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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

goEast-Festival 2017 im Zeichen der Frauen vor und hinter der Kamera

2017, Juni 8.

17. Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films – Treffpunkt namhafter Filmemacherinnen

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

In sieben Tagen wurden sage und schreibe 111 Filme aus 29 Ländern gezeigt. Davon waren im Hauptwettbewerb 10 Spiel- und vier Dokumentarfilme. Vergeben wurden die Goldene Lilie für den Besten Film, der Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie, der Preis des Auswärtigen Amtes für Kulturelle Vielfalt. Es gab lobende Erwähnungen der Hauptjury, Preise der Internationalen Filmkritik, den Open Frame Award und den goEast Development Award für Experimental- und Dokumentarfilm sowie Videokunst junger Künstler. Produktionsgelder wurden für Filme zum Thema Menschenrechte vergeben. Diese Projekte und die der jungen Filmemacher für Frieden kommen in diesen Zeiten mehr und mehr in den Fokus. 50.000 Euro wurden insgesamt verteilt.

Souverän eröffnete Festivalleiterin Gaby Babic, gefolgt von Schirmherr Staatsminister a.D. Professor Bernd Neumann, ministralen und städtischen Rednern die grosse Schau des mittel- und osteuropäischen Films.

Eröffnung mit Gaby Babic

Frauen sind die Gewinner des Festivals. Weiterlesen

Mythos Tour de France: Sport, Schau, Leidenschaft

2017, Juni 6.

Eine Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum

Ausstellungsansicht MYTHOS TOUR DE FRANCE©NRW-Forum Duesseldorf, Foto M. Scherag

von Angelika Campbell

Radsportler, das ist klar, haben stramme Waden. Wie stramm die tatsächlich sind – und dass sie häufig Blessuren davontragen – , ist derzeit im NRW-Forum in Düsseldorf festzustellen. Überlebensgroße Schwarzweiß-Fotos aus dem Projekt „Peloton Legs“ von Timm Kölln zeigen den Stolz und das Kapital der Sportler, ihre Beine, und stimmen die Besucher auf die sehenswerte Gruppenausstellung „Mythos Tour de France“ ein. Am 1. und 2. Juli startet die diesjährige Tour von der NRW-Landeshauptstadt aus über Belgien und quer durch Frankreich bis nach Paris.

Die Schau zum Grand Départ führt uns durch die gewaltigen Bildwelten der Tour de France und konfrontiert uns mit atemberaubenden Landschaften, zu Helden stilisierten Fahrern, bedeutungsvollen Orten und enthusiastischen Fans. Sie macht deutlich, dass die Tour de France nicht nur Sportevent der Sonderklasse ist, sondern auch voller Mythen, Legenden und Ikonen steckt. Folgerichtig lockte sie schon immer die besten Fotografen der Welt an, die über den Blickwinkel des Sportreporters hinaus die Faszination des Rennens im Bild festhielten

Tour de France 1982. The peloton sweeps into Paris and onto the Place de la Concorde past the Hotel Crillon. France. 1982 Weiterlesen

200 Jahre Staatliche Hochschule für bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main (2)

2017, Mai 22.

10 JAHRE FEUILLETONFRANKFURT
10 JAHRE EINDRÜCKE UND STREIFLICHTER ZU RUNDGÄNGEN UND ABSOLVENTENAUSSTELLUNGEN DER STÄDELSCHULE

Von Erhard Metz

L1008284-600

Aus Anlaß des Jubiläums 200 Jahre Städelschule publizieren wir im folgenden – weniger für das Smartphone geeignet als für Betrachter am heimischen Rechner – einen „Leporello“ aus 10 Jahren subjektiv-auswählender Berichterstattung von Rundgängen und Absolventenausstellungen 2007 bis 2016 in FeuilletonFrankfurt. An die 60 aneinandergefügte Artikel mit insgesamt geschätzt fast 600 Abbildungen können lediglich ein nur kleines und unvollständiges Bild vermitteln von dem Reichtum dessen, was wir in den Rundgängen und Absolventenausstellungen dieses Dezenniums zu sehen bekamen. Der nun auf „Einzug/Weiterlesen“ gestellte Beitrag wendet sich an Leserinnen und Leser, die ein entsprechendes Interesse an der Städelschule und die erforderliche Zeit mitbringen.

