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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Stadtplanung und Diskussionen

Die Schönheit der Stadt zurückgewinnen

2018, Mai 23.

„Langfristig ändert sich etwas zum Positiven“ – Ein Interview mit dem Architekten und Städtebauer Prof. Christoph Mäckler

Der Architekt und Städtebauer Prof. Christoph Mäckler, Foto: Petra Kammann

Die Unwirtlichkeit der Städte: Dieses Buch von Alexander Mitscherlich machte einst Furore. Es war eine Fundamentalkritik am Städtebau der Nachkriegszeit. Der Frankfurter Architekt und Städteplaner Christoph Mäckler ist engagierter Verfechter eines Städtebaus, der auf Schönheit und auf den Typus der Europäischen Stadt setzt. Über seine Ziele und auch über exemplarische Fragen der Frankfurter Stadtplanung sprach Uwe Kammann mit dem Architekten.

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Frankfurts „neue“ Altstadt für das Publikum eröffnet

2018, Mai 11.

Neuer Eingang des Frankfurter Kunstvereins zur Gasse „Hinter dem Lämmchen“

Von Erhard Metz

Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnet die „neue“ Frankfurter Altstadt

Dem vom 28. bis 30. September 2018 geplanten großen Altstadtfest wollte man nicht allzu weit vorgreifen – und doch fand die Eröffnung der „neuen“ Frankfurter Altstadt für das Publikum, wenn auch ohne einen förmlichen Festakt, bereits jetzt am 9. Mai statt. „Mit der Altstadt geben wir der Stadt ein Stück Herz und Seele zurück“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann am Pult auf dem beginnenden historischen Krönungsweg bei strahlendem Sonnenschein und fast hochsommerlichen Temperaturen. „Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt können sich nun das neue Quartier aneignen, ein Stück Frankfurter Geschichte erleben. Neben Stadtreparatur ist es mit der neuen Altstadt gelungen, wesentliche Momente der Frankfurter Stadtgeschichte in die heutige Zeit zu transportieren. Die Stadt wird so ein lebendiges Viertel gewinnen, das vor allem für die Frankfurterinnen und Frankfurter Anziehungspunkt sein wird.“ Weiterlesen

GROSSE OPER – VIEL THEATER? Diskussion um die Städtischen Bühnen Frankfurt

2018, März 24.

Frankfurter Bühnen-Träume: präsentiert und diskutiert

Sehenswerte Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum – produktive Podien

Von Uwe Kammann

Alle, die wissen wollen, wie es mit der Theaterdoppelanlage – so das Bürokratendeutsch – in Frankfurt weitergehen soll, haben seit dem Wochenende einen Pflichttermin: die Ausstellung „Große Oper – viel Theater?“. Hierfür hat das Deutsche Architekturmuseum (DAM) neben dem im Mittelpunkt präsentierten Frankfurter Haus achtzehn Theater-, Oper- und Konzerthäuser in Europa mit Fotos und Schaubildern ausgewählt, die als Beispiele dienen können, wenn es um die Frage geht: Wie können solche Bauten heute aussehen, wie lassen sich bestehende Einrichtungen sanieren, welche Akzente können sie in der Stadtentwicklung und im Stadtgefüge setzen?

DAM: Andrea Jürges, Stellvertretende Leiterin des Architekturmuseums und neben Yorck Förster Kuratorin der Ausstellung „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im europäischen Vergleich“, Foto: Petra Kammann

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Frankfurter Theater!!!

2018, März 20.

ENDLICH: Diskussionen zur Zukunft der Städtischen Bühnen

Ein Kommentar von Uwe Kammann

Es wurde Zeit, höchste Zeit. Viel zu lange hielt sich die Politik bedeckt, wenn es um die Zukunft der Städtischen Bühnen ging. Dies wurde schon bei den letzten Römerberggesprächen im Herbst heftig moniert, Oberbürgermeisterwahl hin oder her. Dabei lag die Machbarschaftstudie schon seit dem Sommer vor, die damals eine Art Schock ausgelöst hatte: rund 900 Millionen Euro in der Endsumme, um das gemeinsame Haus für Theater und Oper baulich und technisch auf Vordermann zu bringen. Knapp eine Milliarde – unglaublich. Auch wenn angeblich alles total marode war, was doch tagtäglich bespielt wurde. Höchste Alarmstufe!

