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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildende Künste

200 Jahre Staatliche Hochschule für bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main (2)

2017, Mai 22.

10 JAHRE FEUILLETONFRANKFURT
10 JAHRE EINDRÜCKE UND STREIFLICHTER ZU RUNDGÄNGEN UND ABSOLVENTENAUSSTELLUNGEN DER STÄDELSCHULE

Von Erhard Metz

L1008284-600

Aus Anlaß des Jubiläums 200 Jahre Städelschule publizieren wir im folgenden – weniger für das Smartphone geeignet als für Betrachter am heimischen Rechner – einen „Leporello“ aus 10 Jahren subjektiv-auswählender Berichterstattung von Rundgängen und Absolventenausstellungen 2007 bis 2016 in FeuilletonFrankfurt. An die 60 aneinandergefügte Artikel mit insgesamt geschätzt fast 600 Abbildungen können lediglich ein nur kleines und unvollständiges Bild vermitteln von dem Reichtum dessen, was wir in den Rundgängen und Absolventenausstellungen dieses Dezenniums zu sehen bekamen. Der nun auf „Einzug/Weiterlesen“ gestellte Beitrag wendet sich an Leserinnen und Leser, die ein entsprechendes Interesse an der Städelschule und die erforderliche Zeit mitbringen.

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200 Jahre Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main

2017, Mai 20.

Ein Juwel unter den Kunstakademien der Welt

Von Erhard Metz

Gewiß – es gibt ältere Kunstakademien: die älteste zu sein für sich in Anspruch nehmende ist wohl die Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten (Königliche Akademie der Bildenden Künste – KABK) in Den Haag, die sich auf das Jahr 1656 zurückführen lässt. Die Nürnberger Akademie der bildenden Künste von 1662 gilt als die älteste im deutschsprachigen Raum. Zahlenspiele liessen sich fortführen – doch wozu? Wir feiern heuer nicht mehr und nicht weniger 200 Jahre Städelschule in Frankfurt am Main. Und immerhin ist die Kunsthochschule um fast ein Jahrhundert älter als die erst im Oktober 1914 gegründete Goethe-Universität der Stadt!

Natürlich wurden „200 Jahre Städelschule“ am 18. Mai 2017 würdig wie auch zünftig gefeiert – zunächst mit dem Festakt im Kaisersaal des Frankfurter Römer mit Ansprachen von Oberbürgermeister Peter Feldmann, dem Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein, der Kunsthistorikerin Corina Meyer und von Rektor Professor Philippe Pirotte. Anschliessend traf sich die Festgesellschaft zur Überfahrt über den Main vom Römerberg zum Holbeinsteg mit der „Wappen von Frankfurt“ – zuvor jedoch konnte man den ersten Teil einer Performance „Le Bal“ von Sonia Knop, Lisa Strozyk und Elisaveta Braslavskaja auf dem Römerberg genießen – der zweite Teil folgte am Anleger Holbeinsteg – . Schliesslich traf man sich – Regen und Schwüle hatten sich verzogen – zu einem sommerlichen Abend im Städelschulgarten. Dort brillierten nach Ansprachen von Rektor Professor Philippe Pirotte, Kulturdezernentin Ina Hartwig und Elisabeth Haindl, der Vorsitzenden des Vereins Städelschule Portikus e.V., die Studentenvertreter Babette Semmer und John Ryaner mit einem Sketch und anschließend die Band Petra Strohm.

(v.l.) Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, Professor Philippe Pirotte, Rektor der Städelschule, Elisabeth Haindl, Vorsitzende des Vereins Städelschule Portikus e.V., beim Jubiläumsfest im Städelschulgarten; Foto: Erhard Metz

Bereits am 15. März 1815 schlug mit der Unterzeichnung des Testaments (Stiftungsbriefs) letzter Fassung durch Johann Friedrich Städel (1728-1816) die Geburtsstunde nicht nur für das „Kunstinstitut zum Besten hiesiger Stadt und Bürgerschaft“ (dem späteren Städel Museum), sondern auch für die „Lehranstalt“ (der heutigen Staatlichen Hochschule für bildende Künste – kurz Städelschule). Städel verordnete zu Letzterer Unterricht „in der Baukunst und den in das Kunstfach einschlagenden Wissenschaften“. Anders als bei der 200 Jahr-Feier für das Städel Museum wird für das Gründungsjahr der Städelschule 1817 zugrunde gelegt mit dem Beginn der Förderung von Kunst-„Schülern“, zunächst durch Stipendien.

