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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für September, 2016

„Rot, Red, Rouge.“ in der Galerie Jörg Schuhmacher

2016, September 30.

Das Rot in der Kunst

Jüngst suchten wir nach Sinnlichkeit in der Kunst – und wurden abermals fündig: in der Galerie Jörg Schuhmacher. Sie eröffnete den diesjährigen Saisonstart der Frankfurter Galerien mit einer furiosen Themenausstellung zur Farbe Rot.

„Rot ist jener Farbreiz, der wahrgenommen wird, wenn Licht mit einer spektralen Verteilung ins Auge fällt, in der Wellenlängen oberhalb 600 nm dominieren“, lehrt uns das Lexikon. So entzaubernd kann die Sprache der Wissenschaft sein. Und es kommt schlimmer: „Der Farbeindruck Rot entsteht bei Anregung der L-Zapfen.“ Und weiter: „Der L-Zapfen des Menschen ist evolutionär alt und entspricht dem aller anderen Wirbeltiere. Auch er ist auf dem X-Chromosom kodiert.“ Bevor wir resignieren, suchen wir Zuflucht bei Johann Wolfgang Goethe und seiner Farbenlehre: Dem Rot ordnet der Dichterfürst in seinem Farbenkreis die Worte „Vernunft“, „schön“, „edel“ zu. Weiter wird ihm der Satz zugeschrieben: „Die vollendeteste Farbe ist das roth. Roth ist das Blut.“ Wir schöpfen wieder Hoffnung.

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↑ Rolf Hans (1938-1996), Ohne Titel, 1982, Pastell auf Papier, 65 x 49,5 cm, aus dem Nachlass des Künstlers
↓ Rolf Hans (1938-1996), Rot-Blau, 1963, Aquarell auf Papier, 27,5 x 37,5 cm, aus dem Nachlass des Künstlers
Bildnachweis/Foto: Galerie Jörg Schuhmacher

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„Waste of Beauty“ – Arbeiten von Patricia Thoma in der Galerie Christel Wagner

2016, September 28.

Der Mainstream im aktuellen akademischen Kunstbetrieb scheint unverändert der konzeptuellen Kunst verpflichtet zu sein, in der die Erklärungsbedürftigkeit von Kunst oder eines oft immateriellen „Werkes“- falls man dann noch von einem solchen sprechen will – in gleicher Weise zunimmt wie die Distanz, gar Verdrossenheit oder Verweigerungshaltung grosser Teile selbst eines grundsätzlich kunstaffinen Publikums. Wo nämlich bleibt dabei, was wir, gemeinsam mit vielen anderen, als der Kunst auch immanent betrachten möchten: das Sinnliche, das Haptische, das vielfach vernachlässigte, gar mancherorts geschmähte Künstlerisch-Handwerkliche?

Im Zuge des Saisonstarts der Frankfurter Galerien haben wir auf der Suche nach solcher Sinnlichkeit mancherlei Entdeckungen gemacht, nur einige können wir in unserem Rahmen herausgreifen: hier eine Schau von wunderbaren Arbeiten der Künstlerin Patricia Thoma in der Galerie Christel Wagner.

Objekte sehen wir dort, „Brautkleider“, ebenso „Kronleuchter“, ferner feinst ausgeführte Zeichnungen auf Papier und Ölmalerei auf Holz.

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Brautkleid VI, 2014, Mülltüten, Nerz, Garn, Perlen, ca. 220 cm Weiterlesen

Krakau, April 2016 (Folge III)

2016, September 26.

Von Monika Müller-Löwenberg

Für Christa

FOLGE III

Es besuchte uns eine Sprecherin des Deutschen Konsulats in unserem Hotel und berichtete über die Probleme und die Fortschritte in Polen. „Lech Kaczyński spaltete Polen, er schaute rückwärts, womit die Hälfte der Polen nicht einverstanden ist.“

Polen hat eine sehr unterschiedliche politische Vergangenheit. Der Überfall des Deutschen Reichs am Beginn des Zweiten Weltkrieges und dessen Besatzungsherrschaft kostete Millionen Menschen, insbesondere jüdische Polen, das Leben.

