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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für August, 2014

Neues im Kunstverein Familie Montez

2014, August 30.

Was gibt’s Neues im Kunstverein Familie Montez in den Bögen der Honsellbrücke?

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Erst mal dies: Es wird dort immer schöner. Und es gibt jede Menge WC’s.

Elizabeth Dorazios Arbeiten leuchten wie eh und je.

Dann dies: Max Weinbergs „Work in Progress“ nähert sich der Vollendung. Am 7. September zur Finissage soll es fertig sein.

Und dann: die „Schatzkammer“ mit der Sammlung, in bester „Petersburger Hängung“! Hier einige Einblicke: Weiterlesen

„Panta Rhei“: Meike Fischer dokumentiert Umbrüche und Gentrifizierung in Frankfurt am Main

2014, August 29.

„Wer heute durch Frankfurt läuft oder fährt, wähnt sich in einer nicht enden wollenden Baustelle, die sich in alle Richtungen ausdehnt. Neue Wohnviertel, Bürogebäude und Hochhäuser entstehen, innerstädtische Brachen werden erschlossen, alte Gebäude überall in der Stadt abgerissen um Platz zu machen für die Moderne. Die Gentrifizierung hat längst Einzug gehalten und damit eine ästhetische Neuausrichtung grosser Teile des städtischen Raumes begonnen. Die Stadt befindet sich im Begriff, ihr Gesicht komplett zu verändern …“ (Heussenstamm-Galerie)

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Meike Fischer, Henningerturm, Fotografie

Wir haben es seinerzeit selbst erlebt: Der Henninger-Turm mit seinem Dreh-Restaurant in rund 100 Meter Höhe war in den 1960er und noch bis weit in die 1980/1990er Jahre hinein das bestaunte Ziel der Frankfurt am Main Besuchenden schlechthin Weiterlesen

Caricatura zeigt Kurt Halbritters meisterliches Werk (2)

2014, August 28.

Mit feinem Strich und Biss gegen Spießbürgertum

Von Hans-Bernd Heier

Aus Anlass des 90. Geburtstags von Kurt Halbritter, einer der bedeutendsten deutschen Karikaturisten, ehrt das caricatura museum frankfurt – Museum für Komische Kunst, den Meister des feinen Strichs mit einer hervorragenden Werkschau, der bisher umfangreichsten und vielseitigsten. Präsentiert werden Zeichnungen und Aquarelle aus dem Bestand des Instituts für Stadtgeschichte, aus eigenen Beständen sowie von weiteren Leihgebern, darunter bisher noch nie gezeigte Werke.

Gleich zu Ausstellungsbeginn begegnet der Besucher der gezeichneten Kurzbiografie „Halbritters Ganzwelt“ aus dem Jahre 1970. Der Karikaturist mit Biss skizziert auf dem Blatt seine wichtigsten Lebensstationen in Comic-Manier. Er zeigt, dass er sich auch selbst gekonnt auf die Schippe nehmen konnte.

Der junge Halbritter wurde nach einer Ausbildung zum Chemigraphen mit gerade mal 18 Jahren zur Marine eingezogen. 1944 geriet er in englische Kriegsgefangenschaft und kehrte Ende 1947 wieder nach Deutschland zurück. Da er bereits als Schüler durch sein Zeichentalent auffiel, lag es für ihn nahe, an der Werkkunstschule Offenbach, der heutigen Hochschule für Gestaltung, Illustration und Gebrauchsgrafik zu studieren. Vorbilder für ihn waren Paul Klee, Honoré Daumier und George Grosz. Als er die Arbeiten von Saul Steinberg, dem weltbekannten amerikanischen Zeichner und Cartoonisten, sah, entschloss er sich, Karikaturist zu werden. „Spätestens hier wusste ich, dass das, was ich wollte, an dieser Schule nicht gelehrt wurde“, äußerte sich Halbritter rückblickend. Er verließ die Schule ohne Abschluss und arbeitete ab 1952 als freier Zeichner, Illustrator und Karikaturist in Frankfurt-Rödelheim. Bereits 1949 veröffentlichte die Frankfurter Rundschau eine erste Zeichnung von ihm.

