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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archiv für Januar, 2015

Deutsches Architekturmuseum und Museum für Moderne Kunst: Kooperationsprojekt „Raum für Kunst“

Freitag, 30. Januar 2015

W„Hahnsinn“ an der Otto-Hahn-Schule in Frankfurt Nieder-Eschbach

„Raum für Kunst“ heisst ein gemeinsames Projekt des Deutschen Architekturmuseums (DAM) und des Museums für Moderne Kunst (MMK), das 2012 an der Frankfurter Elisabethenschule begann und jetzt an der Otto-Hahn-Schule im Stadtteil Nieder-Eschbach fortgesetzt wird, unterstützt vom Kulturamt und vom Kooperationspool der Stadt Frankfurt am Main. Initiiert von den Leiterinnen der Abteilung Vermittlung der beiden Häuser, Christina Budde (DAM) und Katharina Mantel (MMK), und mit tatkräftiger Unterstützung des Künstlers Jorma Foth, der insoweit für beide Museen tätig war, entwickelten Schülerinnen und Schüler einen „Raum für Kunst“: An der Otto-Hahn-Schule ist es jetzt eher ein Räume, Flure und Treppenhäuser umfassender „Kunstpfad“, der diese Ausstellungsorte zur längerfristigen Nutzung miteinander verbindet.

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Wohlüberlegte wie pfiffige Holzkonstruktionen, die die architektonische Sprache der Fensterfront der Pausenhalle aufgreifen, dienen künftig als Wechselrahmen zur Präsentation eigener Werke der Schülerinnen und Schüler Weiterlesen

Goethe und „Rembrandt der Denker“ im Frankfurter Goethe-Museum

Mittwoch, 28. Januar 2015

Das Dichter-Genie im Dialog mit dem größten Radierer –
Exquisite Werke aus der Graphischen Sammlung Weimar

Von Hans-Bernd Heier

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„De practiceerende Alchimist (Faust)“, Radierung, Kaltnadel und Grabstichel, um 1652; © Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Bereits der junge Goethe hat Druckgrafiken von Rembrandt Harmensz van Rijn kennengelernt. Goethes intensive Beschäftigung mit Arbeiten des holländischen Ausnahmekünstlers setzte bereits Anfang der 1770er Jahre ein. Als 25jähriger schreibt er: „Ich zeichne, künstle p. Und lebe ganz mit Rembrandt“. Zeit seines Lebens sollte er sich mit dem größten Radierer der Kunstgeschichte auseinandersetzen Weiterlesen

„Sehnsucht“: Rafael Herlich in der Frankfurter Heussenstamm-Galerie

Dienstag, 27. Januar 2015

Subtile Fotografien auf der Suche nach dem Schicksal der Familie

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Rafael Herlich, Foto: FeuilletonFrankfurt

Es ist eine sehr persönliche Geschichte, die uns Rafael Herlich in den Fotografien seiner Ausstellung erzählt, eben seine Geschichte, die aber zugleich auch ein Stück die unsrige und die der Menschheit ist. Die Mitglieder seiner Familie wurden in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern in Polen ermordet, einzig sein Vater überlebte das Lager Auschwitz-Birkenau Weiterlesen

200 Jahre Städel-Stiftung – Städel Museum Frankfurt am Main

Sonntag, 25. Januar 2015

Geburtstag ist am 15. März 2015 –
Geburtstagsgeschenke gibt es schon heute

Über Geburtstagsgeschenke freut sich ein jeder – auch der Direktor des Städel Museums Frankfurt, Max Hollein, und überhaupt freut er sich über Geschenke an das in der Weltliga spielende Museum, wie er in der Jubiläums-Pressekonferenz augenzwinkernd werbend bekannte. Die (ersten?) Geschenke, ein Reni und ein Degas, kommen als Ankäufe vom Städelschen Museumsverein. Allerdings hätte dessen Finanzkraft – angesichts des finanziellen Volumens der Erwerbe von insgesamt rund 2 Millionen Euro – allein nicht ausgereicht – vielmehr kamen finanzielle Engagements in beträchtlicher Grössenordnung hinzu. Der Ankauf von Renis „Himmelfahrt“ wurde durch eine Spendenkampagne mit grosszügiger Unterstützung von Fritz und Waltraud Mayer, Ibeth Biermann, Dieter und Ingrid Seydler sowie zahlreiche weitere Gross- und Kleinspenden von Vereinsmitgliedern und fördernden Institutionen ermöglicht; die Mittel für den Erwerb der Degas-Zeichnung brachte eine Frankfurter Mäzenin im Rahmen einer Einzelspende auf.