Seit Mitte November letzten Jahres regiert die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) um Expremier Jarosław Kaczyński in Polen. Sie hat in beiden Parlamentskammern, im Sejm und im Senat, die absolute Mehrheit. Präsident ist Andrzej Duda, Ministerpräsidentin Beata Szydło. Beide gehören der PiS an. Mit ihrer Mehrheit hat die Regierung seither eine Vielzahl von Gesetzen verabschiedet, die unter anderem die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts und der Medien bedrohen.

Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen. Es kann sich ein jeder selbst kundig machen und recherchieren. Was ich vermisst habe, war mit polnischen Menschen zusammenzukommen, sie kennenzulernen, wie ich das von einer Städtepartnerschafts-Reise erwartet hätte.

Unsere Führerin schwärmte von den vielen Collegien, den vielen Studenten in der Stadt, besonders Studenten aus Europa. Wir besuchten das Collegium Maius, das Museum der Jagiellonen-Universität. Das älteste Universitätsgebäude in Polen. Zu jeder ungeraden Stunde ertönt ein Glockenspiel mit dem Vorüberzug der Akademiker-Puppen auf einem runden, kleinen Tableau. Krakau hat einhundert Kirchen, gefühlte neunundneunzig haben wir besichtigt.

Wir spazierten durch das Florianstor, sahen ein wenig mehr von der Altstadt, die umgeben ist von einem Grüngürtel, die grünen „Planty“ genannt, parkmäßig angelegt. Sehr gepflegte Blumenbeete, Skulpturen, wir schritten auf den Seitenstraßen des großen Platzes, des „Rynek“, hörten den Turmbläser von der Marienkirche, der jede Stunde aus den Turmfenstern in jede Richtung bläst, immer mit viel Applaus bedacht von der Menge, die auf ihn wartet und ihm zuwinkt.

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Synagoge in Krakau; Foto (chamois verfremdet): Monika Müller-Löwenberg Weiterlesen

Philipp Demandt Direktor auch der Schirn Kunsthalle Frankfurt

2016, September 24.

Philipp Demandt, bis Ende September 2016 Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin und ab 1. Oktober Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, übernimmt zum genannten Datum erwartungsgemäss auch die Direktion der Schirn Kunsthalle Frankfurt und folgt damit in allen drei Positionen Max Hollein, seit Juni dieses Jahres Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco. Einen entsprechenden förmlichen Beschluss fasste jetzt die Gesellschafterversammlung der städtischen Schirn Kunsthalle GmbH, bestehend aus den Mitgliedern des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main. Sie folgte damit dem gemeinsamen Vorschlag von Oberbürgermeister Peter Feldmann als Vorsitzendem des Aufsichtsrats der Kulturinstitution und der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Ina Hartwig.

„Philipp Demandt ist ein grosser Gewinn für die Kulturstadt Frankfurt. Seine umfangreichen Erfahrungen als Ausstellungsmacher und Kulturmanager prädestinieren ihn in hervorragender Weise für die Leitung der drei Häuser. Ich bin überzeugt, dass er mit zukunftsweisenden Ideen viele innovative künstlerische Vorhaben umsetzen und die grossen Erfolge von Schirn, Städel und Liebieghaus fortsetzen wird“, erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann. Und Kulturdezernentin Ina Hartwig betonte: „Die Bestellung von Philipp Demandt als Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt in Verbindung mit der Führung von Städel Museum und Liebieghaus Skulpturensammlung ist eine äusserst erfreuliche Lösung. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem renommierten Kunsthistoriker Philipp Demandt und dem ebenso innovativen wie erfahrenen Team aufregende Ausstellungsformate erwarten können. Die Schirn Kunsthalle zeigt mit ihren publikumswirksamen Präsentationen ein unverwechselbares Profil und hat sich als eines der führenden zeitgenössischen Ausstellungshäuser positioniert. Sie korrespondiert auf eine hervorragende Weise mit den Sammlungsschwerpunkten des traditionsreichen Städel zu Alten Meistern und Werken der klassischen Moderne.“

