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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Starke Stücke im Schauspiel Frankfurt (17)

2019, April 19.

Monodramen: Menschen und Stimmen einer Stadt

Eine schöne Idee, die sich Marion Tiedtke, Chefdramaturgin und (noch) stellvertretende Intendantin des Schauspiels Frankfurt, und der Leiter des Literaturhauses Haucke Hückstädt ausgedacht haben: „Stimmen einer Stadt“ nennt sich eine ganze Serie von Monodramen über Menschen in dieser Stadt. Sie ist über drei Jahre angelegt. Autoren und Autoreninnen, die sich bisher durch ihre Prosa einen Namen gemacht haben, mit Theatertexten allerdings bislang nicht hervorgetreten sind, bekamen den Auftrag, eine Frankfurter Persönlichkeit zu charakterisieren. Entstanden sind dabei sehr unterschiedliche Lebensgeschichten.

von Renate Feyerbacher

Szene aus: „Unvollkommene Ahnung“, Fotos: Schauspiel Frankfurt

Stimmen einer Stadt IV-VI“

Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino, häufig auch als Frankfurter „Flaneur“ bezeichnet, war an der ersten Staffel beteiligt. Er schrieb „Im Dickicht der Einzelheiten“ noch kurz vor seinem Tod am 12. Dezember 2018 „ Olga Grajasnowa, die junge in Aserbaidschan geborene Schriftstellerin, sprach für „Absturz“ mit einer Mitarbeiterin am Flughafen, deren Leben sich komplett verändert hat, während die österreichische Schriftstellerin und Künstlerin Teresa Präauer in „Ein Hund namens Dollar“ einen Spekulanten von einem hässlichen Hund begleiten lässt.

„Unvollkommene Umarmung“ von Antje Rávik Srubel und „Ich verlasse dieses Haus“ von Thomas Pletzinger

Zur zweiten Staffel gehört „Unvollkommene Umarmung“ von Antja Rávik Strubel, die in Potsdam lebt und arbeitet. Sie vertieft sich dabei in den Lebenslauf eines Strafverteidigers, während der in Berlin lebende Autor und Übersetzer Thomas Pletzinger in „Ich verlasse dieses Haus“ eine Frau beschreibt, die ihren letzten Rundgang in der legendären Autorenherberge „Hotel Nizza“ im Bahnhofsviertel  macht. Und Angelika Klüssendorf, die 40. Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim, schließlich lässt in „Branka“ eine bodenständige Wirtin aus Bergen-Enkheim erzählen.

Die Namen der dargestellten Personen werden übrigens vom Schauspiel nicht verraten, eigene Recherche ist notwendig, wenn man es wirklich wissen will.

Diesen Monodramen fehlt allerdings ein wenig die Dramatik. Strubel und Pletzinger haben eine ähnliche Form gewählt mit vielen Rückblenden, die nicht immer sofort zugeordnet werden können. Dennoch ist es Regisseur und Schauspielchef Anselm Weber gelungen, die Zuschauer bei diesem langen Theaterabend bei der Stange zu halten.

Der exzellente Peter Schröder als Strafverteidiger Andreas Sternthal fasziniert wie immer durch seine unglaubliche Konzentration. Der Jurist, der über das System schimpft, ist homosexuell. Er erzählt von seinem kleinbürgerlichen Zuhause, von mangelnder elterlicher Zuwendung, die ihm später ein älteres Ehepaar gab und auch eine berufliche Perspektive  ermöglichte. Er erinnert sich, wie er als Kind eingeschlossen wurde, um nicht beim Hausbau zu stören. „Ich konnte nicht reden. Bis ich vier war. Hab ich Dir das erzählt? Nicht vorstellbar. Überhaupt nicht mehr vorstellbar.“ Ausführlich schildert er den Tod der Mutter, die nach einem Herzinfarkt nackt in einem Sessel sitzt. „Der Vater geht nicht in ihre Nähe [..] Ich kleide sie ! Ich ziehe ihr die Stumpfhosen an [..] Du hast aber noch tolle Beine ! Und sie lacht.“. Der vor Gericht so cool erscheinende Strafverteidiger erlaubt tiefe Einblicke in sein privates Befinden.

