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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für August, 2017

„SIBYLLE – Die Fotografen“ in den Opelvillen in Rüsselsheim

2017, August 31.

Puppenposen abgeschafft

DDR-Modejournal als Forum für künstlerisch ambitionierte Fotografie

Von Hans-Bernd Heier

→ Cover 1964/2; © Foto: Günter Rössler © Reproduktionsfoto: Werner Mahler

Zum ersten Mal wird die Bedeutung der „SIBYLLE ‒ Zeitschrift für Mode und Kultur“ für die Entwicklung der Kunstfotografie Ostdeutschlands in einer Ausstellung eingehend beleuchtet. SIBYLLE war ein Modejournal in der DDR, das von der Namensgeberin Sibylle Boden-Gerstner im staatlichen Auftrag gegründet worden war. Durch die vorgestellten Modeentwürfe des assoziierten staatlichen Deutschen Modeinstituts, des späteren „Modeinstituts der DDR“, sollten kulturelle Maßstäbe gesetzt werden. Die Frauenzeitschrift, die als „Ost-Vogue“ galt, erschien ab 1956 sechsmal pro Jahr in einer Auflage von nur 200.000 Exemplaren im „Verlag für die Frau“, Leipzig. Sie war stets schnell vergriffen, sprach die Zeitschrift doch alle Altersgruppen an. Besonders begehrt waren die beigelegten Schnittmuster-Hefte, denn die abgebildete Kleidung war nicht in den volkseigenen Läden erhältlich. „Die Modefotos dienten nicht dem Marketing, sondern der Ästhetik“, so Dr. Beate Kemfert, Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim und Kuratorin der imposanten Schau.

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Pierre Monnet – Leiter des Institut franςais Franco-Allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS)

2017, August 28.

↑ Heute liegt das Institut Franco-Allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS) auf dem Campus und kooperiert mit der Goethe-Universität

Wanderer zwischen den Welten

Für den heutigen Leiter des Institut Franco-Allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS) in Frankfurt, Prof. Pierre Monnet, ist es nach 28 Jahren die zweite Frankfurter Buchmesse, die Frankreich zum Schwerpunktthema hat. Seinerzeit konnte der Franzose noch seinen zweijährigen Zivildienst im damaligen Institut franςais absolvieren und dort als Referent für Buch- und Verlagswesen mit dem ehemaligen Institutsleiter Alain Lance das Schwerpunktthema der Buchmesse vorbereiten. Lance wiederum, auch als Übersetzer und Schriftsteller bekannt, leitete später u. a. , von 1985 bis 1991, das Pariser „Maison des écrivains et de la littérature“ (Literaturhaus). FeuilletonFrankfurt wollte wissen, was heute anders ist und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen den europäischen Nachbarn gibt. Das Ergebnis des Gesprächs fasst Petra Kammann zusammen.

Prof. Dr. Pierre Monnet, Leiter des Institut Franco-Allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS) pendelt zwischen Paris und Frankfurt

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Das Emsland – vom Elends-Land zum Erfolgs-Land

2017, August 26.

So schönes Fachwerk wie hier in Meppen sieht man häufig im Emsland

Von Elke Backert

Für den Landkreis Emsland – nach dem ihn durchfließenden Fluss Ems benannt – im Westen Niedersachsens steht das Autokennzeichen EL – für Spötter Elendsland. Das war es auch – bis in die 50er Jahre. Es war in der Tat von Armut geprägt, denn große Teile der Region waren und sind Moor- und Heidegebiete, das größte Moor das Bourtanger Moor, das sich im Westen bis in die Niederlande erstreckt und nach dem niederländischen Festungsstädtchen Bourtange benannt ist…

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Das Trio Wanderer – schon 30 Jahre unterwegs

2017, August 23.

Allein in diesem Sommer gab es verschiedene besondere Auftritte des bekannten französischen „Trio Wanderer“. Gerade noch spielte das Ensemble auf dem Klavierfestival La Roque d’Anthéron, wo die Musiker seit Jahren auch Masterclasses leiten. Angekündigt waren sie auch kürzlich auf dem Internationalen Baalbeck-Festival im Libanon, das sie wegen Passschwierigkeiten jedoch nicht wahrnehmen konnten. Dafür spielten sie zur Freude der Besucher kurz zuvor auf den „Musicales du golfe“ in Vannes. Locker und völlig unprätentiös fanden sich die drei Weltstars dort im Théâtre de Bretagne in Vannes ein, bevor sie auf die Bühne traten.

Von Petra Kammann

Das Trio Wanderer bei den „Musicales du Golfe“, Jean-Marc Phillips-Varjabédian erläutert die Dumka-Suite; Alle Fotos: Petra Kammann

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Trauer um Karl Otto Götz (1914 – 2017)

2017, August 22.

K.O. Götz (1914 – 2017) gehört zu einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. Er galt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart, als Hauptvertreter des „Informel“ und als Pionier der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit: Am Wochenende ist Karl Otto Götz im Alter von 103 Jahren verstorben. 

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