Der Stiftungsbrief von Johann Friedrich Städel, 1815, Titel und letzte Seite, © Stadtarchiv Frankfurt am Main

Einen hervorragenden Überblick über die Gründungsphase der Städelschule vermittelt der Beitrag von Corina Meyer „Um sich zu nützlichen und brauchbaren Bürgern und Künstlern zu bilden – Zur Entstehung der Städelschule“ in der bibliophil gestalteten Festschrift „200 Jahre Städelschule“. Bemerkenswert, wie Johann Friedrich Städel in seinem Testament bereits Kernpunkte des heutigen Profils der Akademie vorwegnahm, „daß Kinder unbemittelter dahier verbürgerter Eltern ohne Unterschied des Geschlechts und der Religion, welche sich den Künsten und Bauprofession widmen wollen, zur Erlernung der Anfangsgründe des Zeichnens, durch geschickte Lehrer … in der historischen und Landschaftsmalerey, im Kupferstechen … unentgeltlich unterrichtet werden“ – in einer Zeit, als weibliche Studierende ganz allgemein und überhaupt noch nicht vorstellbar waren!

Johann Nepomuk Zwerger (1796-1868), Bildnisbüste Johann Friedrich Städel, 1829, Marmor, Städel Museum Frankfurt am Main; Foto: Städel Museum

Die Städelschule – ein Juwel unter den Kunstakademien der Welt. Was weist die Frankfurter Städelschule in ihrem über die Jahrzehnte gewachsenen und weiterentwickelten Selbstverständnis als eine der weltweit angesehensten Kunsthochschulen, als richtungweisende Kunstinstitution aus? Es ist die Freiheit der Lehre in Autonomie und Selbstverantwortung, im Diskurs der Lehrenden und Lernenden auf Augenhöhe, mit- und untereinander, „im Spagat zwischen traditioneller künstlerischer Ausbildung im Klassenverband sowie einer progressiven und selbstreflexiven Lehre in stetigem Wandel“, wie es der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, formulierte; es ist das Studienziel, im Rahmen einer „experimentellen Institution“ eine freie, selbstbewusste und initiative künstlerische Persönlichkeit“ zu entwickeln.

Im Vordergrund für die etwa 200 Studierenden steht das Studium der Freien Bildenden Kunst (Bildhauerei, Film, Freie Bildende Kunst und Freie Malerei). Weiter bietet die Städelschule mit ihrer Städelschule Architecture Class (SAC) ein zweijähriges postgraduales Studium mit dem Master of Arts in Architecture und schliesslich den Master-Studiengang Curatorial Studies (in Zusammenarbeit mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität). Unterstützt wird der Lehrbetrieb durch die 1989 gegründete Stiftung Städelschule für junge Künstler und die 2001 errichtete Stiftung Städelschule für Baukunst, ferner durch das Institut für Kunstkritik (2003) sowie schliesslich den Verein Städelschule Portikus e.V., der 2005 aus dem Verein Freunde der Städelschule e.V. und dem Portikus e.V. hervorging.

Zu feiern gilt es zugleich 30 Jahre Ausstellungshalle Portikus – seit 1987 ist sie in dem markanten Bauwerk auf der Maininsel integraler wie zugleich ihrerseits autonomer Bestandteil der Städelschule – nicht als Ausstellungsort für die Studierenden, sondern als Studiengalerie, als ein Zentrum für experimentelle Kunst.

Die chronisch unterfinanzierte Städelschule wurde bislang fast gänzlich allein durch die Stadt Frankfurt alimentiert. Nach jahrelangen Gesprächen kamen das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und die Schulleitung 2015 überein, dass das Land die Kunstakademie zum 1. Januar 2019 nach entsprechender Anpassung des Hessischen Hochschulgesetzes in seine Trägerschaft übernimmt. Bereits 2016 flossen etwa 1 Mio. Euro an Landesmitteln in den Schulbetrieb, für 2017 sind 2 Mio. Euro und für 2018 3 Mio. Euro vorgesehen. Die Stadt Frankfurt will im Rahmen dieser Mittelumschichtung mehrere Millionen Euro in die Schulausstattung investieren. Sie bleibt auch künftig für den Unterhalt der Ausstellungshalle Portikus der Städelschule und für die Pensionsleistungen zuständig.

Angedacht wird eine Art Trias von Städelschule, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und Hochschule für Gestaltung Offenbach (die beiden letzteren arbeiten bereits unter dem Dach des Hessischen Hochschulgesetzes) – unter Wahrung der bisherigen besonderen Autonomie der Städelschule. Bei der anstehenden Gesetzesreform wird Rektor Philippe Pirotte ein wachsames Auge auf die diesbezüglich von Stadt und Land gegebenen Zusagen haben.