In „Ich verlasse dieses Haus“  von Thomas Pletzinger  ist die Mutter aufgrund eines Schlaganfalls nicht mehr in der Lage, das Hotel zu führen. Tochter Usch muss es übernehmen, wird es aber schlussendlich verlassen. Sie macht einen letzten unsentimentalen Rundgang durchs Hotel. Geradezu nüchtern erzählt die Schauspielerin Anna Kubin vom Tod, von der Liebe, von den mehr oder weniger willkommenen Gästen. Die Musikfetzen, die den Redefluss unterbrechen, kommen dürftig vom Smartphone…

„Branka“ von Angelika Klüssendorf

Szene aus „Branka“, Foto: Schauspiel Frankfurt

Zweifellos ist  „Branka“ das lebendigste und witzigste Stück des Abends. Branka, die Wirtin, wird von einer Stimme (Katharina Linder) befragt. Widerwillig antwortet sie. Wer will schon ihre Geschichte hören.?! Ein arbeitsreicher Tag geht zu Ende und wie immer wischt sie die Stühle ab und stapelt sie. Schließlich kommt sie mit ihrer Erzählung doch in Fahrt. Sie hat ihre Heimat, ein kleines slowenisches Dorf, verlassen und wollte wegen des Flusses im Namen nach Frankfurt am Main. Mehr recht als schlecht schlägt sie sich durch, bis sie ihr eigenes Lokal mit deutscher und ein wenig Balkan-Küche eröffnen kann. Mit ihrem laut-herzlichen Lachen scheint sie die Gewalt, die sie erlebt hat, wegzuwischen: „Mein Zorn hatte sich ein Ventil geschaffen. Deshalb lache ich. Kann nicht mehr ohne. Bin sparsam, aber nicht beim Lachen.“ Es ist geradezu erfrischend, wie Christina Geiße die Rolle anpackt.

Die Monodramen „Ich verlasse dieses Haus“ und „Branka“ werden am 13.5. in den Kammerspielen gezeigt. Die „Stimmen einer Stadt IV-VI“ werden auch getrennt aufgeführt.

 

 „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ von David Grossman

Vor zehn Jahren erschien in Deutschland der Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ des israelischen Schriftstellers und Friedensaktivist David Grossman. Den Friedenspreis Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt er 2010 für sein Bemühen, in der israelisch-palästinensisches Aussöhnung, die derzeit mehr gefährdet ist denn je. Über vier Jahre, von 2003 bis 2007 schrieb der 1954 in Jerusalem geborene Autor an diesem Werk. Zur gleichen Zeit absolvierte sein jüngster Sohn Uri seine Militärzeit in einer Panzerdivision. Wie Ora, die Mutter von Ofram, versucht David Grossmann, durch das Schreiben des Buches den Sohn vor der Gefahr zu schützen. Vergeblich. Wenige Stunden vor dem Ende des zweiten Libanonkrieg 2006 wird Uri getötet.

Wenige Tage zuvor hatte Grossman gemeinsam mit A.B. Jehoshua und Amos Oz noch den Präsidenten Olmert aufgefordert, die Kämpfe zu beenden.

 

David Grossman im Chagall-Saal, Foto: Renate Feyerbacher 

Über siebenhundert Seiten umfasst der Roman „Eine Frau flieht vor der Nachricht“. Ihn in ein zweistündiges Theaterstück zu verwandeln, war eine echte Herausforderung. In den Frankfurter Kammerspielen fand die Deutsche Erstaufführung statt, übersetzt von Anne Birkenhauer, für die Bühne bearbeitet von der Regisseurin Jessica Glause, Dramaturg war Alexander Leiffheidt.

