach

2018, September 15.

„Margarethe von Trotta, eine deutsche Filmregisseurin, in Europa sozialisiert und in der Welt zuhause“

Der Film-und Fernsehproduzent Günter Rohrbach, ein Urgestein des Deutschen Films – einen Stern auf dem Boulevard der Sterne erhielt er 2010 für sein Lebenswerk –, hatte schon früh mit einigen Protagonisten des Neuen Deutschen Films zusammen gearbeitet: so mit Helmuth Costard, Rainer Werner Fassbinder, Hans W. Geißendörfer, Reinhard Hauff, Klaus Lemke, Edgar Reiz, Helma Sanders-Brahms, Volker Schlöndorff,  Rudolf Thome, Wim Wenders und eben auch mit Margarethe von Trotta. Nach einer Karriere als Fernsehspielchef im WDR und als Geschäftsführer der Bavaria wurde er freier Produzent. Von 2003 bis 2010 leitete er gemeinsam mit Senta Berger als erster Präsident die Deutsche Filmakademie. Er hat außerdem als Honorarprofessor an der Hochschule für Fernsehen und Film München gelehrt. 2011 initiierte seine Geburtsstadt Neunkirchen mit ihm den Günter-Rohrbach-Filmpreis. 2017 wurde er von der Landeshauptstadt München mit dem Kulturellen Ehrenpreis ausgezeichnet. In der Frankfurter Paulskirche hielt er eine mit viel Beifall aufgenommene Laudatio auf die Filmemacherin und Theodor-W.Adorno-Preis-Trägerin Margarethe von Trotta (1). Den Text stellte er freundlicherweise FeuilletonFrankfurt zur Verfügung.

Laudator Prof. Dr. Günter Rohrbach; Alle Fotos: Petra Kammann

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Impressionen vom Saisonstart 2018 der Frankfurter Galerien (2)

2018, September 13.

Galerie Maurer: Birgitta Weimer
Galerie Parkhaus-wk-16: Laura Nickel
Kunstraum KA:OST: Sascha Boldt, Hans Petri, Jörg Simon

Von Erhard Metz

55 Galerien und Ausstellungsorte am vergangenen Wochenende aufzusuchen schafft auch bei allerbesten Vorsätzen vernünftiger Weise niemand. Unser Weg der Rückbetrachtung führt uns nach unseren „ersten Impressionen“ heute in die Fahrgasse, die Walter-Kolb-Straße und die Hanauer Landstraße. Wir treffen dort sowohl auf eine geschätzte bekannte Künstlerin und auf drei in Frankfurt und Rhein-Main bekannte Künstler wie auch auf eine hoch interessante neue fotografische Position.

Birgitta Weimer – „Spukhafte Fernwirkung“

Weder Physikunterricht erwartet uns bei Brigitte Maurer noch eine Lehrstunde über Albert Einsteins berühmte Aussage zur „spooky action at a distance“. Aber der heute in Köln arbeitenden Künstlerin, die uns bereits im Herbst 2013 in ihrer Ausstellung „Reflecting Space“ von allerlei Zellteilungen, Medusen und Kugelsternhaufen kündete, gelingt es doch, uns die Phänomene der Quantenmechanik und der Verschränkung auf künstlerisch-fantasievolle Weise näher zu bringen.

Hyperobject Studies (3), 2018, Kunststoff beschichtet, Spiegel, 120 x 120 x 40 cm Weiterlesen

Klassiker und Raritäten: Filme von Will Tremper im September

2018, September 6.

Hannelore Elsner zu Gast
am Samstag, 8 September

Am 19. September wäre Will Tremper 90 Jahre alt geworden – ein Regisseur mit einem bewegten Leben: Vom Kriegsreporter und Skandal-Journalisten (so sorgte seine Zeit-Artikelserie „Erfahrungen einer verrotteten Industrie“ mit Enthüllungen über die Filmbranche für Aufruhr) bis zum Drehbuchautor von DIE HALBSTARKEN (BRD 1956) gilt Tremper, der für seine wenigen Regiearbeiten mehrere Bundesfilmpreise erhielt, heute als einer der ersten Vertreter des deutschen Autorenfilms. Das Kino des Deutschen Filmmuseums ehrt ihn im September mit einer Filmauswahl, und begrüßt Hannelore Elsner, die mit Trempers DIE ENDLOSE NACHT (BRD 1963) den Durchbruch erlangte.

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The Land in between. Ursula Schulz-Dornburgs Fotografien von 1980 bis 2012 im Städel

2018, August 21.

Sichtbare und unsichtbare Kontinente, verlorene Menschen, Utopien und eine unerhörte Stille 

Das Dazwischen ist Thema der 1938 in Berlin geborenen und in Düsseldorf lebenden Fotografin Ursula Schulz-Dornburg. Sie dokumentiert und bannt die Schrecken der Transitorte, Grenzlandschaften, Wüsten und Relikte vergangener Kulturen auf ihren Fotos, aber auch deren Schönheit. Mehr als 200 dieser eindrucksvollen Arbeiten sind noch bis zum 9. September 2018 in der Retrospektive „Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between“ im Frankfurter Städel zu sehen: Fotografien, die zwischen 1980 bis 2012 auf ihren Reisen an Kult- und Kulturstätten in Europa, im Nahen Osten und in Asien entstanden. Die fast durchgängig analogen Schwarz-Weiß-Fotos hat die Künstlerin in 13 umfangreichen Werkgruppen selbst zusammengestellt. Sie stammen aus der Städelschen Sammlung selbst, aus dem Archiv der Künstlerin sowie von privaten Leihgebern.

Von Petra Kammann

↑ Ausstellungsansicht: Ursula Schulz-Dornbergs Fotos, die längs der georgischen Grenze entstanden, Foto: Petra Kammann

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