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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildende Künste

Gelebte Bilderleidenschaft – Frank Brabant: Geld schwindet, Kunst bleibt

2018, April 20.

Hauptwerke der Sammlung Brabant im Museum Wiesbaden

Von Hans-Bernd Heier

Alexej von Jawlensky  „Helene im spanischen Kostüm“, um 1901, Öl auf Leinwand, 190,5 x 96,5 cm; Museum Wiesbaden, Schenkung Frank Brabant 2014

Mit über 600 Werken zählt die Sammlung Brabant zu den großen privaten Kunstsammlungen der Klassischen Moderne in Deutschland. Im letzten Jahr verfügte der leidenschaftliche Sammler, dass seine hochkarätige Kollektion nach seinem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Dazu überlässt er jeweils die Hälfte des Konvoluts dem Museum Wiesbaden und dem Staatlichen Museum Schwerin in einer Stiftung.

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Max Weinberg †

2018, April 19.

Von Erhard Metz

Zweieinhalb Stunden können im Leben viel bedeuten – wie viel, konnte ich am Mittwoch Nachmittag für mich selbst erfahren, im Frankfurter Hospital zum Heiligen Geist. Max (Moshe) Weinberg wollte ich besuchen, am Wochende wurde mir geschrieben, er freue sich sehr über Besuch an seinem „temporären“ Ort. Temporär, in der Tat: Als ich ins Krankenzimmer eintrat, wurde mir die wahre Bedeutung dieses Wortes bewußt. Max Weinberg war vor zweieinhalb Stunden entschlafen.

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Max Hollein: Von Frankfurt über San Francisco nach New York

2018, April 11.

Rastloser Macher, Bauherr, Hoffnungsträger

Von Erhard Metz

↑ Fifth Avenue entrance facade of the Metropolitan Museum of Art, Mai 2007; Foto: Arad/wikimedia commons GFDL
↓ Städel Museum, Außenansicht; Foto: Städel Museum

Zwei Doppelsäulenpaare mehr an der Fassade und auch sonst noch einiges weitere:

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Schöne Grüße – Künstlerpostkarten

2018, April 8.

Ein ungewöhnliches Kunstwerk in kleinem Format

Wie sehr die von bedeutenden Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts gestalteten Postkarten als Medium in der Kunst des gesamten 20. Jahrhunderts eine eigene Rolle spielte, zeigt eine kleine und feine Galerie-Ausstellung. Von den jugendstilhaften Designs der Jahrhundertwende über den Ausdruck der individuellen Künstlerpersönlichkeit der Klassischen Moderne bis hin zu den konzeptuellen Ansätzen der Nachkriegszeit bildet sich in der Künstlerpostkarte die Entwicklung der Kunstgeschichte der Moderne ab.

Liegender weiblicher Akt mit Hund 1. 1911,  Tusche und Farbkreide auf Blanko-Postkarte © Fotograf, Achim Kukulies, Düsseldorf

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Gerhard Richters Frühwerk in Wiesbaden

2018, April 5.

Irritationen und Scheinobjektivität – Schönheit als optische Täuschung

Von Petra Kammann

Gerhard Richter, Foto: Petra Kammann

In der Sammlung des Museums Wiesbaden befinden sich derzeit nicht nur sechs frühe Arbeiten Gerhard Richters aus den Jahren 1964 bis 1968. Das Museum Wiesbaden war 1966 auch eine der ersten Ausstellungsorte der Schlüsselfigur der Malerei des 20. Jahrhunderts: Gerhard Richter.

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Glocken und Kirchen zu Ostern

2018, März 31.

An Ostern, dem ältesten gemeinsamen Fest der Christen, begehen viele Menschen gemeinschaftlich Rituale und Traditionen. Nicht nur für Christen ein Grund, die Frankfurter Kirchen zu besuchen. Sie läuten das Osterfest ein.

Von Petra Kammann

Sie künden den langersehnten Frühling und Ostern an…

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Marielies-Hess-Kunstpreis 2019 an Marko Lehanka

2018, März 28.