Ora ist die Mutter von Ofram, dessen Militärzeit beendet war, der aber freiwillig seinen Dienst verlängert: „.. jetzt zu verzichten, drei Jahre lang habe er die Scheiße mit Kettenfett reingeschoben, um genau bei so einer Aktion mitzumachen  [..]  ganz zu schweigen davon, dass er schon ein halbes Jahr keinen Panzer mehr von innen gerochen habe [..],“ so begründet Ofer seine Entscheidung, die Militärzeit zu verlängern. Für 28 Tage wird er als Freiwilliger eingezogen. (Zitat  aus dem Roman).  Ora fürchtet sich vor der Nachricht, dass einer ihrer beiden Söhne im Krieg getötet werden könnte. Sie flieht von zu Hause und wandert durch die Berglandschaft Galiläas und hofft, ihren Sohn noch vor dem Unheil bewahren zu können. „Dies ist der richtige Protest.“

Szene aus: „Eine Frau flieht vor einer Nachricht „, Foto: Schauspiel Frankfurt

Sie bittet ihren Geliebten Avram, selbst Folteropfer im Jom-Kippur-Krieg 1973, sie zu begleiten. Avram ist der Vater von Ofer, um den dieser sich aber nicht kümmerte. Auf dieser Wanderung erzählt Ora von ihrem Ehemann Ilan, dem Vater von Adam, der bereit war, Ofer als eigenes Kind aufzuziehen. Zwei Dreieckskonstellationen überlagern sich: Ora, Avram, Ofer und. Avram, Ora und Ilan. Leben in Zeiten des Krieges ist das Thema. Im Leben dieser Menschen bleibt der Nahostkonflikt ständig präsent. Leben und Krieg durchdringen einander. Familien werden zerstört, aus Freunden werden Feinde.

Die junge Regisseurin Jessica  Glause, die außergewöhnliche Projekte in ganz Deutschland realisiert, hat die Rolle der Ora auf vier Schauspielerinnen verteilt, wodurch die verschiedenen Aspekte dieser Figur deutlich werden, gespielt von Altine Emini, Christina Geiße, Sarah Grunert und Eva Bühnen, die noch an der Hochchule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt studiert. In äußerst schnellen Dialogen spielen sie – jede auf ihre Weise – überzeugend, mal quirlig, traurig, wütend und ständig in Bewegung. Avram (Matthias Redlhammer), der zunächst unwillige Begleiter seiner ehemaligen Geliebten und Mutter seines Sohnes Ofer, zeichnet sich zunächst durch Gleichgültigkeit aus. Doch machen ihn die Geschichten, die Ora erzählt, nachdenklich, versöhnlich und fordern ihn heraus. Geradezu traurig muss er erkennen: „Ich habe kein Kind, außer Ofer habe ich kein Kind.“ Ständig muss er auf eine der vier Ora-Darstellerinnen reagieren, wasdem Schauspieler bestens gelingt.

David Campling, ebenfalls noch Studierender an der Frankfurter Hochschule, kommt geschickt der Aufgabe nach, zwischen den Rollen Ofer und Ilan hin und her zu wechseln.

Ein wichtiger Theaterabend, den David Grossman selbst vor der Premiere gesehen und für gut befunden hat. Avram: „Es gibt kein später mehr. Hallo, Israel, Heimat? Gibt es Dich überhaupt noch?“

Vorstellungen:  am 20. und 21. April 2019 im Schauspiel Frankfurt.

 

Der Lyrik einen Resonanzraum geben – Der erste Frankfurter Festivalkongress „Fokus Lyrik“

2019, März 10.

„Wer A sagt…“ – Es kommt auf den ersten Schritt an und auf die, die folgen

Von Petra Kammann

Vom 7. bis 10. März fand in Frankfurt der große Festivalkongress „Fokus Lyrik“ statt. „Dass Frankfurt eine Stadt der Lyrik ist, würde man auf den ersten Blick nicht erwarten. Zwischen Hochhaustürmen der Banken und Kanzleien läuft der städtische Alltag im Eiltempo ab. Dabei bedarf die freie, spielerische Sprache der Poesie Zeit und Muße“, sagt die Kulturdezernentin der Mainmetropole. Aber kann nicht gerade ein solcher Ort, an dem überdies Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Milieus leben, ein Kraftquell poetischer Energien sein, an dem man zum Innehalten, genauen Hinschauen und zu neuem Atemholen animiert wird? Um solchen und ähnlichen Fragen nachzugehen, hat der Kongress mehr als 100 Akteure der Lyrikszene nach Frankfurt gelockt. Neben einem öffentlichen Programm fanden nicht-öffentliche Roundtables mit Autoren sowie Experten aus den Bereichen Übersetzung, Veranstaltung, Verlage, Buchhandel, Schule, Universität, Kritik, Zeitschriften statt. Da wurden zentrale Anliegen, Thesen und Forderungen in Sachen Lyrik formuliert.

