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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Blickachsen 11 in Bad Homburg und Rhein-Main

Von Erhard Metz

Wer als Kunst-, gar als Skulpturenliebhaber in diesen Tagen und Wochen durch die Bad Homburger Parkanlagen spaziert und auf merkwürdige, grellgrün oder in baustellen-orange lackierte Fahrzeuge trifft, ahnt: die neuen „Blickachsen“ nahen! Einige der Großplastiken stehen bereits am ihnen zugedachten Platz, für andere werden die Fundamante für den späteren – wenn auch befristeten – sicheren Halt gegraben. Und wenn der Spaziergänger große LKWs gewahrt, deren Aufschriften auf Spezialfirmen für Kunsttransporte schließen lassen, gerät diese Erkenntnis zur Gewißheit.

Die Gänse am Schwanenteich im Kurpark kümmert’s wenig: sie sorgen für ihre Jungen. Und wer unter ihnen als Großvater- und Großmutter-Gans bereits seit längerem in diesen paradiesischen Gefilden residiert, ist an den im Biennale-Turnus alle zwei Jahre erneut ausbrechenden Kunst-Rummel ohnehin gewöhnt.

Neugierig wie die Gänsekinder auf all das, was im frühjährlich-saftigen Gras zu finden ist, sind natürlich auch wir Kunstsuchenden – und irgendwo im Gras stehen schließlich viele der von unserer Spezies herbeigesehnten Objekte ja auch. Und doch müssen wir uns noch gedulden: Am 21. Mai erst öffnet die diesjährige Skulpturenschau sozusagen ihre Pforten (die Mehrzahl der Arbeiten stehen freilich unverschlossen unter freiem Himmel). Künstlerlisten hat die Stiftung Blickachsen mit ihrem Günder, Geschäftsführer und Kurator Christian K. Scheffel bislang noch nicht veröffentlicht – aber auch wir wollen ja Ihnen gegenüber, liebe Leserinnen und Leser, die Spannung noch eine Zeit lang erhalten. Nur so weit hat Scheffel das Tuch über dem Ausstellungsgeheimnis bereits gelüftet: Dieses Jahr kooperiert die Stiftung mit dem Museum Liaunig im österreichischen Neuhaus.

„Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ … nein, das deutsche Sprichwort mag zwar im generellen durchaus zutreffend sein, aber doch nicht bei den Bad Homburger Blickachsen! Was hier gegraben wird, ist ein Fundament für Sockel oder Bodenplatte eines Kunstwerks!

Freuen wir uns also gemeinsam: auf die Blickachsen 11 des Jahres 2017 und natürlich auf unsere kommenden Beiträge zu diesem großen Ausstellungsereignis weit über Bad Homburg hinaus im Rhein-Main-Gebiet. Bleiben Sie also, liebe Leserinnen und Leser, mit FeuilletonFrankfurt – nein, nicht „am Ball“ (um „Eintracht Frankfurt“ sieht es derzeit ohnehin düster aus), sondern – an der Skulpturenkunst!

Fotos: Erhard Metz

 

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