Frankfurt/Main 23.09.2016 Magistrat bestellt neuen GeschŠftsfŸhrer der Schirn Kunsthalle Frankfurt v.l.n.r. : Inka DršgemŸller ( stellv. Direktorin der Schirn ), Peter Feldmann ( OberbŸrgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Schirn ), Dr. Philipp Demandt ( Direktor der Schirn ), Dr. Ina Hartwig ( Kulturdezernentin )

„Familienfoto“: (v.l.) Inka Drögemüller (stellvertretende Direktorin/Geschäftsführerin der Schirn Kunsthalle, Oberbürgermeister Peter Feldmann (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schirn Kunsthalle GmbH), Philipp Demandt (Direktor und Geschäftsführer der Schirn Kunsthalle), Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft; Foto: Presse- und Informationsamt Frankfurt am Main, © Alex Kraus Weiterlesen

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Der Holzschnitt in Wien um 1900

2016, September 23.

Der Holzschnitt im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit in seiner ganzen Vielfalt in der Donaumetropole zwischen 1900 und 1910

Von Petra Kammann

Eines der ältesten Druckverfahren der Welt, der Farbholzschnitt, unter Albrecht Dürer in Europa zu besonderer Blüte gelangt, wurde im späten 19. Jahrhundert wiederentdeckt und bekam, ausgelöst durch die „Kunst für  alle“-Bewegung, eine neue gesellschaftspolitische Dimension, vor allem im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts.

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Blick in die Ausstellung „Kunst für alle“: Präsentation der Holzschnitte in aufwändig-dramatischer Atmosphäre, inszeniert von Theaterregisseur Ulrich Rasche und kuratiert von Tobias G. Natter, Experte für die Kunst um 1900; Fotos: (li., Ausstellungsansicht) Norbert Miguletz, (re. Tobias G. Natter) Petra Kammann

In der Frankfurter Schirn Kunsthalle ist – noch bis zum 3. Oktober 2016 – eine herausragende Ausstellung unter dem Titel „Kunst für alle“ zu sehen, die den Farbholzschnitt in der Wiener Moderne auf ungewöhnliche Weise, nämlich auf schwarzen stürzenden Wänden, in Augenschein nimmt. Die Schau dokumentiert am Beispiel von 240 Werken von 40 Künstlern und Künstlerinnen die Blüte dieser Drucktechnik in den goldenen Jahren des Wiener Jugendstils zwischen 1900 und 1910. Sie macht deutlich, dass der Farbholzschnitt die Entwicklung der modernen Bildsprache des beginnenden 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat. Im hochpreisigen Kunsthandel hatte der Farbholzschnitt mit seinen erschwinglichen Preisen den Erwerb von Originaldrucken auch für ein breites Publikum möglich gemacht. Durch seine Reproduzierbarkeit wurde er so zur „Kunst für alle“. Weiterlesen

Krakau, April 2016 (Folge II)

2016, September 22.

Von Monika Müller-Löwenberg

Für Christa

FOLGE II

Das Programm wurde vor Ort mehrfach umgestellt. Wir befinden uns im jüdischen Viertel von Krakau. Die Synagoge von außen, eine andere kleine Synagoge, die Remuh-Synagoge, von innen, die heute noch zum Beten genutzt wird. Besuch des jüdischen Friedhofs. An den Gräbern liegen Steinchen vor den Tafeln, einige waren ganz bunt. Ein Grab fiel mir besonders auf: Der Grabstein war verziert mit Blättern und Trauben, in Stein gemeißelt. Zwischen den unterschiedlichen Verzierungen steckten viele kleine Zettelchen und Briefchen. Mir kam sofort die Klagemauer in Jerusalem in den Sinn, ich sah sie vor mir, die Männer auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite, wie sie ihre Wünsche auf Zettelchen zwischen die Steine der Klagemauer steckten.