Auftakt – Der schwedische Dichter Magnus William-Olsson öffnet den Brief mit der deutschen Übersetzung; Fotos: Petra Kammann

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Uraufführung: „Zu der Zeit der Königinmutter“ am Akademietheater in der Wiener Burg

2019, März 7.

Afrikanische Geschichten, seltsam steif inszeniert

Von Simone Hamm

Fiston Mwanza Mujilaist im Kongo aufgewachsen, von dort über Belgien, Deutschland und Frankreich nach Österreich gekommen, lehrt heute an der Universität Graz afrikanische Literatur. Sein Roman „Tram 83“ stand auf der Longlist des Man Booker International Prize. „Zur Zeit der Königinmutter“ ist das erste Stück, das Fiston Mwanza Mujila auf Deutsch geschrieben hat.

Elena Todorova, Christian Pollheimer, Markus Hering, Simon Jensen, Sven Dolinski, Gertraud Jesserer, Foto: Elisabeth Gruber / Burgtheater

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Der DFG-Preis 2019 – eine Exzellenz-Auszeichnung

2019, Februar 21.

Begabte Französisch-Schüler aus dem Frankfurter Raum, die sich für das Deutsch-französische Verhältnis engagieren 

Elèves talentueux, en français et en faveur du franco-allemand, de la région de Francfort !

Der Preis der Deutsch-Französischen Gesellschaft wurde am Jahrestag des Elysée-Vertrags, am 22.01.2019, im Frankfurter Römer verliehen. 8 Schüler*innen stellten dort ihre Arbeiten vor. Die 4 besten wurden unter dem Vorsitz des DFG-Präsidenten Christophe Braouet und einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Ein FeuilletonFrankfurt-Interview

mit Bruno Girardeau,
Attaché für französische Sprache und Bildung in Rheinland-Pfalz und Hessen
Attaché de coopération  pour le français pour la Rhénanie-Palatinat et la Hesse
im Institut français à Mayence

 

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FRANKFURTER ERKLÄRUNG DER „VIELEN“

2019, Februar 2.

Ein deutliches Signal für Weltoffenheit  –  Politisch sehr korrekt

„Die Vielen“ vor dem Historischen Museum stehen für die kulturelle Vielfalt in der Stadt. Foto: Petra Kammann

Als Gastgeber begrüßt Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, die „Vielen“, 56 Vertreter*innen der Frankfurter Kulturszene, im Sonnemann-Saal des Historischen Museums und bezieht sich dabei auf Leopold Sonnemann, der Radikaldemokrat gewesen sei.

Die Frankfurter Erklärung, in der u.a. auf die demokratischen Traditionen der Stadt eingegangen wird, ist Teil einer deutschlandweiten Kampagne „Die Vielen“. Zeitgleich folgen danach Kulturschaffende und Forscher in 14 anderen Städten dem Beispiel, das Berlin, Hamburg, Dresden und Nordrhein-Westfalen bereits im November gegeben haben. In Frankfurt haben sämtliche großen Frankfurter Museen, Theater, Konzert- und Literaturveranstalter, dazu etliche freie Theatergruppen, kunstwissenschaftliche Einrichtungen, Bildungsstätten und kleinere Initiativen die Erklärung solidarisch unterzeichnet und damit auch ihre Zusammenarbeit für die Zukunft bekundet.

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Kleist, Feuchtwanger und Houellebecq in Bochum

2019, Januar 26.

Johan Simons führt Bochum zurück in die erste Liga der Schauspielhäuser

Von Simone Hamm

Es beginnt mit einem lauten Rums. Stockfinster ist es im Zuschauerraum des Bochumer Theaters. Auch auf der Bühne. Dann knallen Plastikstühle und -tische, Regalteile, Zimmerpalmen, Matratzen und Kleidungsstücke auf die Bühne. Es hat einen Terroranschlag gegeben im Club „Eldorador Aphrodite“ – 117 Menschen sind getötet worden…

Die Erstinszenierung von „Unterwerfung“ entstand 2017 in Kooperation von NTGent und Action Zoo Humain und Chokri Ben Chikha, Text: nach Michel Houellebecq, Deutsch mit englischen Übertiteln, Regie: Johan Simons, Foto: Tobias Kruse

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Alfred Grosser: Grand officier, Commandeur der Ehrenlegion

2019, Januar 7.

