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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Internationales Freundschaftsfest des International Women’s Club (IWC)- zugunsten der „Lazarus Wohnsitzlosenhilfe e.V.“

2018, Juni 19.

Poetischer Auftakt für einen guten Zweck

Alljährlich feiert der International Women’s Club (IWC) zum Abschluss eines Clubjahres ein internationales Freundschaftsfest zu Gunsten eines sozialen Jahresprojektes. Soziale Verantwortung für bedürftige Menschen ist neben den regelmäßigen Treffen seit jeher eine der Aufgaben der Clubmitglieder. Zur diesjährigen Feier hatten sich die tatkräftigen IWC-Damen, die sich aus über 50 verschiedenen Nationalitäten zusammensetzen, etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein „Dîner en Blanc“.

Von Petra Kammann

Eigentlich versteht man in Frankreich unter einem „Dîner en blanc“ ein elegantes Outdoor Dinner, bei dem sich alle teilnehmenden Personen in Weiß kleiden und selbst alle Utensilien für das Menü und ihre Getränke mitbringen. Seinen Ursprung nahm diese Einrichtung im Bois de Boulogne, wo man sich unter Freunden treffen wollte, weil die eigenen Räume dafür zu eng waren. Im Wiesbadener Kurhaus wurde es gut vorbereitet, aber auch ein ganz besonderes „Treffen unter Freunden“. Die weiß bezogenen und gedeckten Tische hoben sich strahlend von dem satten sommerlichen Grün des Wiesbadener Parks im Hintergrund ab und die vielen unterschiedlichen hell und weiß gekleideten Menschen bekamen rein äußerlich etwas Verbindendes.

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Besuch bei Hilmar Hoffmann – Erinnerung an ein Gespräch in Oberrad

2018, Juni 4.

Kurz bevor ich Frankfurt verließ und für einige Jahre im Rheinland lebte und arbeitete, besuchte ich den gerade verstorbenen früheren Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann in seinem „Forsthaus“ in Oberrad für die zweisprachige Zeitschrift FRANKFURT INTERNATIONAL. Seine Persönlichkeit, der Inhalt des damaligen Gesprächs und seine Unerschrockenheit begleiteten auch mich in meinem Engagement für Kultur…

Hier die Reproduktion des Interviews zum Nachlesen: Hilmar Hoffmann

Das Gespräch führte Petra Kammann im Frühjahr 2005.

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Goncourt-Preisträger Eric Vuillard liest in der Romanfabrik

2018, April 24.

Für seine Erzählung L’Ordre du jour hat Éric Vuillard im vergangenen Jahr den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt, erhalten. In deutscher Übersetzung erschien sein Werk jetzt bei Matthes & Seitz unter dem Titel Die Tagesordnung. Es ist eine politisch-historisch grundierte Erzählung des 1968 in Lyon geborenen Autors. Zwei historische Momente stehen im Mittelpunkt der Erzählung, zum einen das Geheimtreffen Adolf Hitlers vom 23. Februar 1933 mit den wichtigsten deutschen Industriellen zur Finanzierung des bevorstehenden Wahlkampfs vom März 1933, zum anderen der Anschluss Österreichs im Jahr 1938.

Eric Vuillard mit seiner Übersetzerin Nicolas Denis, Foto: Petra Kammann

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FRANKFURT LIEST EIN BUCH – Anna Seghers, Das siebte Kreuz

2018, April 16.

Ein Buch wird in Szene gesetzt

Schauspieler und Regisseur Martin Wuttke liest Anna Seghers© HR/Ben Knabe 

Bereits zum neunten Mal findet vom 16. bis 29. April 2018 Frankfurt liest ein Buch in der Mainmetropole und Umgebung statt. Weit über 100 Veranstaltungen in Frankfurt, Mainz und der Rhein-Main-Region laden dazu ein, sich mit dem Roman zu beschäftigen: an Originalschauplätzen, in Cafés, Buchhandlungen, bei literarischen Exkursionen und Stadtspaziergängen, Ausstellungen und vielen verschiedenen Aufführungen. Im Mittelpunkt des zweiwöchigen Frankfurter Lesefestivals steht dabei der eindrucksvolle Roman der in Mainz geborenen und ins mexikanische Exil geflohenen widerständigen Autorin Anna Seghers Das siebte Kreuz. Helfen, selbst wenn man das eigene Leben riskiert, auch darum geht es in Anna Seghers‘ berühmtem Roman „Das siebte Kreuz“.