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„Schaufenster des Himmels“ im Städel Museum

2016, September 21.

Der Altenberger Altar und seine Bildausstattung

Eine kleine, wenngleich feine und von manchen Besuchern des Städel Museums vermutlich kaum wahrgenommene Schau in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung geht am kommenden Sonntag zu Ende. In 37 Exponaten wird eine der eindrucksvollsten Kirchenausstattungen aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert gezeigt: der frühgotische „Altenberger Altar“ aus der ehemaligen Klosterkirche Altenberg an der Lahn (zwischen Wetzlar und Solms-Oberbiel) und seine reiche Bildausstattung. In der Schau werden erstmals seit der Säkularisation das Hochaltarretabel mitsamt seinem Schreinkasten, der zentralen Muttergottesfigur und den Flügelbildern mit Passions- und Mariendarstellungen sowie das aus dem ehemaligen Prämonstratenserinnen-Kloster stammende Ensemble kostbarster Ausstattungsstücke rund um den Altar wieder zusammengeführt. Dazu zählen Reliquiare, Altardecken von etwa 1330, Goldschmiedearbeiten und Altarkreuze des 13. Jahrhunderts und figürliche Glasmalereien des Chorachsenfensters aus dem frühen 14. Jahrhundert.

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Kirche des Klosters Altenberg bei Solms-Oberbiel, Foto: Philipp Trümper (PTWZ (talk))/wikimedia commons GFDL Weiterlesen

Krakau, April 2016 (Folge I)

2016, September 20.

Von Monika Müller-Löwenberg

Für Christa

FOLGE  I

Mein Foto „Engel“ besuchte vor mir Krakau.

Eine Ausstellung des Dezernats Soziales, Senioren, Jugend und Recht der Stadt Frankfurt am Main im Sommer 2012 mit dem Thema: „Älterwerden – Wünsche, Hoffnung, Träume“.

„Es wäre schön, wenn Sie mitmachen“, so eine Mitarbeiterin des Dezernats, die ich kennengelernt hatte, als ich Bewohner der Budge-Stiftung zu einer Ausstellung im Seniorenrathaus in Frankfurt begleitete. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich selbst bereits zur Gruppe der Senioren gehörte. Täglich begegnet mir das „Alter“ in der U3L (Universität des 3. Lebensalters) und macht mir Angst. Ich muss an mir arbeiten.

Das schwarz/weiß Foto habe ich mit blauer Aquarellfarbe auf der linken Seite koloriert. An der Figur entlang steht der Text: „Immer wenn Du meinst es geht nicht mehr, kommt von Irgendwo ein Lichtlein her, dass Du es noch einmal wieder zwingst und von Sonnenschein und Freude singst, leichter trägst des Alltags harte Last und wieder Kraft und Mut zum Glauben hast.“

Das Wunsch-Kästchen hat den Text: BEWUSST GESUND ALT WERDEN
Das Hoffnung-Kästchen hat den Text: LIEBEN UND GELIEBT WERDEN
Das Träume-Kästchen hat den Text: LANGE NOCH IN DEN BLAUEN HIMMEL UND DAS BLAUE MEER ZU BLICKEN WIE DIE STATUE AUF DEM GRABMAHL EINER JUNGEN RUSSISCHEN FRAU HOCH ÜBER DER COTE D’AZUR

Die Mädchenskulptur befindet sich auf dem Friedhof in Menton (Frankreich) hoch über dem blauen Meer.

