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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Deutsches Architekturmuseum (DAM)

Abschreckendes Beispiel auch für Frankfurt: Museum der Moderne in Berlin

2019, November 12.

Frankfurt sollte beim Wunsch nach einem ‚Demokratie-Zentrum’ keine Scheuklappen anlegen

Von Uwe Kammann

Geld spielt bei öffentlichen Bauten, namentlich unter dem Etikett Kultur, anscheinend keine Rolle. Eine Milliarde soll die Sanierung des stattlichen Opernhauses in Stuttgart kosten, rund 400 Millionen eine geplante neue Konzerthalle in München; rund 450 Millionen die Sanierung des dort bestehenden Kulturzentrums Gasteig (das bereits einen großen Konzertsaal beherbergt); auf geschätzte 700 Millionen Euro wurde zuletzt die Sanierung der Frankfurter Doppelbühne für Oper und Schauspiel beziffert.

DAM-Direktor Peter Cachola Schmal und Frankfurts OB Peter Feldmann vor dem Modell der Paulskirche, Foto: Petra Kammann

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Norwegen als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse – Eine kleine Vorschau

2019, Oktober 11.

 „Der Traum in uns“

Unter diesem Motto – Worte aus dem Gedicht „Das ist der Traum“ des beliebten norwegischen Dichters Olav H. Hauge (1908 – 1994) – steht Norwegens Auftritt als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2019. Für den Ehrengast Norwegen besteht der Traum darin, mit Literatur und Kunst aus Norwegen zu überraschen, das Publikum zu bewegen und an unbekannte Orte zu versetzen – wie es in Hauges Gedicht heißt: „In eine Bucht, um die wir nicht wussten.“ Diesen Traum zu teilen bedeutet, Geschichten aus Norwegen zu erzählen, die Freude am Lesen zu befördern und für die Freiheit des Wortes einzutreten. Meinungsfreiheit ist in der politischen Kultur Norwegens von höchster Bedeutung. Ein Highlight des Ehrengastlands: Vom 14. bis 15. Oktober fährt Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit höchstpersönlich, und begleitet von 19 Autorinnen und Autoren, mit dem Literaturzug von Berlin über Köln zur Frankfurter Buchmesse. Neben dem Literaturprogramm präsentiert Norwegen außerdem ein umfangreiches Kulturprogramm mit zeitgenössischen Künstler, Regisseuren, Filmemachern, Designern, Architekten, die mit der Natur und den Mythen ihres Heimatlandes auseinander setzen…

Botschafterin für norwegische Literatur im Ausland: Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit, Foto Eivind Röhne / NORLA

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Ein Jahr danach: Die neue Altstadt in Frankfurt – alles andere als Disneyland

2019, September 27.

Die neualte Altstadt – Eine Erfolgsgeschichte

Von Uwe Kammann

Jetzt, mit dem Einzug des Lokalhelden Struwwelpeter in sein neues Museum, ist die Sache komplett. Denn die schöne Adresse „Hinter dem Lämmchen 2“ kann sicher jeder richtige Frankfurter sofort einordnen: Sie gehört zur neuen Altstadt. Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass im September – bei sanftem Herbst-Sonnenglanz – ein komplett neues Quartier eröffnet wurde: die neualte Altstadt. Hier, im Herzen der Stadt, zwischen dem Römerberg mit dem Rathaus und dem mächtigen Dom, finden sich seither drei Dutzend nagelneue Häuser. Für die allermeisten Besucher sehen sie alt aus. Sprich, sie haben zur einen Hälfte Fassadengesichter wie früher, zur anderen Hälfte nehmen sie in den Umrissen und mit ihren Steildächern die alte Formensprache auf, verbunden mit neuen Elementen. Schöpferische Nachbauten, so heißt das in der Fachsprache.

Ein Nebeneinander von alten und neuen Fassadengesichtern, Foto: Uwe Kammann

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Das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse „Open Books“ und ein vielfältiges Kulturprogramm zum Themenschwerpunkt Norwegen

2019, September 19.

Lesungen rund um den Römer und Veranstaltungen des Ehrengastlands Norwegen

Wenn am 15. Oktober die Frankfurter Buchmesse (15. bis 19. Oktober ) ihre Tore öffnet, nehmen auch in diesem Jahr Frankfurter Kulturinstitutionen und das Kulturamt der Stadt dies wieder zum Anlass, ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Über 150 Veranstaltungen mit rund 250 Autoren aus Deutschland und der Welt sind in diesem Jahr auch in der Altstadt geplant,  welche die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur – insbesondere des Gastlands Norwegen – sowie des Kinderbuches präsentieren ,unter anderem mit Jakob Augstein, Isabel Bogdan, Rebecca Gablé, Joachim Gauck, Maja Lunde, Marina und Herfried Münkler, Luisa Neubauer, Sascha Lobo und Sarah Wagenknecht.

Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Pressekonferenz von Open Books, Fotos: Petra Kammann

„Das städtische Lesefest Open Books gilt heute als eine bundesweit anerkannte Kulturmarke. Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenres auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autoren und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

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Norwegisches Kulturprogramm 1: Dramen am Schauspiel Frankfurt und Gebäude in urbanen und natürlichen Räumen im Architekturmuseum

2019, September 13.

„Der Traum in uns“ – Norwegische Innen- und Außenräume

von Petra Kammann

Max Simonischek spielte den Peer aus dem norwegischen Klassiker „Peer Gynt“ von Strindberg, Foto: Petra Kammann

Norwegen, das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober 2019), kündigt sich schwerpunktmäßig nicht nur in den literarischen Neuerscheinungen an, sondern auch im Theater, am Schauspiel Frankfurt und in der Architektur, die sich im DAM präsentiert. Eine kleine Einstimmung in zwei verschiedene Darstellungsweisen.