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AUFGELESEN: Eine kleine Kulturgeschichte des Alltags

2018, Februar 28.

DAS KLEINE GLÜCK

von Inge Sauer

Die Autorin erfreut sich und die Leser an den kleinen Dingen des Lebens. Das größte Glück für die schreibende Grafikerin ist der Fund von Bildern in alten Zeitschriften, auf Verpackungen, Postkarten oder Büchern, die uns zum Träumen bringen. Jedes Bild erzählt seine Geschichte, die des Findens ist eine andere…

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Starke Stücke im Schauspiel Frankfurt ( 14)

2018, Februar 18.

Romeo und Julia von William Shakespeare

von Renate Feyerbacher

Fotos: Thomas Aurin und Robert Schittko  / Schauspiel Frankfurt 

Sarah Grunert, Fridolin Sandmeyer, Jakob Benkhofer, Torsten Flassig, Nils Kreutinger, Matthias Redlhamme, Foto: Thomas Aurin /Schauspiel Frankfurt

Die Geschichte von „Romeo und Julia“, die William Shakespeare 1595 dramatisiert hat, ist auf der ganzen Welt bekannt. Das Drama, das am 20. Januar am Schauspiel Frankfurt Premiere hatte, basiert auf der Novelle des italienischen Autors Luigi da Porto (1530), der wiederum Anleihe bei einem anderen Autor aus dem Jahrhundert zuvor machte.

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„Ausgezeichnet: Kartografie des Weiblichen“ Die LitProm-Literaturtage und 30 Jahre LiBeraturpreis

2018, Februar 1.

Nachdenken über den großen „kleinen Unterschied“.
Wie wirkt er sich auf die Romankunst aus?

Ein Interview mit Lucien Leitess, Verleger des Unionsverlags

Von Petra Kammann

← Der Verleger Lucien Leitess

 

Am vergangenen Wochenende (26,/27.1.2018) wurde im Rahmen der diesjährigen Litprom-Literaturtage im Frankfurter Literaturhaus der 30. LiBeraturpreis gefeiert, der ausschließlich Autorinnen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt auszeichnet. Der Preis wurde 1986 zunächst von einer kirchlich-entwicklungspolitisch engagierten Gruppe gestartet und an Autorinnen aus Afrika, Lateinamerika, Asien und dem arabischen Raum vergeben. Inzwischen hat die Auszeichnung längst internationale Strahlkraft erlangt. Unter dem Motto „Ausgezeichnet: Kartografie des Weiblichen“ kamen Autorinnen aus aller Welt ins Literaturhaus und sprachen über Themen, die sie um- und antreiben und was für sie über alle Grenzen hinweg weibliches Schreiben bedeutet. Die Autorinnen diskutierten in Werkstattgesprächen mit dem Publikum. Präsent bei der Veranstaltung waren neben vielen „Bücherfrauen“, LiBeraturpreisträgerinnen, Autorinnen, Moderator*innen und Leser*innen u.a. der Verleger des Unionsverlags Zürich, Lucien Leitess, der über vier Jahrzehnte die spannende außereuropäische Literatur veröffentlicht hat, deren Autoren bei uns zunächst völlig unbekannt waren. Nicht immer eine leichte Angelegenheit. „Gerettet“ haben ihn Autoren wie die Nobel- und Friedenspreisträger Nagib Machfus, Yasar Kemal, Assia Djebar oder  Mo Yan… Grund für FeuilletonFrankfurt, ihm ein paar Fragen zu stellen.

 

 

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JOIE DE VIVRE – LEBENSFREUDE

2018, Januar 9.