Professor Philippe Pirotte, 1972 in Antwerpen geboren, seit 2014 Rektor der Staatlichen Hochschule für bildende Künste – Städelschule – , am 18. Mai 2017; Foto: Erhard Metz

In seinem äusserst beachtenswerten Beitrag „No Deal – Spekulation, Unterschied und Unstimmigkeit“ zur Festschrift postuliert Philippe Pirotte, eine zivilisierte Gesellschaft solle „Räume bieten, in denen sie Abstand zu den eigenen Werten gewinnen kann“. Sie müsse „Verantwortung übernehmen, ohne Renditen oder Kontrolle zu erwarten“. Kunst erlaube, so Pirotte, „eine ziellose Begegnung mit der Welt, die keine Möglichkeiten ausschließt“. Einen solchen Raum solle die Städelschule auch in Zukunft darstellen, „in dem die Freiheit zum Experimentieren, die Freiheit zur Verhandlung  ideologischer Positionen und die Freiheit zum Scheitern nicht nur akzeptiert wird, sondern Sinn stiftend ist“.

Mit Professorin Judith Hopf gelte es die zentrale Frage zu erörtern: „Warum macht ein Künstler oder eine Künstlerin, was er oder sie macht? Das lässt sich sachlich nicht in Rechnungen oder Bilanzen einer grösseren staatlichen Struktur ausdrücken“. Die Städelschule arbeite deshalb bewusst jenseits der Bologna-Regelungen – „ohne Kapitalrendite in Form von standardisierten Diplomen“. „Kunst ist etwas“, bekennt Pirotte, „das zu machen einen niemand auffordert. Und trotzdem, paradoxerweise muss der Künstler oder die Künstlerin sich das besondere Mandat verdienen, Kunst mit einer gewissen Sinnhaftigkeit zu machen – einer künstlerischen Lizenz sozusagen. Das bedeutet es, einen Unterschied zu machen: Mache anders, was jeder hätte tun können, aber niemand getan hat. Finde heraus, was getan werden muss, was aber niemand bedacht hat zu tun. Man braucht Zeit, um zu überlegen, ob man sich wirklich auf diese (spekulative) Reise begeben will oder nicht. Und wenn solche Entscheidungen getroffen werden, sind sie von großer Bedeutung. Sie schlagen immer wieder eine neue Antwort auf die Frage vor: Was kann Kunst heutzutage sein oder bedeuten?“

In diesem Sinne wünscht FeuilletonFrankfurt der Städelschule, ihrem Rektor und ihren Lehrenden und Studierenden einen glückenden Übergang in eine neue Ära als künftige Hochschule des Landes Hessen.

 

Ausblick auf Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums 200 Jahre Städelschule:

1. bis 5. Juni 2017 RUNDGANG 2017 – Jahresausstellung der Studierenden an den Standorten Dürerstraße 10, Dürerstraße 24 und Daimlerstraße 32
16. Juni 2017 Benefiz-Auktion im Metzlersaal des Städel Museums
Juni bis August Sommer-Programm „Portikus XXX“
13. Juli 2017 „Dean’s Honorary Lecture“ der Städelschule Architecture Class SAC
17. Oktober 2017 Eröffnung der Absolventenausstellung im MMK3 und Teilen des MMK1
23./24. November 2017 Symposium „Commentary Culture“

→ 200 Jahre Staatliche Hochschule für bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main (2)

10 JAHRE FEUILLETONFRANKFURT
10 JAHRE EINDRÜCKE UND STREIFLICHTER ZU RUNDGÄNGEN UND ABSOLVENTENAUSSTELLUNGEN DER STÄDELSCHULE

 

VORSICHT KUNST! in der Volksbank Dreieich: Joachim Raab – Das Meer im Süden

2017, Mai 18.

Joachim Raab, gebürtiger Isenburger, heute in Frankfurt am Main ansässig, hat sich nie als reiner Atelierkünstler gesehen. Er braucht das Draußen, das Reale. Fast täglich fährt er mit dem Fahrrad eine 50km-Strecke. Begibt sich in die Natur. Durch die Naturbeobachtung entstehen Ideen, die er in seinen Werken umsetzt. Im Rahmen der Reihe VORSICHT KUNST! der Volksbank Dreieich präsentiert Joachim Raab 30 Werke seiner Serie Das Meer im Süden.

