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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Juli, 2016

Binding Kulturpreis 2016 an den Frankfurter Schöffling Verlag

2016, Juli 31.

Es wird nicht nur viel gebabbelt, sondern auch viel gemacht!“
Ein kleiner Verlag von großer Literatur

Von Renate Feyerbacher

Zur 21. Verleihung des Binding Kulturpreises, mit 50.000 Euro dotiert, am 2. Juli 2016 an den Frankfurter Verlag Schöffling & Co. im Rathaus Römer sprachen Oberbürgermeister Peter Feldmann, Birgit Gräfin Douglas, Vorsitzende des Vorstands der Binding Kulturstiftung, Hannes Hintermeier (FAZ), Laudator, und natürlich der Verlagsgründer Klaus Schöffling.

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(v.l.) Birgit Gräfin Douglas, Ida Schöffling, Klaus Schöffling und Oberbürgermeister Peter Feldmann im Kaisersaal des Frankfurter Römer

Klaus Schöffling, 1954 geboren, ist ein „Frankfurter Bub“, Sohn eines Chefarztes der Frankfurter Universitätskliniken. Auch er sollte Arzt werden. Während der Hochzeit der linken Schülerbewegung war er aktiv und „riss das Maul“ auf. Er musste daraufhin das Frankfurter Gagern-Gymnasium verlassen und machte sein Abitur auf dem Georg-Büchner Gymnasium in Bad Vilbel. Heute ist dieses Gymnasium keineswegs mehr ein „Auffangbecken“, wie es Schöffling einmal nannte. Er lernte zunächst sein Handwerk bei Suhrkamp und blieb dann vier Jahre im Verlag, wurde Lektor bei Suhrkamp/Insel und gründete schliesslich 1987 zusammen mit seiner Frau Ida, Lektorin, Verlegerin („Partnerschaft auf Augenhöhe“), seinen ersten eigenen Verlag, dann, 1993, den Verlag Schöffling & Co. Finanzielle Hilfe, die er längst zurückgezahlt hat, erhielt er von der Frankfurter Schriftstellerin Eva Demski. Weiterlesen

„Begegnungen – Incontri“: 50 Jahre Frankfurter Westend Galerie

2016, Juli 25.

1966   2016

Von Erhard Metz

Im Jubiläumsjahr 2016 zeigt die Frankfurter Westend Galerie zur Jahresmitte im Rahmen des Jubiläumsmottos „Begegnungen – Incontri“ eine gleichnamige Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten aus 50 Jahren Galerietätigkeit: von Arturo Bonfanti, Eugenio Carmi, Tommaso Cascella, Roberto Casiraghi, Raffaele Cioffi, Dadamaino, Enrico Della Torre, Piero Dorazio, Enzo Esposito, Paolo Iacchetti, Arthur Kostner, Fausto Melotti, Mario Molli, Carlo Nangeroni, Claudio Olivieri, Gianfranco Pardi, Achille Perilli, Mauro Reggiani, Giancarlo Sangregorio, Giuseppe Santomaso, Vincenzo Satta, Toti Scialoja, Giulio Turcato und Italo Valenti.

Im Dezember 1966 begann die einige Wochen zuvor gegründete Deutsch-Italienische Vereinigung im Rahmen eines ständigen Kunstforums unter der Leitung von Trudi Müller-Luiselli und ihrem Vorstandsvorsitzenden Salvatore A. Sanna mit der Schau „Kunsthandwerk aus Sardinien“ ihre Ausstellungstätigkeit. 1971 erhielt das Forum den heutigen Namen Frankfurter Westend Galerie. Mit ihrer Aufgabe, italienische moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland zu vermitteln, erwarb sie sich schon bald grosse Anerkennung und den Ruf von Exklusivität. Freunde und Sammler gaben und geben sich bis heute zu den Vernissagen ein Stelldichein.

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Privatdozentin Caroline Lüderssen, Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung (rechts), begrüsst den Ehrenpräsidenten der Vereinigung, Salvatore A. Sanna, und Barbara Thurau, Frankfurter Westend Galerie

Im Rahmen ihrer einführenden Worte zur Ausstellungseröffnung führte Barbara Thurau mit Salvatore A. Sanna ein Gespräch über die Gründung und die Entwicklung der Galerie in ihrer 50jährigen Geschichte. Weiterlesen

Sommergäste 2016 in der AusstellungsHalle Frankfurt-Sachsenhausen (1)

2016, Juli 23.