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Beuys – eine Kunst-Montage. Kino-Premiere in Frankfurt

2017, Mai 12.

BEUYS. Ab sofort kommt ein Film in die Kinos, der die Facetten eines Ausnahmekünstlers des 20. Jahrhunderts, der immer noch eine hohe Brisanz hat, versucht hat zu konstruieren. Dem Regisseur von „Black Box“, Andres Veiel, ist das schier Unmögliche gelungen, anhand von dokumentarischem Material einen Teil eines dramatischen Künstlerlebens auf der Leinwand wieder aufleben zu lassen…

Eindrücke von Petra Kammann

BEUYS –  immer in Bewegung. Hier wäŠhrend der ersten USA Reise 1974, Joseph Beuys, 14.1.1974 bei seiner Aktion: Dillinger vor dem Kino Biograph, Chicago, USA, 1974. © zeroonefilm / Klaus Staeck

„Jeder Mensch ist ein Künstler“ ist nur einer der provokanten Aussagen, mit denen der „Mann mit dem Filzhut“ und den „Fettecken“, dieser Ausnahmekünstler Joseph Beuys (1921-1986), der über dreißig Jahre nach seinem Tod immer noch die Gemüter bewegt, häufig assoziiert wird. Was aber steckt hinter dem Künstler, hinter dem Menschen, den viele als Bürgerschreck oder Scharlatan wahrnahmen? Der Filmemacher Andres Veiel schildert wichtige Lebens- und Werkstationen dieser charismatischen Persönlichkeit in einer aufwändigen Porträt-Collage… Dabei kommt Beuys oft und ausführlich selbst zu Wort. Und viele seiner Äußerungen klingen erstaunlich modern. Weiterlesen

Nacht der Museen – Nacht der Ideen in Frankfurt am Main

2017, Mai 8.

Bilder einer Großstadt

Impressionen von einer frischen Frankfurter Mainacht

Zu ihrem 18. Geburtstag am 6. Mai wurde die „Nacht der Museen“ flügge. Die Organisatoren dieser ungewöhnlichen Nacht hatten sich in Frankfurt und Offenbach spannende Performances, szenische Lesungen und Live-Musik ausgedacht. Bei dem außergewöhnlichen Programm und den angenehmen Frühlingstemperaturen strömten über 40.000 Menschen zum nächtlichen Kunsterlebnis in über 40 Museen und an die ungewöhnlichen Kunstorte. Die Atmosphäre war herrlich ungezwungen und die Stimmung bestens, und das nicht nur am Museumsufer. Eine Mischung aus Off-Szene und Stadtgeschichte bot das Programm im Frankfurter Gallus, während in Offenbach  aufregende Ausstellungskonzepte zeitgenössischer Kunst, die Inszenierung des „Blauen Krans“ und Hafenführungen die Besucher überzeugten. Dort wurde der Hafenplatz zu einer Mischung aus Hip Hop und Songwriter-Pop in Anwesenheit des Offenbacher und des Frankfurter Oberbürgermeisters und der Kulturdezernenten eingeweiht. Aber nicht alles bekommt man mit. Es ist schier unmöglich, das komplette Angebot an einem Abend wahrzunehmen. Aber auch das ist Großstadtfeeling. Man weiß, dass etwas los ist, was man schon wieder verpasst hat. 

Frankfurt by night: Spitzenblick aus dem Maintower 

Wer in Mainhattan dem Himmel ein Stück näher sein wollte, der konnte Teil der Künstlerperformance „The Treadmill Runner“ werden. Er konnte  in einem Fitnessstudio des Main Towers auf 200 Meter Höhe einen Künstler auf einem Laufband durch Tempokommando erleben und antreiben. Wer hoch hinaus will, muss schon ein bisschen leiden. Um in den 24. Stock Einlass zu bekommen, war Geduld angesagt. Da musste man schon einmal etwas längeres Warten in der Schlange vor dem Main Tower in Kauf nehmen. Dafür wurde man dann allerdings mit einer großartigen Aussicht belohnt. Frankfurt war in ein Lichtermeer getaucht. Da oben war man den anderen Hochhausspitzen ganz nah…

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