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Die Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“ im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt

2019, September 7.

Sanierung oder Umbaubedarf?

Das „heilignüchtern“ Innere der Paulskirche hat seine eigene Qualitäten.

Von Petra Kammann

Heutige Ansicht des Saals, Foto: Moritz Bernoully, 2019 

Heute ist die Frankfurter Paulskirche vor allem ein Festsaal, von dem bundesweite Debatten ausgehen. Eine Ausstellung im DAM schildert die Baugeschichte dieses besonderen Gebäudes, dessen architektonische Qualitäten aber nur selten zur Kenntnis genommen werden. Gezeigt werden in der gut gegliederten und dokumentierten Schau zahlreiche historische und aktuelle Fotos entlang der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen von 1786 bis heute sowie Entwurfszeichnungen aus der hauseigenen Sammlung des DAM.

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Exemplarisch. Beste deutsche Architektur, vom DAM preisgekrönt und ausgestellt

2019, April 3.

Von Uwe Kammann

Es ist beeindruckend, was das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in kurzen Abständen auf die Beine stellt. Derzeit sind drei Ausstellungen parallel zu sehen. Ganz neu eine zu den Bauten des Neuen Frankfurt, schon seit letztem Herbst jene zur teilrekonstruierten neuen Altstadt zwischen Dom und Römer, und seit einem Monat jene, welche die Bauten der Endrunde zum diesjährigen DAM-Preis für Architektur in Deutschland zeigt. 22 Bauten wählte die Jury aus einer ersten Nominierungsliste aus, welche vom DAM selbst aufgestellt wird, wobei inzwischen auch Vorschläge aus den Architektenkammern berücksichtigt werden können.


Sanierung und Umbau Kulturpalast Dresden (Konzertsaal, Kabarettsaal, Bibliothek).Wettbewerb 2019 – 1. Preis, Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas PomränkeFoto: Christian Gahl / gmp Architekten 

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„NEUER MENSCH, NEUE WOHNUNG. Die Bauten des Neuen Frankfurt 1925 – 1933“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM)

2019, März 25.

Pionierarbeit auf verschiedenen Gebieten

Von Petra Kammann

Das „Neue Frankfurt“, die Hochburg der Moderne, hatte in den 1920er Jahren ein beispielhaftes Wohnungs- und Städtebauprogramm von internationaler Ausstrahlung aufgelegt. Eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) zeigt anlässlich des Bauhaus-Jubiläums und als Teil einer gemeinsamen Initiative von drei Frankfurter Museen und dem Forum Neues Frankfurt Bauten, Pläne, Modelle, dokumentarische Fotos, und sie gibt auch Anregungen wie man in Zukunft in der ständig wachsenden Mainmetropole bezahlbaren Wohnraum schaffen könnte.

Siedlung Niederrad (Zickzackhausen) – Reihenhauszeilen in der Donnersbergstraße, 1926 Foto: Hermann Collischonn, ©: ernst-may-gesellschaft e.V., Nachlass Rudloff, Inv. 06.05.02 

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FRANKFURTER ERKLÄRUNG DER „VIELEN“

2019, Februar 2.

Ein deutliches Signal für Weltoffenheit  –  Politisch sehr korrekt

„Die Vielen“ vor dem Historischen Museum stehen für die kulturelle Vielfalt in der Stadt. Foto: Petra Kammann

Als Gastgeber begrüßt Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, die „Vielen“, 56 Vertreter*innen der Frankfurter Kulturszene, im Sonnemann-Saal des Historischen Museums und bezieht sich dabei auf Leopold Sonnemann, der Radikaldemokrat gewesen sei.

Die Frankfurter Erklärung, in der u.a. auf die demokratischen Traditionen der Stadt eingegangen wird, ist Teil einer deutschlandweiten Kampagne „Die Vielen“. Zeitgleich folgen danach Kulturschaffende und Forscher in 14 anderen Städten dem Beispiel, das Berlin, Hamburg, Dresden und Nordrhein-Westfalen bereits im November gegeben haben. In Frankfurt haben sämtliche großen Frankfurter Museen, Theater, Konzert- und Literaturveranstalter, dazu etliche freie Theatergruppen, kunstwissenschaftliche Einrichtungen, Bildungsstätten und kleinere Initiativen die Erklärung solidarisch unterzeichnet und damit auch ihre Zusammenarbeit für die Zukunft bekundet.

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Best Highrises 2018/2019 im Deutschen Architekturmuseum

2018, November 6.

Internationaler Hochhauspreis 2018  in Frankfurt – Festliche Verleihung in der Paulskirche

Von Uwe Kammann

Eine schöne Formel: „Gute Bürger“ sollen die Hochhäuser sein. Mitgebracht hatte diesen Appell die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig in die Paulskirche, welche an diesem Abend des ersten Novembertags ihr Innenkleid leicht verändert hatte, mit bläulichem Lichtspiel in den Fensterlaibungen und Projektionsflächen an den Wänden. Schließlich galt es Bilder zu zeigen: von jenen Hochhäusern, die – nun zum achten Mal seit 2004 – im Wettbewerb standen. Eben für den Internationalen Hochhauspreis den innovativsten Wolkenkratzer, in Kooperation ausgerichtet von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank, dotiert mit immerhin 50.000 Euro.

Kulturdezernentin Ina Hartwig hatte auch an den Jurysitzungen teilgenommen, Foto: Petra Kammann

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