Ulrike von der Osten und Natalie Goller

Von Erhard Metz

SOMMERGÄSTE – so lautet auch die diesjährige, siebenteilige Reihe in der AusstellungsHalle (1A) in Frankfurt-Sachsenhausen. Sieben Wochen lang präsentiert Hallen-Chef Robert Bock Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Frankfurt am Main und der Region. Es sind Kurz-Präsentationen, die jeweils am Freitagabend eröffnet werden und am nachfolgenden Samstag und Sonntag in der Zeit jeweils zwischen 14 und 18 Uhr besucht werden können. Dieser Zeitraum ist zwar recht kurz, aber wer am Wochenende in der Stadt ist oder Freizeit am Mainufer verbringt, ist gut beraten, mal in der nahen AusstellungsHalle vorbeizuschauen! Weiterlesen

Absolventenausstellung 2016 der Städelschule im MMK 3 „Croissant“ (2)

2016, Juli 22.

Auch so könnte man es sich vorstellen: Da sitzen die diesjährigen Absolventen der Städelschule vormittags beisammen bei Kaffee und – Croissants – , köstlich, unsereiner verspeist, wenn er ihrer habhaft wird, gut und gerne zwei zum Frühstück, selbst drei wären nicht ausgeschlossen. Und wenn man in besagter Runde sich nun noch für die bevorstehende Absolventenausstellung einen Titel aus der Kopfhaut massieren will – na eben: Croissant! Aber so einfach ist die Sache mal wieder nicht, hatte man doch eine andere Bedeutung des französischen Wortes im Sinn: „croissant“ im Sinne von steigend, zunehmend, wachsend – très bien, mes dames et messieurs, endlich mal was in Französisch statt dem ewig-langweiligen Kunst-Englisch: Quelle inspiration magnifique! Bravo, chapeau et félicitations!

Neben dem Gewinner des Absolventenpreises Stuart Middleton verliessen 25 weitere – jetzt ehemalige – Studierende den sicheren Hort dieser einzigartigen Kunsthochschule; es geht fortan hinaus in die freie wie raue Welt einer Existenz am Kunstmarkt, denn Künstlerinnen und Künstler müssen mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und – was bei allem nicht zu kurz kommen darf – ihrem (auch und gerade) handwerklichen Können ihren künftigen Lebensunterhalt verdienen. Und das wird beileibe nicht einfach sein! Denn: „Wer Künstler werden will, muss Risiken eingehen“, bekannte jüngst HfG-Präsident Professor Bernd Kracke bei der Rundgangsveranstaltung der Kunsthochschule im benachbarten Offenbach.

Zu denen, die dieses Risiko nicht scheuen, zählen dieses Jahr neben Stuart Middleton und den Studierenden, deren Arbeiten wir nachfolgend (und stellvertretend für all die anderen) abbilden, die vormaligen Studentinnen und Studenten William Alexander Bacon, Kitsum Cheng, Andrew de Freitas, Anders Dickson, Lina Hermsdorf, Benjamin Horns, Martin Kähler, Theresa Kampmeier, Ellen Yeon Kim, Soojung Kim, Yuki Kishino, Chloé Malcotti, Aislinn McNamara, Luzie Meyer, Xerxes Oakman, Bonny Poon und Elif Saydam aus den Klassen der Professorinnen und Professoren Peter Fischli, Douglas Gordon, Judith Hopf, Michael Krebber, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Amy Sillman und Josef Strau.

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Olga Cerkasova, Dead or alive, 2016, Acrylic on canvas Weiterlesen

Zum Tod von J. Siegfried Dammrath: Der Bildhauer, Philosoph und Poet

2016, Juli 19.

Von Petra Kammann

Zur Erinnerung an den verstorbenen Bildhauer, Philosophen und Lyriker J. Siegfried Dammrath ist bis zum 31. Juli 2016 im Museum Kaiserswerth eine Ausstellung zu sehen, die sich mit dem Leben und Wirken dieses vielseitigen Künstlers befasst. Der Bildhauer und Dichter war am Pfingstsonntag im Alter von 87 Jahren verstorben. Er lebte viele Jahre lang in den Düsseldorfer Stadtteilen Kaiserswerth und Kalkum.

Der als Steinmetz ausgebildete Bildhauer absolvierte eine Ausbildung für das künstlerische Lehramt und studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie u.a. bei Professor Ewald Mataré Bildhauerei. Im Verlauf seines künstlerischen Wirkens schuf er nicht nur Steinbildwerke, Steinreliefs, Altargestühl und Grabsteine, sondern auch Bronzereliefs und andere Metallskulpturen. Zudem gestaltete er im Rheinland, am Niederrhein und im Ruhrgebiet etliche Arbeiten wie Kirchenfassaden, Glasmalereien in öffentlichen Gebäuden, Lithografien und vieles mehr.

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J. Siegfried Dammrath Weiterlesen

Weltkulturen Museum: „A Labor Of Love – Kunst aus Südafrika – Die 80er jetzt“

2016, Juli 18.