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Das Foto gewann bei der Ausschreibung, jedoch konnte ich nicht nach Krakau mitfahren, wo die Bilder erneut ausgestellt wurden. Ich wurde als Künstlerin nicht ausgelost. Ich ahnte damals nicht, dass ich doch noch einmal Polen und Krakau erleben und erkunden würde.
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10 Jahre Galerie „KunstRaum Bernusstrasse“

2016, September 15.

Zum Saisonstart der Frankfurter Galerien Werke von Claude Wall, Heinz Jahn und Uwe Jahn

„Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.“ Den Aphorismus, den wir auf der Einladung zur Feier „10 Jahre KunstRaum Bernusstrasse“ lesen, findet man bei Jean Paul. Wir sind geneigt, diese Weisheit – bei allem Respekt vor dem grossen deutschen Dichter – zu erweitern: Kunst kann auch Brot des Lebens sein. Womit wir bei Lyonel Feininger angelangt wären: „Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit.“

Wer also dieses Notwendige in Frankfurt am Main sucht, wird nicht umhin kommen, über die bekannten innerstädtischen „Galeriemeilen“ hinaus die Bernusstrasse im Stadtteil Bockenheim – dort wiederum im feinen „Diplomatenviertel“ – aufzusuchen. Die Galerie zu verfehlen dürfte kaum möglich sein, weisen doch Stefan Pietrygas „Blaue Pappel“ im Vorgarten und das „Wegkreuz“ von Hubertus von der Goltz auf dem Dach jedem Kunstsuchenden den Weg.

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Stefan Pietryga, Pappel-blau, Eiche/pigmentiert, 210 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn; Hubertus von der Goltz: Wegkreuz, 2006, Aluminium schwarz, 240 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn Weiterlesen

Inge Hagner zum 80. Geburtstag

2016, September 13.

„ICH. Inge Hagner“

– so lautet der Titel der Retrospektive mit einem Querschnitt durch das Gesamtwerk aus über sechs Jahrzehnten, die die Stadt Frankfurt am Main der grossen Künstlerin anlässlich ihres 80. Geburtstags in der Sachsenhäuser AusstellungsHalle widmet. Die Werkschau eröffneten am gestrigen 12. September 2016 Susanne Kujer, Leiterin des Fachbereichs Bildende Kunst im Kulturamt der Stadt, und Snejanka Bauer, die ebenfalls im Kulturamt tätige Kuratorin der Ausstellung.

Zumindest indirekt kennt ein jeder Frankfurter die Künstlerin durch ihr Werk im Herzen der Stadt: den 1977 eingeweihten „Fressgassbrunnen“, wie er, begeh- und „besitz“bar, grossvolumig und doch so spielerisch-leicht den früher „Sauplätzi“ genannten Teil der sogenannten „Fressgass“ an der Schnittstelle zwischen Grosser Bockenheimer Strasse und Kalbächer Gasse zu einem der attraktivsten Stadträume hat werden lassen – wenn denn das Wasser auch tatsächlich fliesst. Über 30 Kunstwerke im öffentlichen Raum hat Inge Hagner an verschiedenen Orten im Rhein-Main-Gebiet geschaffen.

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Mit entspannter Aufmerksamkeit verfolgte Inge Hagner am Eröffnungsabend die Ausführungen der Ausstellungskuratorin Snejanka Bauer; zuvor hatte Susanne Kujer Leben und Werk der Künstlerin gewürdigt. Im Hintergrund der AusstellungsHalle sind drei ihrer Arbeiten zu sehen (Foto: FeuilletonFrankfurt)

Wer die Vitalität und Präsenz der Künstlerin persönlich erlebt, vermag sich kaum vorzustellen, dass sie zwei Tage zuvor ihren 80. Geburtstag beging.

FeuilletonFrankfurt gratuliert Inge Hagner auf das Herzlichste!

„ICH. Inge Hagner“, eine Retrospektive; AusstellungsHalle, bis 9. Oktober 2016

→ Inge Hagner: „Erkenne Dich selbst“ in der Volksbank Dreieich, Neu-Isenburg