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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Stadtplanung und Diskussionen

DAS NEUE FRANKFURT – Die Moderne am Main feiert sich im Bauhausjahr 2019 in drei Museen

2018, Oktober 29.


Die Baustelle der Moderne:
Lebens- und Gestaltungsmodule der Weimarer Republik

Von Petra Kammann

Unter dem Namen „Das Neue Frankfurt“ wurde zu Beginn der 1920er Jahre in Frankfurt ein beispielloses Programm ins Leben gerufen, das weit über die Grenzen der Stadt wahrgenommen wurde, denn in der neugegründeten Weimarer Republik ging es nicht nur um eine bauliche, sondern um eine von Grund auf kulturelle Erneuerung. In Frankfurt entstand ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde und die Stadt entwickelte sich zu einem Vorzeigemodell der modernen Großstadt. Zum Bauhausjahr 2019 widmen sich Anfang 2019 daher gleich drei städtische Frankfurter Museen den verschiedenen Aspekten des legendären Großstadtprojekts in Sonderausstellungen: das Museum Angewandte Kunst, das Deutsche Architekturmuseum und das Historische Museum Frankfurt. Und das in diesem Jahr gegründete Forum Neues Frankfurt in der Römerstadt bringt die Mitwirkenden miteinander ins Gespräch und bietet ein Begleitprogramm rund um „Das Neue Frankfurt“ an.

Die von Hans und Grete Leistikow gestaltete Zeitschrift verbreitete die Ideen des „Neuen Frankfurt“ auch international

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Der Himmel über Frankfurt beim Altstadtfest – Ein Bilderbogen

2018, September 30.

Foto-Impressionen vom 29. September 2018

von Petra Kammann

Frankfurt leuchtet…

Die große Illusion am Frankfurter Kunstverein: Framing Reality zum Altstadtfest

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Die „neue Altstadt“ – das Herzstück des historischen Frankfurt

2018, September 29.

↑ Noch ein unbeschriebenes Buch…

↓ Schon jetzt begehrte Fotomotive: Blick auf das Stadthaus und „Goldene Waage“

Am Freitag, 28. September, wurde die neue Frankfurter Altstadt feierlich eröffnet, wenngleich das Quartier bereits seit Anfang Mai öffentlich zugänglich ist. Die ursprüngliche Frankfurter Altstadt, die zu den größten Fachwerkvierteln in Deutschland gehörte, wurde im März 1944 durch Bombenangriffe völlig zerstört. Das Herz des historischen Frankfurt ist jetzt teilweise wieder originalgetreu aufgebaut worden. 1974 entstand auf dem Areal das „Technische Rathaus“, ein schmuckloser Betonbau, der 2010 abgerissen wurde. Von den ursprünglichen 35 Häusern entstanden 15 Rekonstruktionen, die anderen sind Neuschöpfungen nach Vorgaben wie Materialien und Spitzdächer, welche sich in das Ensemble einpassen…

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Kultur als baulich gestaltete Lebenswelt

2018, August 31.

Betrachtung in Anregung vor Eröffnung von Frankfurts neuer Altstadt

von Gunnar Schanno

Wir gehen davon aus, dass das Kulturelle immer auch den Aspekt des Zeitlosen in sich trägt, denn wer würde etwa das Schöpferische in Kunst und Tradition der Jahrhunderte als „altmodisch“ bezeichnen wollen. So zeigt sich darin auch der Unterschied zum Zivilisatorischen, weil in ihm auch das Technologisch-Industrielle bestimmendes Merkmal ist. Was wir dieserart Zivilisation nennen, zeitigt sich doch als unentwegt sich verändernde sich selbst überholende Grundlage unserer Lebensverhältnisse. Sie verbindet sich mit Begriffen wie Konsum, Funktionalität, Innovation.

Vorbild der „Moderne“: das Bauhaus in Dessau mit seiner zum Prinzip erhobenen Funktionalität, alle Fotos: © Petra Kammann

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Diskussion um die Zukunft der Theaterdoppelanlage – Theater und Oper: Notwendiger Blick nach vorn

2018, August 23.

Rekonstruktion: Dieser Begriff löst vielerorts in Deutschland sofort Kritik und Häme aus. Die Initiatoren und Befürworter der neuen Frankfurter Altstadt haben es sofort erfahren, wie auch in den 80erJahren die Stadtverantwortlichen um den damaligen Oberbürgermeister Walter Wallmann, als es um die an den historischen Vorgängern orientierte Ostzeile des Römerbergs ging. So ist es nicht verwunderlich, dass die „Frankfurter Rundschau“ dem ersten „Schauspielhaus-Gespräch im Frankfurter Hof“ einer Initiative, welche sich der Rekonstruktion des früheren Schauspielhauses verschrieben hat, eine leicht hämische und von Herablassung imprägnierte Resonanz widmete – so, als sei das Vorhaben von vornherein nicht ernstzunehmen und im Ganzen unter reaktionären Retro-Verdacht zu stellen.

Von Uwe Kammann

Sanierungsbedürftig und neu zu bedenken: die Frankfurter Theaterdoppelanlage 

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Besuch bei Hilmar Hoffmann – Erinnerung an ein Gespräch in Oberrad

2018, Juni 4.

