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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Mein Freund Robert Gernhardt – Eine Laudatio von Pit Knorr 

2017, Dezember 16.

Komik ist ein Genre

Gleich ob, „Das Ungeheuer von Well Ness“ oder „Erna, der Baum nadelt!“ Das Trio Pit Knorr, Bernd Eilert und Robert Gernhardt der „Neuen Frankfurter Schule“ hat so manch Komisches miteinander ausgeheckt. Das langjährige Autorenteam war an der Gründung der Satirezeitschrift „Titanic“ beteiligt und schrieb unter dem Kürzel GEK-Gruppe Texte und Drehbücher für den Komiker Otto Waalkes. Pit Knorr hielt die Eröffnungsrede für die Ausstellung „Robert Gernhardt“ im Frankfurter Caricatura-Museum. Er sprach als Kollege, Kenner und als echter Freund Robert Gernhardts. 

Pit Knorr zur Eröffnung der Ausstellung komischer Zeichnungen von Robert Gernhardt am 14. Dezember 2017 im Caricatura-Museum Frankfurt

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Robert Gernhardts Wiedergeburt zu seinem 80ten

2017, Dezember 15.

„Je toter, desto besser bei Stimm“

Robert Gernhardt an seinem Arbeitstisch um 2002, ganz bei sich: Foto von Petra Kammann

Es ist schon (fast) alles gesagt, natürlich noch nicht von allen. Muss auch nicht sein. Denn wer sollte denn schon den hinter-, neben- und vorsinnigen, 2006 verstorbenen Robert Gernhardt toppen? Der Schriftsteller, Lyriker, Maler, Zeichner, Redakteur der Satirezeitschrift Pardon und Mitbegründer des Satiremagazins Titanic hat schlafwandlerisch alles mitbedacht, pausenlos gedichtet, gezeichnet und nicht zuletzt antizipiert…
Gernhardt lebt (s.u.)! Und er hat vorgesorgt. Lassen wir ihn daher also lieber zu seinem achtzigsten Geburtstag selber sprechen und ihm für weitere Dezennien den ungetrübten Publikumszuspruch wünschen.

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Die Arche des stillen Glücks : Kalender für 2018

2017, Dezember 10.

Kalenderblätter fürs bald anrollende Jahr

Der Dezember hat begonnen. Und das neue Jahr liegt in nicht allzu weiter Ferne. Noch ist es Zeit, sich schon einmal mit dem kommenden zu beschäftigen, bevor es unvorbereitet über uns hereinbricht. Wer die unmittelbare Politik wegen ihrer Schnelllebigkeit einmal aussparen möchte, der kann sich entspannt und vergnügt auch nur mal seinen „Kulturlieblingen“ widmen, die uns Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat im kommenden Jahr begleiten sollen, die Dichter und Dichterinnen oder die Musiker und Musikerinnen. Oder wollen wir einfach nur unsere Kleinsten mit hintersinnigen, lustigen oder lehrreichen Versen und Reimen aus der ganzen Welt beglücken? Vielleicht folgen wir zunächst den Spannungsbögen von Ruhe und Bewegung, die sich dann an Beispielen wie ein roter Faden durch das Jahr ziehen und uns begleiten. Mit einem entsprechend angelegten Kalenderblatt können wir uns dann auf unsere ganz persönlich gefärbte „Arche“ zurückzuziehen. Hierzu ein paar Empfehlungen noch vor dem letzten Weihnachtsrummel

von Petra Kammann

Für Literatur-Liebhaber ein Muss!

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Starke Stücke im Schauspiel Frankfurt ( 12 )  

2017, November 3.

Premierenmarathon zum Saisonauftakt unter der neuen Intendanz von Anselm Weber

Von Renate Feyerbacher

 

„Richard III.“ von William Shakespeare ( “rICHard”) – Machtspiele

Richard ist nicht tot zu kriegen. Welche Gesellschaft bringt ein solches Monster hervor? Wie kommt es, dass ein mächtiges Land von einem Psychopathen regiert wird? Warum wird es nicht verhindert? Fragen, die hoch aktuell sind.

Ein schwieriges Stück hat William Shakespeare (1564-1616) hinterlassen, das Vorwissen verlangt. Die Geschichte beginnt im Mittelalter, die Motive reichen aber bis in die Jetzt-Zeit. Dramaturgin, Autorin und Übersetzerin Gabriella Bussacker und Regisseur Jan Bosse, die schon länger zusammenarbeiten, haben dieses frühe Shakespeare-Werk neu übersetzt und bearbeitet. Kommt dem Jetzt entgegen, die Metaphern sind verständlicher. Schon sein Titel „rICHard III“ deutet auf die Ego-Ziele des Despoten, der ohne Grund bösartig sein will. Er nimmt sich die Freiheit zum Bösen: „Nicht in der Lage, schöne Unterhaltung zu genießen, bin ich entschlossen, den Bösewicht zu geben.“ und später:  „Mit stahlharten Lügen, mit stichhaltigen Beweisen“ wird er Menschen, sogar seine Brüder, ermorden lassen. Die Parabel, die Shakespeare schrieb, hat nichts an Brisanz eingebüßt.

Richard III;  Regie: Jan Bosse Wolfram Koch, Mechthild Großmann; Foto: Arno Declair

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„Het Vlot –Triennale“ in Ostende – Das Floß der Medusa inspiriert zeitgenössische Künstler

2017, Oktober 24.

Wie ein Floß auf dem Meer – Über Schiffbruch und Kreativität

Jan Fabre hat seine Künstlerfreunde mit ihren Werken an die Küste gebeten…

Petra Kammann hat sich in Ostende einige der neuesten Produktionen zeitgenössischer Künstler angesehen

Die webähnlich vernetzte Installation „Uncertain journey“ der japanischen Künstlerin Chiharo Shiota, 2017

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