Von Esther Erfert
Einführung zur Ausstellungseröffnung

Meer 1, Acryl auf Leinwand, 150 x 100 cm

Im Jahr 2012 verbringt Raab einige Wochen im Roussillon in der Provence. Ganz in der Nähe des Meeres und der Pyrenäen. Jeden Morgen erkundete er auch hier die Umgebung mit dem Rad. In dieser Landschaft reizen ihn die noch weiten Bereiche, wo man allein sein kann, wo noch Natur ist, die Canyons und die Flüsse ohne Kanalisation, die ins Meer fließen. Es gibt Zeiten, da verursachen sie große Überschwemmungen. Diese Urwüchsigkeit fasziniert ihn. Es war noch keine Hochsaison und morgens standen die Angler am Meer. Die Farbe der ungenutzten Strandhäuschen war abgeblättert. Der Blick richtete sich auf die glitzernde Weite des Meeres bis zum Horizont, es gab keine Badenden, die ihn störten. Hier und da lagen ein paar Boote und Netze, es gab ein paar Pfähle, horizontale und vertikale Elemente, die rahmend und unterteilend wirkten. Weiterlesen

Präsentation des neuen Ritschl-Werkverzeichnisses in Wiesbaden

2017, Mai 16.

Ritschls faszinierendes Spätwerk – ein Fest der Farbe

Von Hans-Bernd Heier

Otto Ritschl, geboren 1885 in Erfurt, gestorben 1976 in Wiesbaden, gehört zu dem Kreis abstrakter Maler, die nach dem Zweiten Weltkrieg die westdeutsche Kunstszene prägten. Er hat ein immenses Werk von rund 1.900 Arbeiten hinterlassen, darunter etwa 1.600 Ölgemälde. Trotz hoch qualitativer Kompositionen ist dem vielseitigen Künstler der internationale Durchbruch versagt geblieben. „Da bin ich doch so alt geworden wie ein Methusalem, hab‘ geschafft wie ein Pferd, den großen Erfolg, nein, den hab‘ ich nicht gehabt“. Dieses lapidare Bekenntnis legte der bedeutende Einzelgänger als Neunzigjähriger nach nahezu 60 Jahren künstlerischen Schaffens ab.

Otto Ritschl „Komposition 76/9“, Öl auf Leinwand, 155 x 130 cm; Foto: Museum Wiesbaden Foto: @ Bernd Fickert

Mit dazu beigetragen hat sicherlich die Diffamierung Ritschls als „entarteter Künstler“ durch die Nationalsozialisten. Er verzichtete deshalb während der Nazi-Diktatur auf weitere Ausstellungen und malte nur noch heimlich. Auch nach dem Krieg mied der Maler, der häufig gegen den Strom schwamm, den von ihm abgelehnten „Kunstrummel“ und zog sich als Einsiedler in sein Wiesbadener Atelierhaus zurück. Beim Verkauf seiner Werke hielt er sich ebenfalls zurück. Wenn ein Kunstfreund ein Gemälde erwerben wollte, das er nicht verkaufen wollte, musste sein Adlatus Wolff Mirus dieses im Schlafzimmer sicherstellen. „Dem Sammler wurde gesagt, das Bild befände sich irgendwo auf Ausstellungstournee und wäre zur Zeit nicht greifbar. Mit der Zeit mussten immer mehr Bilder ins Schlafzimmer gebracht werden“, so Mirus. Ritschl selbst sprach schmunzelnd von „Schlafzimmerbildern“. Weiterlesen

Rik Wouters in den Königlichen Museen für die Schönen Künste

2017, Mai 15.

Eine Gesamtschau

Mit einer breit angelegten Retrospektive rücken die Königlichen Museen für die Schönen Künste Rik Wouters, Belgiens bekanntesten Fauvisten, in die Nähe Cézannes und der französischen Fauvisten. In seiner kurzen Schaffensphase hinterließ der nur 33 Jahre alt gewordene Künstler rund 170 Gemälde und Zeichnungen sowie mehr als 35 Skulpturen, von denen die meisten bis zum 2. Juli 2017 in den Königlichen Museen für die Schönen Künste in Brüssel zu sehen sind.

Von Petra Kammann

↑ Charakteristisch für Wouters: das Andeuten einer Bewegung, die Verve des Strichs und das Non finito wie hier in dem Bild „Dame in Blau vor dem Spiegel“ von 1914 , Leihgabe von Mme. Delporte-Livrauw und Franz Delport, Brüssel, ans Museum der Schönen Künste in Brüssel

Anders als in Belgien ist bei uns der Bildhauer, Maler und Zeichner Rik Wouters (1882-1916) kaum bekannt. Dabei hätte sein Ruhm schon von der Sonderbund-Ausstellung, die er 1912 in Köln besucht hatte und welche eine Gesamtschau der künstlerischen Moderne in Europa zusammengetragen hatte, in die Welt ausstrahlen können. Ebenbürtig hätten seine Bilder dort neben denen der Kollegen Van Gogh, Matisse und Cézanne hängen können, und seine kraftvollen, expressiven und in manchem an Rodin erinnernden Skulpturen hätten in der Künstlerschau raumgreifende Akzente gesetzt. Aber das Schicksal wollte es anders und Wouters Nachruhm im Ausland ließ erst einmal auf sich warten. Weiterlesen