Meister des Linolschnitts

Von Renate Feyerbacher

Das Weltkulturen Museum Frankfurt besitzt eine Sammlung von etwa 600 afrikanischen Kunstwerken, ausschliesslich von schwarzen Künstlern geschaffen. Sie wurden 1986 angekauft. Noch bis zum 24. Juli 2016 ist eine Auswahl von 150 Werken zu sehen, darunter solche von heute namhaften Künstlern wie Peter Clarke, Lionel Davis, David Koloane oder Sam Nhlengethwa. Bis 2001 hiess das Haus „Museum für Völkerkunde“, dessen Direktor einst der Ethnologe Leo Frobenius war. Ein Jahr nach dem genannten Ankauf, 1987, fand die Ausstellung „Botschaften aus Südafrika“ statt. Ein Werk daraus, „The 10 th Anniversary of June, the 16 th“ von Sam Nhlengethwa (*1957), wurde bereits damals ausgestellt und ist heute wieder zu sehen.

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Sam Nhlengethwa, „The 10th Anniversary of June, the 16th“ 1986, 1986, Öl auf Leinwand, 113,5 x 171,5 cm; Weltkulturen Museum, Foto: Wolfgang Günzel
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Rundgang 2016 der Hochschule für Gestaltung Offenbach HfG (2)

2016, Juli 16.

Die Dimensionen, die die Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) inzwischen angenommen hat, und die Unmöglichkeit, noch dazu bei knappem Zeitbudget sich im Rahmen des diesjährigen (19.) Rundgangs auch nur einen einigermassen realen Überblick über das Hochschulgeschehen zu verschaffen, thematisierten wir bereits in unserem ersten Beitrag. Was also blieb zu tun übrig? Eine kleine, subjektive Auswahl zu treffen und darüber kurz zu referieren. Unser Weg führte in das sogenannte Banksy in der Kaiserstrasse. Und wenn wir von Dimensionen sprachen: auch hier ist dieser Begriff angebracht, gilt es doch Arbeiten der Studierenden in nicht weniger als sechs ausladenden Etagen (Tiefgarage, Erdgeschoss sowie Stockwerke 1 bis 4) zu besichtigen! Mit den Veranstaltern und Studierenden freuen wir uns, von einem grossen Publikumszuspruch berichten zu können. Ein sorgfältig gestalteter Prospekt nebst Grundrissen war uns hilfreich, enthielt jedoch weitgehend nur die Namen der jungen Künstlerinnen und Künstler ohne Werktitel und -beschreibungen.

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↑ Tobias Kasan
↓ Julia Eichler

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Absolventenausstellung 2016 der Städelschule im MMK 3 „Croissant“ – Absolventenpreis an Stuart Middleton

2016, Juli 14.

Von Erhard Metz

Die Kunst ist international und die Jury unabhängig – so hat denn auch der törichte „Brexit“ keine Rolle bei der Entscheidung gespielt, den diesjährigen Absolventenpreis des Vereins Städelschule Portikus einem Briten zuzusprechen: Stuart Middleton heisst der Glückliche, und er hat die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung verdient.

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So strahlen Preisträger: Stuart Middleton, den man nach dem Spruch der Jury von draussen erst in das vollbesetzte Foyer des MMK 3 hereinholen musste; mit ihm freut sich Anna Goetz vom MMK Frankfurt, Jury-Mitglied und Kuratorin der Ausstellung

Die Preisträgerarbeit: ein „gebasteltes“ Modellauto, ein Mercedes „Sprinter“. Modellautos wecken, keine Frage, den Spieltrieb, besonders in Männern. Ein „Hingucker“ also, zumal direkt auf dem Weg zur Ausstellungshalle anzutreffen. Auf der Dachgalerie reichliches, sperrig erscheinendes, mit Plane und Stricken gesichertes Gepäck, auch eine sechssprossige Leiter fehlt dort nicht, das Fahrzeug selbst mit allerlei Gegenständen vollgestopft bis zum Gehtnichtmehr (ein kurzer Blick zwischen die beim Presserundgang geöffneten Hecktüren war uns erlaubt). Es ist allseitig mit dem Logo G4S versehen, welches – ebenso wie die tiefblaue Lackierung – für eine niederländische Geld- und Werttransportfirma steht. Aber ein gepanzertes Auto will das Modell nicht vermitteln, eher einen auf Erkundungsreise gehenden Camper. Oder birgt der Wagen ein Filmequipment, gar eine notärztliche Erste-Hilfe-Ausrüstung in sich? Eine kleine Absperrung, wie man sie von Strassenbaustellen kennt, umgibt das Modell auf der rechten Seite. Weiterlesen

Das 16. Düsseldorfer Frankreichfest

2016, Juli 14.