Ein Geburtstags- und Jubiläumsjahr gilt es also heuer anzukündigen – mit grossen Ausstellungen und festlichen Events und einem Publikumstag für alle am 15. März, die Fügung will es: just an einem Sonntag, an dem ein grosses Publikumsinteresse erwartet werden kann.

Warum der 15. März 2015?

„Mittwochs, den 15. März im Jahr Eintausend Achthundert und Fünfzehn“ war es, als Johann Friedrich Städel, der „hiesige Burger und Handelsmann“ in seinem Stiftungsbrief „als Testirer“ beurkundete, „meine beträchtliche Sammlung von Gemählden, Kupferstichen und Kunstsachen nebst meinem gesammten dereinst zurück lassenden Vermögen … der Stiftung eines besonderen, für sich bestehenden und meinen Namen führenden Kunstinstituts zum Besten hiesiger Stadt und Bürgerschaft zu widmen“. Wobei er das „Kunstinstitut“ sowohl als Museum als auch als Kunstschule – der Nukleus der heutigen Städelschule – ausgestaltet wissen wollte. Städel, 1728 in Frankfurt am Main geboren, betrieb ein Handelsgeschäft mit Spezereien sowie später Kommissions- und Bankgeschäfte, wurde dabei überaus vermögend und baute in seinem Haus am Rossmarkt eine umfangreiche Kunstsammlung auf, die er gern auch Dritten auf Wunsch zeigte. 1816 verstarb Städel kinder- und erbenlos.

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Johann Nepomuk Zwerger (1796-1868), Bildnisbüste Johann Friedrich Städel, 1829, Marmor, Städel Museum Frankfurt am Main; Foto: Städel Museum

Das Städelsche Haus am Rossmarkt erwies sich bald als zu klein, und Museum nebst Kunstschule bezogen 1833 das Palais des Thurn und Taxisschen Oberpostmeisters Freiherr von Vrints-Treuenfeld in der Neuen Mainzer Strasse Weiterlesen

Richtfest für das Historische Museum Frankfurt

Donnerstag, 22. Januar 2015

Impressionen von der Grossbaustelle –
Ausblick auf das neue Museumsquartier:
Ein Bilderbogen

An Richtfesten im vor allem durch Abriss- und Umbauwut gekennzeichneten Zentrum von Frankfurt am Main fehlte es sicherlich nicht im zu Ende gegangenen Jahr 2014, aber zwei dieser Feierlichkeiten kommt eine besondere kultur- und stadtgeschichtliche Bedeutung zu: dem Richtfest für das Stadthaus in der „neuen Altstadt“ Mitte Oktober und insbesondere – kurz vor den Weihnachtsfeiertagen am 17. Dezember und damit genau ein Jahr nach der Grundsteinlegung – für den Erweiterungsbau des Historischen Museums der erstmals 794 in einer Urkunde Karls des Grossen namentlich erwähnten Stadt, für deren Kernfläche bereits eine jungsteinzeitliche Besiedelung nachgewiesen ist.

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Trotzten beim Richtfest Nässe und Kälte: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Olaf Cunitz, Kulturdezernent Professor Felix Semmelroth (verdeckt) und Museumschef Jan Gerchow

Mächtig schallte bei Regen und gefühlter 0-Grad-Temperatur der in Versform gesprochene Richtspruch über die Baustelle, vorgetragen von einem stimmgewaltigen Zimmerer- und Betonbaumeister in der traditionellen schwarzen Kluft Weiterlesen