Murielle Rousseau

Frankreich war im vergangenen Herbst der Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse. Nicht nur viele französisch schreibende Autoren waren in Frankfurt zu Gast, sogar auch der neue französische Präsident Emmanuel Macron mit seiner erfrischenden Charme-Offensive. Unter den vielen Themen, die sie mitgebracht haben, waren auch spezielle Lebensgefühle, die uns oft abgehen, wie zum Beispiel die „Joie de vivre“, die Lebensfreude.

Murielle Rousseau, die in Deutschland lebende Französin, Autorin und Verfasserin literarischer Kochbücher zur französischen Küche, lässt uns an dem „Savoir vivre“, am Geheimnis der nonchalanten Lebensart der Franzosen, teilhaben. Sie hat den verschiedenen Facetten typisch französischer Phänomene von A bis Z, von „Académie Française“ bis „Zut“  ein  so unterhaltsames wie kenntnisreiches Büchlein gewidmet. Von der darin auch vorkommenden „Joie de vivre“, der Lebensfreude,  sollten wir ein wenig in dieses Jahr, das weltweit mit gewissen Schwierigkeiten begonnen hat, mit hinüber retten. Und was Murielle Rousseau so unprätentiös formuliert hat, das können wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen und verinnerlichen. Auf diese Weise wird dieses Lebensgefühl auf Dauer auch Bestand haben….

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Frankfurt 2017 – Eine Rückblende

2017, Dezember 30.

Ein Jahresreigen und Frankfurts beständiger Auf- und Umbau

Ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2017 zeigt, wie vielfältig die kulturelle Szene in Frankfurt / RheinMain einst war und wie sehr sie heute immer noch in Bewegung ist. Typisch für die freie Bürgerstadt, in der die deutschen Kaiser gewählt wurden und viel später dann die erste deutsche Demokratie in der Paulskirche grundgelegt wurde. Die traditionelle Messe- und Geldstadt, die sich als Drehscheibe für Königsbesuche und den Fernhandel empfahl, zeichnete sich daher immer schon durch ihre Internationalität aus und das schon ganz ohne Flughafen.

Text und Fotos: Petra Kammann

                     

Fenster auf die Geschichte im frisch eröffneten Historischen Museum und diskret-pfiffiger Hinweis auf die Magritte-Ausstellung 2017 in der Schirn

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Du lieber guter Weihnachtsmann…

2017, Dezember 23.

Wunschloses Nichts – Ein Traum?

↑ Weihnachtlich geschmückter Brunnen an der Alten Oper Frankfurt
↓ Krippe in der Deutschordenskirche    Fotos: Petra Kammann

FeuilletonFrankfurt

wünscht

Joyeuses fêtes und Frohe Festtage

Nutzen Sie die anstehenden Feiertage auch zum Lesen, Entspannen und Nachdenken am Ende eines Jahres, das in Frankfurt und in etlichen anderen deutschen Städten geprägt war von der deutsch-französischen Zusammenarbeit „Francfort en français“/“Frankfurt auf Französisch“. Zum größten Bücherfest des Jahres kamen hunderte französisch schreibende Autoren und Autorinnen, Übersetzer und Übersetzerinnen auf die internationale Frankfurter Buchmesse in die Mainmetropole. So auch Alain Lance, einstiger Leiter des Frankfurter Institut français, der diese Messe vor 27 Jahren mit dem Ehrengastland Frankreich begleitet hat. Gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Michael Hohmann hat Alain Lance, ein fabelhafter Übersetzer für deutsche Literatur in Frankreich, den zweisprachigen Lyrikband „Die Achterbahn“, „le Grand 8“ herausgegeben, in dem sich wunderbare Entdeckungen machen lassen. Mit einem darin gefundenen Gedicht von Valérie Rouzeau möchten wir Ihnen alle guten Wünsche für Weihnachten mit auf den Weg geben. Lassen Sie sich bezaubern vom Rhythmus, Klang, Reim und vom Sinn zeitgenössischer Lyrik in beiden Sprachversionen…

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