Zum Jahresanfang hörte sich das dann aus dem Mund der Kulturdezernentin Ina Hartwig ganz anders an.

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Die Frankfurter Luminale 2018 – eine kleine Auswahl (2)

2018, März 17.

KUNSTVEREIN EBENE  B1 E.V.

Kunst, die sich mit dem Alltag auseinandersetzt. Eine erste Erkundung

Brain flash – Flash your brain. Und große Oper.

Frankfurt. S-Bahnstation Taunusanlage, zentral gelegen an der Mainzer Landstraße im Bereich des Opernplatzes zwischen den Türmen der Deutschen Bank und der grünen Taunusanlage. Seit den 70er Jahren ein wichtiger Knotenpunkt für Berufspendler, da viele Unternehmen, vor allem aus der Finanzbranche, in unmittelbarer Nähe ihren Sitz haben. Außerdem ist sie ein zentraler Haltepunkt des sogenannten City-Tunnels, einer S-Bahnstrecke, welche den Frankfurter Hauptbahnhof mit dem Frankfurter Südbahnhof sowie mit Frankfurt-Oberrad verbindet. Tausende von Menschen  – rund 30 000 Personen passieren tagtäglich diesen Ort–, vor allem aber in den Stoßzeiten am Morgen und am Abend, so dass dieser Ort schon in den Neunziger Jahren zu einem schwierigen sozialen Brennpunkt wurde.

Von Petra Kammann

„Brain flash- flash your brain“ von Raumlabor (Christian Uitz), Fotos: Petra Kammann

Aufgewertet wurde die Station seit 2015 durch eine edlere Ausstattung sowie durch eine verbesserte Orientierung mit Hilfe gezielter Beleuchtung.

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SCHÖN UND GUT? FRANKFURT – EINE STADT FÜR ALLE?

2018, März 1.

Ein Interview mit Mike Josef, dem Planungsdezernenten der Stadt Frankfurt

Interview: Uwe Kammann
Fotos: Petra und Uwe Kammann

Seit Mitte 2016 im Amt: Mike Josef

Uwe Kammann: Hat sich Ihr Blick auf Frankfurt geändert, seit Sie dieses Amt angetreten haben? Wenn ja: In welcher Hinsicht, in welcher Form?

Mike Josef: Es ist hier unheimlich viel in Bewegung. Ich bekomme noch viel intensiver mit, welche Dynamik in der Stadt steckt; auch, wieviel Geld hier im Umlauf ist.

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Einer erster Gang über den Krönungsweg der rekonstruierten Frankfurter Altstadt

2018, Februar 19.

Gelungenes Modell – zum Nachdenken

 

Noch war er in diesen Tagen mit Holzplatten belegt, jener Weg zwischen Römer und Dom, den zwischen 1356 und 1792 deutsche Könige und Kaiser beschritten hatten, um unter steinernem Kirchenhimmel gekrönt zu werden. Jetzt, an einem nasskalten Februartag anno domini 2018, waren schlichte Frankfurter Bürger in genau dieser herrschaftlichen Linie unterwegs, um sich ein erstes laufendes Bild zu machen von jenem Viertel, das im Herbst des Jahres eröffnet werden soll: als neue Altstadt. „Die Stadt lebt“, hieß es nun schon seit der Bauzeit auf Plakaten und Broschüren. Verbunden mit dem Zusatz: „Willkommen in der neuen Mitte Frankfurts“.

Von Uwe Kammann

Haus „Zur Flechte“ am Hühnermarkt 

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Das Forum Neues Frankfurt – Eröffnung eines Hotspots in der Hadrianstraße 5

2018, Februar 6.