Kurz bevor ich Frankfurt verließ und für einige Jahre im Rheinland lebte und arbeitete, besuchte ich den gerade verstorbenen früheren Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann in seinem „Forsthaus“ in Oberrad für die zweisprachige Zeitschrift FRANKFURT INTERNATIONAL. Seine Persönlichkeit, der Inhalt des damaligen Gesprächs und seine Unerschrockenheit begleiteten auch mich in meinem Engagement für Kultur…

Hier die Reproduktion des Interviews zum Nachlesen: Hilmar Hoffmann

Das Gespräch führte Petra Kammann im Frühjahr 2005.

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Die Schönheit der Stadt zurückgewinnen

2018, Mai 23.

„Langfristig ändert sich etwas zum Positiven“ – Ein Interview mit dem Architekten und Städtebauer Prof. Christoph Mäckler

Der Architekt und Städtebauer Prof. Christoph Mäckler, Foto: Petra Kammann

Die Unwirtlichkeit der Städte: Dieses Buch von Alexander Mitscherlich machte einst Furore. Es war eine Fundamentalkritik am Städtebau der Nachkriegszeit. Der Frankfurter Architekt und Städteplaner Christoph Mäckler ist engagierter Verfechter eines Städtebaus, der auf Schönheit und auf den Typus der Europäischen Stadt setzt. Über seine Ziele und auch über exemplarische Fragen der Frankfurter Stadtplanung sprach Uwe Kammann mit dem Architekten.

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Frankfurts „neue“ Altstadt für das Publikum eröffnet

2018, Mai 11.

Neuer Eingang des Frankfurter Kunstvereins zur Gasse „Hinter dem Lämmchen“

Von Erhard Metz

Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnet die „neue“ Frankfurter Altstadt

Dem vom 28. bis 30. September 2018 geplanten großen Altstadtfest wollte man nicht allzu weit vorgreifen – und doch fand die Eröffnung der „neuen“ Frankfurter Altstadt für das Publikum, wenn auch ohne einen förmlichen Festakt, bereits jetzt am 9. Mai statt. „Mit der Altstadt geben wir der Stadt ein Stück Herz und Seele zurück“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann am Pult auf dem beginnenden historischen Krönungsweg bei strahlendem Sonnenschein und fast hochsommerlichen Temperaturen. „Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt können sich nun das neue Quartier aneignen, ein Stück Frankfurter Geschichte erleben. Neben Stadtreparatur ist es mit der neuen Altstadt gelungen, wesentliche Momente der Frankfurter Stadtgeschichte in die heutige Zeit zu transportieren. Die Stadt wird so ein lebendiges Viertel gewinnen, das vor allem für die Frankfurterinnen und Frankfurter Anziehungspunkt sein wird.“ Weiterlesen

GROSSE OPER – VIEL THEATER? Diskussion um die Städtischen Bühnen Frankfurt

2018, März 24.

Frankfurter Bühnen-Träume: präsentiert und diskutiert

Sehenswerte Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum – produktive Podien

Von Uwe Kammann

Alle, die wissen wollen, wie es mit der Theaterdoppelanlage – so das Bürokratendeutsch – in Frankfurt weitergehen soll, haben seit dem Wochenende einen Pflichttermin: die Ausstellung „Große Oper – viel Theater?“. Hierfür hat das Deutsche Architekturmuseum (DAM) neben dem im Mittelpunkt präsentierten Frankfurter Haus achtzehn Theater-, Oper- und Konzerthäuser in Europa mit Fotos und Schaubildern ausgewählt, die als Beispiele dienen können, wenn es um die Frage geht: Wie können solche Bauten heute aussehen, wie lassen sich bestehende Einrichtungen sanieren, welche Akzente können sie in der Stadtentwicklung und im Stadtgefüge setzen?

DAM: Andrea Jürges, Stellvertretende Leiterin des Architekturmuseums und neben Yorck Förster Kuratorin der Ausstellung „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im europäischen Vergleich“, Foto: Petra Kammann

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Frankfurter Theater!!!

2018, März 20.

ENDLICH: Diskussionen zur Zukunft der Städtischen Bühnen

Ein Kommentar von Uwe Kammann

Es wurde Zeit, höchste Zeit. Viel zu lange hielt sich die Politik bedeckt, wenn es um die Zukunft der Städtischen Bühnen ging. Dies wurde schon bei den letzten Römerberggesprächen im Herbst heftig moniert, Oberbürgermeisterwahl hin oder her. Dabei lag die Machbarschaftstudie schon seit dem Sommer vor, die damals eine Art Schock ausgelöst hatte: rund 900 Millionen Euro in der Endsumme, um das gemeinsame Haus für Theater und Oper baulich und technisch auf Vordermann zu bringen. Knapp eine Milliarde – unglaublich. Auch wenn angeblich alles total marode war, was doch tagtäglich bespielt wurde. Höchste Alarmstufe!

Zum Jahresanfang hörte sich das dann aus dem Mund der Kulturdezernentin Ina Hartwig ganz anders an.

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