Von Erhard Metz

Die 1966 gegründete und ehrenamtlich geführte, nach der Ehefrau des früheren Intendanten des Hessischen Rundfunks Werner Hess benannte Marielies-Hess-Stiftung e.V. fördert und unterstützt bildende Künstlerinnen und Künstler, die eine Verbindung zum Land Hessen aufweisen. Inzwischen zeigte sie auf rund 90 Ausstellungen Arbeiten von mehr als 400 Kunstschaffenden. Seit 2011 vergibt sie alle zwei Jahre den mit 4.000 Euro dotierten und mit einer Ausstellung in Frankfurt am Main verbundenen Marielies-Hess-Kunstpreis. Verliehen wird er an namhafte ältere, in Hessen geborene, ausgebildete oder in Hessen arbeitende Künstlerinnen und Künstler, „die durch die Qualität ihrer Werke überzeugen und einen besonderen Beitrag zu Kunst und Kultur leisten, deren Arbeiten durch Ausstellungen, Präsentationen und Ankäufe in Hessen präsent gewesen oder es noch sind sowie solche Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen Jahren nicht so häufig gezeigt wurden, sich aber durch ihr Lebenswerk auszeichnen“.

Marko Lehanka, Portrait-Selfie, 2018 Weiterlesen

Mein BERLINALE-Tagebuch von der 68. Berlinale 2018

2018, März 27.

 

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

Ohne Akkreditierung bei der Berlinale ist es mühsam, Karten für die Filme zu ergattern. Es ist vor allen Dingen schwierig, aufgrund weniger Informationen den richtigen Film auszusuchen. Drei Tage vor Beginn des Festivals sitzen wir also Punkt 10 Uhr am Computer. Das Pokerspiel beginnt. Karten für Filme wie „Transit“ nach dem Roman von Anna Seghers des deutschen Regisseurs Christian Petzold oder „3 Tage in Quiberon“ über ein Fotoshooting von Romy Schneider der in Berlin geborenen deutsch-französisch-iranischen Regisseurin Emily Atef sind gar nicht zu bekommen.

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Museum Giersch zeigt „Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964–1968“

2018, März 26.

Mit avantgardistischer Kunst die Gesellschaft verändern 

Von Hans-Bernd Heier

Ein halbes Jahrhundert nach dem legendären Jahr 1968 widmet das Museum Giersch unter dem Obertitel „Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964–1968“ der nahezu in Vergessenheit geratenen Studenten-Galerie eine Sonderausstellung. Die beeindruckende Schau zeichnet die Geschichte, Entwicklung und das Programm der vom Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) und der „Stiftung Studentenhaus“ betriebenen und finanzierten Studiogalerie auf dem Campus Bockenheim nach. „Die Präsentationen der nationalen wie internationalen Avantgarde, aber auch von Fluxus-Konzerten und Happenings verstanden sich als studentischer Beitrag zur Demokratisierung von Kunst und Gesellschaft – eine einmalige studentische Initiative in der Bundesrepublik der 1960er Jahre“, sagt Museumsleiter und Kurator der Ausstellung Dr. Manfred Großkinsky.

Jan Kubícek „Konkrete Kombination I“, 1967 Acryl auf Leinwand, 135 x 135 cm Privatbesitz; Foto: Martin Polák

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Lichtkunst im AtelierFrankfurt: Beitrag zur Luminale 2018 (4)

2018, März 23.

Von Erhard Metz

Fünf Tage Luminale im AtelierFrankfurt, Lichtkunst dort fast im gesamten Erdgeschoß – damit setzt das größte Atelier- und Ausstellungshaus in Hessen seinen eigenen Akzent im diesjährigen Luminale-Geschehen. Sieben Positionen greifen wir aus dem Lichtspektakel heraus – „spectaculum“ hier übersetzt mit Begriffen wie „Aufsehenerregendes“, „Augenweide“.

Diese „Augenweide“ beginnt bereits im Hof des stattlichen, Künsten und Kreativität gewidmeten Gebäudes: mit „L’a nuit m’appelle“, einer eben „spektakulären“ Fassaden-Projektion von Matthieu Cretté, begleitet (ab 19 Uhr) von der Performance „Frankfurt Travelling“ von Edwin Schäfer und Matthieu Cretté.

Die sich stets verändernde Projektion – im Bild beispielsweise erkennen wir unschwer ein menschliches Gesicht – bespielt die linke Fassade des Innenhofs mit arabesken Zeichen und Chiffren und bezieht auch das Torhaus mit ein. Wir gehen davon aus, dass die Inszenierung auch die hier und dort zur Akzentuierung erleuchteten Fenster einschließt als Teil der künstlerischen Gesamtkonzeption. Malerisch die kontrastierende, durch geöffnete Fenster sichtbare Einrichtung der Zimmer im Torhaus mit links und rechts jeweils einer Deckenlampe im teils hell, teils spärlich erleuchteten Raum. Ein gelungener Auftakt, der den Appetit auf Lichtkunst auch im Inneren des Künstlerhauses weckt.

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