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„Johannes“, unveröffentlicht; Copyright © Kurt Halbritter / Quelle: Institut für Stadtgeschichte

Sein erstes Buch „Disziplin ist alles“ erschien 1954 Weiterlesen

17. Skulpturenausstellung “Kräftespiele” in Mörfelden-Walldorf / 3

2014, August 27.

Eisen und Stahl: Michael Ernst, Sonja Edle von Hoeßle und Robert Kögel

Mit Skulpturen aus Eisen und Stahl beschliessen wir unsere Auswahl an Arbeiten aus der 17. Skulpturenausstellung in Mörfelden-Walldorf. Und im Blick auf den Ausstellungstitel „Kräftespiele“ darf auch durchaus einmal an den vielfach Muskelkraft erfordernden Umgang mit derartigen Werkstoffen erinnert werden.

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Windzirkel, 2012, dreiteilige kinetische Eisenskulptur geschmiedet, gebogen, geschweisst, Drucklager und Kardangelenk, H/B/T 620/290/290 cm, Bewegungsradius ca. 250 cm

Ähnlich wie Michael Hischer arbeitet auch Michael Ernst bei seinen Skulpturen mit beweglichen, dem Winddruck unter freiem Himmel ausgesetzten Elementen Weiterlesen

Caricatura zeigt Kurt Halbritters meisterliches Werk (1)

2014, August 25.

Spießern und Mitläufern schonungslos den Spiegel vorgehalten

Von Hans-Bernd Heier

Kurt Halbritter, einer der bedeutendsten deutschen Karikaturisten, wäre am 22. September 2014 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ehrt ihn das caricatura museum frankfurt – Museum für Komische Kunst mit der umfangreichsten und vielseitigsten Werkschau. Präsentiert werden Zeichnungen und Aquarelle aus dem Bestand des Instituts für Stadtgeschichte, aus eigenen Beständen sowie von weiteren Leihgebern, darunter bisher noch nie gezeigte Werke.

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Selbstporträt, 1977; Copyright © Kurt Halbritter / Quelle: Institut für Stadtgeschichte; wie der Künstler sich selbst sah …

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 … und so die Fotografin Inge Werth; Copyright © Inge Werth Haunetal-Wehrda / Quelle: Institut für Stadtgeschichte

Für Achim Frenz, den Leiter des caricatura, ist dies eine ganz besondere Ausstellung Weiterlesen

UNESCO-Biosphärenpark Salzburger Lungau

2014, August 24.

Hüttengaudi mal anders

Von Elke Backert

Oesterreich Lungau lebensecht

Der Wirtin Helga Gruber vom Landhaus Schlickwirt merkt man auf den ersten Blick an, wie sie sich mit ihrer Heimat im Salzburger Lungau identifiziert. Als engagierte Berg-Fex hat sie die zertifizierte Ausbildung „Natur- und Landschaftsvermittler“, um ihren Gästen den Biosphärenpark Lungau in all seiner Vielfalt näher zu bringen Weiterlesen

17. Skulpturenausstellung “Kräftespiele” in Mörfelden-Walldorf / 2

2014, August 22.

Kunstwerke in Bäumen: Gertraud Hasselbach, Heide Weidele und Michael Hischer

Heute gilt es bei unserem Rundgang durch die Skulpturenausstellung im Bürgerpark Mörfelden-Walldorf, den Blick auch einmal nach oben zu richten. Beginnen wir mit zwei Arbeiten der 1946 in Bad Schwalbach geborenen Künstlerin Gertraud Hasselbach.

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↑↓ „ERCA ATD BEUL SHGD HRST LGB AELS USAD RACHB AEC LERCA ATD“

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Es sind Schriftarbeiten, die Gertraud Hasselbach wie ein Band in der Höhe um zwei mächtige Baumstämme fügt Weiterlesen

Die neue Konzertsaison 2014/2015 des hr-Sinfonieorchesters

2014, August 21.