Bauen und Schauen für Alle

Altes Neues Frankfurt – Ein historischer Schritt in die Zukunft

Wenn 2019 das „Bauhaus-Jahr“ beginnt, wird Frankfurt seine Stärken mit einer ähnlichen Tradition ausspielen, denn die Mainmetropole hat ästhetisch durchaus Adäquates zum Bauhaus zu bieten. „Das neue Frankfurt“, das Stadtplanungsprogramm zwischen 1925 und 1930, dessen Ziel es vor allem war, die Lebensbedingungen vieler Menschen zu verbessern, umfasste alle Bereiche der städtischen Gestaltung. In der Hadrianstraße 5 in der Römerstadt entstand nun ein neuer Raum, das „Forum Neues Frankfurt“, das von den Mitgliedern der ernst-may-gesellschaft am 5. Februar 2018 als neue Anlaufstelle eröffnet wurde. Quer durch die Bevölkerungsschichten sollen hier Menschen angelockt werden, die sich für das ganzheitlich angelegte Gesamtkonzept moderner Städteplanung mit Licht, Luft und Grün interessieren.

Von Petra Kammann

Die neuen Räume des Forum Frankfurt im ehemaligen Ladenlokal  in der Hadrianstraße 5, in der Römerstadt

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„Ungebautes Frankfurt. Die Stadt, die nicht sein sollte“ – Ein aufregendes Buch

2018, Januar 23.

Nicht sichtbar, aber lehrreich

Bunt, bunter, am buntesten: Jährlich gibt es eine Fülle von neuen Büchern über Frankfurt am Main. Selten mischt sich ein strenges Schwarz-Weiß in das Kaleidoskop der Stadtschilderungen, in der Regel geht es um touristische Spaziergänge zwischen Sachsenhausen-Kleinidylle und Hochaus-Imposanz, dazwischen wird Historisches heimgesucht. Wirklich Lesenswertes ist selten darunter, systematisch Einordnendes zur Stadtentwicklung macht sich noch rarer.

Von Uwe Kammann

Noch im Werden: der Eingang zur neuen Altstadt, Foto: Uwe Kammann

Zwei solcher Werke liegen nun einige Zeit zurück. Der eine – „Maßstabssprung. Die Zukunft von Frankfurt am Main“, eine von Christian Niethammer und Wilfried Wang herausgegebene Sammelpublikation, reich an Blickwinkeln, Details und Bauzeichnungen – sogar schon 20 Jahre. Das andere – „Architekturstadt Frankfurt. Wegweisende Bauten. Aktuelle Tendenzen“ von Dieter Bartetzko – knapp vier Jahre, bestechend durch Kenntnis der lokalen Baugeschichte, kluge Bewertungen der Entwicklung und hohe Anschaulichkeit der Fotos. Lesenswert sind beide Bücher immer noch im hohen Maße

Jetzt ist gerade ein Band erschienen, der einen ganz anderen Weg geht. Er zeigt und beschreibt unter dem Titel „Ungebautes Frankfurt“ jene Projekte, die oft hochfliegend in Angriff genommen wurden, doch nie ausgeführt worden sind. So dass sie, ganz nach dem Untertitel „Die Stadt, die nicht sein sollte“, nur als Pläne überlebt haben, in Zeichnungen und Modellen. Um den Werdegang des von einigen Gewollten, von anderen (oder den Zeitumständen) Verhinderten zu beschreiben und erklärend einzuordnen, hat der Autor, Matthias Alexander, mit spürbarer Akribie in Archiven geforscht, dabei vieles herausgefunden, was heute oft erstaunlich anmutet (wobei manche Details wegen fehlender Dokumente nicht ans Licht kamen).

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SOS BRUTALISMUS – Rettet die Betonmonster! im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt

2017, Dezember 4.

Bedroht? Bedrohlich!

Eine grandiose Ausstellung zur Architekturphase des Brutalismus
im Deutschen Architekturmuseum 

Von Uwe Kammann

Für viele ein Vorbild: das Kloster La Tourette von Le Corbusier 

SOS Brutalismus. Die Organisatoren einer hervorragenden Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum haben den Titel sicher eindimensional gewählt. Denn im Untertitel heißt es: „Rettet die Betonmonster!“, Ausrufezeichen inklusive. Dabei kann man das SOS auch anders lesen, als Warnung vor großer Gefahr, so wie im berühmten Film „SOS Eisberg“ aus den 30er Jahren.

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