Der Botschafter Frankreichs Philippe Etienne in Düsseldorf und der Prix AbiBac

Vive la France, vive l’amitié franco-allemande! Anlässlich des erfolgreichen Düsseldorfer Frankreichfestes sowie des heutigen 14. Juli, des Nationalfeiertags der Franzosen, gewähren wir einen kleinen Einblick in die frankophilen Aktivitäten der Rheinmetropole Düsseldorf

Von Petra Kammann

Auch wenn es im Europacup-Endspiel für den Sieg der Bleus leider nicht gereicht hat, so können sich die überzeugten Frankophilen und Germanophilen doch ein wenig trösten. La grande fête française par excellence, das 16. Düsseldorfer Frankreichfest, das vom 8. bis zum 10. Juli 2016 unter hervorragenden Wetterbedingungen über die Bühne ging, wurde von weit über 100.000 Besuchern gefeiert. Sie erfreuten sich am Charme des Nachbarlandes und dem Wert der Freundschaft beider Länder. So kann im kommenden Jahr auch die Tour de France voller Optimismus von der Rheinmetropole aus starten.

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Der mit der Tricolore beflaggte Innenhof des Rathauses, in der Mitte Organisator Boris Neisser Weiterlesen

Rundgang 2016 der Hochschule für Gestaltung Offenbach HfG (1)

2016, Juli 12.

Die jährliche Rundgangsveranstaltung der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach, der Kunsthochschule des Landes Hessen, gerät regelmässig zu einem Ereignis für die städtische Bevölkerung, aber auch für zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Frankfurt am Main und dem Rhein-Main-Gebiet. 26 Professoren und über 100 Lehrende und Mitarbeiter betreuen rund 700 Studierende in den zwei Fachbereichen Kunst (mit den vier Fachrichtungen Kommunikationsdesign, Medien, Kunst und Bühnenbild) und Design. Mit 19 Professorinnen und Professoren sowie zusätzlichen Honorar- und Gastprofessuren, Lehrbeauftragten und Mitarbeitern ist der Fachbereich Kunst der etwas grössere gegenüber dem Design. Ein erfolgreiches Studium endet in beiden Fachbereichen mit dem Diplom. Ausserdem besitzt die Hochschule das Promotionsrecht.

Zum Vergleich die Frankfurter Staatliche Hochschule für Bildende Künste Städelschule: Dort kommen auf rund 140 Studierende im Bereich Bildende Kunst und etwa 50 Studierende im Bereich Architektur insgesamt zwölf Professorinnen und Professoren sowie zusätzlich Gastprofessuren, Lehrbeauftragte und sonstige Mitarbeiter. Sie stellt zum Studienabschluss eine Bescheinigung über ein Vollstudium aus, ferner kann der Titel Meisterschüler verliehen werden. In den Architekturklassen sowie im Masterstudiengang „Kuratieren und Kritik“ kann der Grad Magister Artium erworben werden.

Doch zurück zur HfG: Angesichts der genannten Grössenordnung kann der Rundgang an den beiden offenen Samstag- und Sonntagnachmittagen kaum bewältigt werden, und unser Zeitbudget war ohnehin auf den Samstag begrenzt: auf die Ausstellungsorte Kappus-Seifenfabrik und das sogenannte Banksy. Nebenbei bemerkt: Wer sich als Nicht-Offenbacher auf das HfG-Faltblatt verlassen hatte, der war in der Tat verlassen. „Kappus“ wurde darin weit entfernt fast schon im Offenbacher Nirwana verortet anstatt in der Ludwigstrasse, wohin die Planzeichner wiederum das „Banksy“ verlegt hatten anstatt in die Kaiserstrasse – nun ja, shit happens.

Wir können uns hier nun lediglich auf einen „Bilderbogen“ mit einigen subjektiv herausgegriffenen Arbeiten beschränken, und zwar im ersten Teil auf den Fachbereich Kunst und darin wiederum auf das Lehrgebiet „Experimentelle Raumkonzepte“ der Fachrichtung „Kunst“ (im genannten Fachbereich Kunst, so heisst das nun mal an der HfG, die hierarchische Terminologie erscheint etwas kompliziert) von Professor Heiner Blum. Präsentationsort waren hier nicht mehr genutzte Räume der Kappus-Seifenfabrik in der Ludwigstrasse. Die Beschilderung der Arbeiten war sehr übersichtlich, aber technische Angaben zu den Werken fehlten.

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Lukas Sünder, Krabbeldecken

Nicht untypisch für den 1989 in Hanau geborenen HfG-Studenten und Cusanuswerk-Stipendiaten Lukas Sünder: Blüten und Blätter, Schmusekätzchen, Teddybären, Schmetterlinge und allerlei andere Sympathieträger aus Flora und Fauna, auf – na eben – Krabbeldecken. Auch ein experimentelles Raumkonzept – die Idylle erscheint jedoch trügerisch. Weiterlesen