FeuilletonFrankfurt gatuliert

OB Peter Feldmann und Friedenspreisträger Alfred Grosser, Foto: Petra Kammann

Alfred Grosser, der in Frankfurt gebürtige Franzose und deutsch-französische Politologe, erhielt zu Anfang des Jahres die in Frankreich verliehene ranghöchste Auszeichnung für militärische und zivile Verdienste: das Großkreuz der Ehrenlegion, das seit der Napoleonischen Ära streng nach individuellem Verdienst, ohne Ansehen der Herkunft, des Standes, der Religion und des Geschlechts vergeben wird.

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Zum Tod von Amos Oz – Ein Schriftstellerleben zwischen Liebe und Finsternis

2018, Dezember 29.

Amos Oz, stark im Leben und in der Literatur

Von Petra Kammann

Der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist Amos Oz ist gestern im Alter von 79 Jahren an Krebs gestorben. Der vielfach ausgezeichnete Autor machte u.a. auch durch seine Kritik an der israelischen Besatzungspolitik Schlagzeilen. Jahrelang galt er als Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels nahm er 1992 in der Frankfurter Paulkskirche in Empfang. Seine „Geschichte von Liebe und Finsternis“ wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 auch als Film adaptiert.

Amos Oz, 2005 beim Goethe-Preis in der Frankfurter Paulskirche; Foto: Petra Kammann

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Kulturtipps: Was FeuilletonFrankfurt-Autoren empfehlen und was sie beschäftigt

2018, Dezember 23.

Schauen, Stöbern, Schmausen, Entdecken, Hinhören und Diskutieren

 

Petra Kammann

ist überzeugt: Ray 2018, die Triennale für Fotografieprojekte, hat insgesamt prägende optische Eindrücke hinterlassen. Ihr krönender Abschluss: die fotografischen Arbeiten von 72 Jugendlichen aus verschiedenen Städten des Rhein-Main-Gebiets, die sich die Region vor die Linse geholt haben. Nachzuerleben in der Publikation „MeinRheinMain“ (Spielbein Publishers). Als Schirmherrin des Kreativprojekts hatte die Frankfurter Fotografin Barbara Klemm den frischen Blick der Jugendlichen auf ihre vertraute Umgebung stimuliert, die sie dann an der Kamera im Rahmen von RAY JUNIOR unter Anleitung der Fotoprofis Mirko Krizanovic und Wolfgang Zurborn im Fotografieforum in 6 Workshops ausprobiert hatten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und wir können dank des Buchs neue Aspekte unserer Region entdecken.

Die legendäre Fotografin Barbara Klemm mit den Ray Junior-Jugendlichen, Foto:© Sabine Schirdewahn

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Kalenderklassiker nun in der edition momente

2018, Dezember 12.

Ästhetischer Wochenbegleiter mit Geschichte 

Arthur Miller und Marilyn Monroe, New York, Queensboro Bridge, 1957, Foto: Sam Shaw © Getty Images/Shaw Family Archives

Seit über 30 Jahren gibt es ihn, den Arche Literatur-Kalender, den Jahr für Jahr liebevoll die beiden ehemaligen Arche-Verlegerinnen Elisabeth Raabe und Regina Vitali unter ein jeweils wechselndes Thema aus dem literarischen Umfeld gestellt hatten – mit ungewöhnlichen, häufig unbekannten Schwarz-Weiß-Fotos der darin vorkommenden nicht mehr lebenden Autorinnen und Autoren, mit Zitaten und Bildern zu ihren Gedenktagen und zudem mit einem Kalendarium der Geburts- und Todestage, mit Kurzbiografien und ausführlichen Bildlegenden. Dieser so unverwechselbare besondere Kalender wurde zu einem Klassiker und einem Muss für Liebhaber und Kenner der Literatur gleichermaßen…

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