Stabwechsel zu Andrés Orozco-Estrada

Von Renate Feyerbacher

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Andrés Orozco-Estrada

Eine neue Ära beginnt – und die mit Verve. Der neue Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, Andrés Orozco-Estrada, lockt die Musiker ins Freie: Mit einem Open Air-Konzert am 27. August 2014 im Frankfurter Metzlerpark („Überall ist Grün, das gefällt mir“) stellt er sich dem Frankfurter Publikum vor. Solistin ist die junge spanische Geigerin Leticia Moreno, 2010 Preisträgerin (LOTTO-Förderpreis) beim Rheingau Musik Festival. Fünf Tage vorher, am 22. August, dirigiert Orozco-Estrada bereits das hr-Sinfonieorchester beim diesjährigen Festival in der Basilika Kloster Eberbach. Der ehemalige Chefdirigent und heutige Ehrendirigent des Orchesters, Paavo Järvi, hatte das Festival Ende Juni mit einem Mendelsohn-Programm anlässlich von Shakespeares 450. Geburtstag eröffnet. Orozco-Estrada widmet sich vor allem Richard Strauss, der vor 150 Jahren in München geboren wurde und vor 65 Jahren starb. Auch Mendelsohn und Shakespeare will er huldigen. Ihn interessiert, wie Komponisten mit literarischen Texten umgehen. Im nächsten Jahr wird er, der Tradition folgend, mit dem hr-Sinfonieorchester das Festival eröffnen, und er wird auch das Neujahrskonzert 2015 in Wiesbaden dirigieren. Das hatte Ex-Chef Järvi schon lange nicht mehr getan. Weiterlesen

„UNENDLICHER SPASS“ in der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt

2014, August 18.

Immer mal wieder lesen wir, wir lebten in einer Spassgesellschaft. Das mag für viele so sein, für viele andere hört der Spass jedoch recht schnell auf, wenn sie zum Beispiel in ihre „Lohntüte“ blicken oder ihre Krankheiten und sonstigen Lebensumstände betrachten. „Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung“ (2013) bescheinigt der Republik eine Rekord-Armutsquote von über 15 Prozent, und erst recht dieser Teil der Bevölkerung wird wenig Anlass zu Spass – und schon gar nicht zu unendlichem – finden.

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SCHIRN-Direktor Max Hollein und Matthias Ulrich, Kurator der Ausstellung, in der Pressekonferenz

Nun geht es aber in der Ausstellung in der SCHIRN Kunsthalle gar nicht darum, sondern etwas mehr um den „Jahrhundertroman“ gleichen (Ausstellungs-)Titels von David Foster Wallace Weiterlesen

„Portrait Hilmar Hoffmann“ von Gerhard Richter künftig im MMK 1

2014, August 14.

„Wir freuen uns sehr, dass Hilmar Hoffmann uns dieses persönliche Werk für unsere Sammlung anvertraut hat. Zusammen mit weiteren Gemälden des bedeutenden Malers Gerhard Richter wird es die Besucher im MMK 1 zukünftig dauerhaft begleiten“, so MMK-Direktorin Susanne Gaensheimer.

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Gerhard Richter, Portrait Hilmar Hoffmann, 1990, Öl auf Leinwand; Foto: Gerhard Richter; Nachweis: MMK Frankfurt

Hilmar Hoffmann, der in wenigen Tagen seinen 89. Geburtstag begeht, der unvergessene, rund zwei Jahrzehnte amtierende Frankfurter Kulturdezernent, Vater des berühmten Frankfurter Museumsufers (eigentlich sind es ja zwei, das nördliche und das südliche) und – gegen so manchen Widerstand – insbesondere des Museums für Moderne Kunst MMK, unermüdlicher Förderer der Freien Kunst und Kultur, stellt jetzt das Werk dem MMK „zur Verfügung“. Weiterlesen