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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für April, 2014

Nina Ansari: Lichtleinwände

2014, April 30.

Von der Spree an den Main: Nina Ansari auf der „Luminale“ 2014 in Frankfurt

Von Evrim Weinlein

Zwar ist die Luminale 2014 schon runde zwei Wochen vorüber, aber Nina Ansaris Lichtleinwände verdienen es, in Erinnerung gerufen zu werden. Sie waren Ende März/Anfang April am neuen Standort des Frankfurter Kunstvereins „Familie Montez“ in den Bögen unter der Honsellbrücke zu bewundern

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Nina Ansari im Kunstverein Familie Montez, Luminale 2014, Foto: Ryu Oyama

Die Künstlerin Nina Ansari präsentierte die zweite bislang veröffentlichte Serie ihrer bemalten Lichtleinwände. Zum ersten Mal arbeitete sie mit Rastern im Bildmotiv – rein abstrakten Formen. Weiterlesen

Lausanne – grüne Stadt am Genfer See

2014, April 28.

Von Elke Backert

„Gut, dass Sie jetzt unsere schöne Stadt besuchen. Irgendwann werden wir eine Baustelle sein, denn Lausanne will die Straßenbahn wieder einführen.“ Die Stadtführerin der Hauptstadt des Kantons Waadt im französischsprachigen Teil der Schweiz sieht das Grauen vor sich. Aber keine Angst, noch kann man gemütlich durch die Altstadt schlendern, in den zahlreichen Parks und am Genfer See Ruhe finden.

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Architektur in Lausanne Weiterlesen

Tobias Rehberger in der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt

2014, April 26.

„Home and Away and Outside“

Natürlich kann man als Frankfurter nach Berlin, München, Düsseldorf oder Köln reisen, wenn man sich in der deutschen Ausstellungsszene umschauen will; derzeit vor allem nach Berlin pilgern, zur von vielen bereits zur „Jahrhundertausstellung“ geadelten Schau „Evidence“ von Ai Weiwei mit u. a. rund 6000 chinesischen Hockern. (Nun hatten wir bereits 886 Hocker des Künstlers auf der Biennale Venedig 2013 im „deutschen“=“französischen“ Pavillon – stecken die jetzt in Berlin wieder mit drin?)

Also Berlin kann und soll – muss aber nicht unbedingt sein. Denn: In der Kunst- und Kulturstadt Frankfurt am Main machen sich heuer gleich vier namhafte Ausstellungsereignisse fast schon untereinander Konkurrenz: die „Emil Nolde. Retrospektive“ im Städel Museum (bis 15. Juni 2014); „Esprit Montmartre. Die Bohème in Paris um 1900“ (bis 1. Juni); „Tobias Rehberger. Home And Away And Outside“ (bis 11. Mai), beide in der SCHIRN Kunsthalle; und im MMK die Riesenschau „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“, die fast das ganze Haus ausfüllt und noch bis zum  27. Juli 2014 läuft.

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Tobias Rehberger in der Pressekonferenz am 20. Februar 2014

Beginnen wir mit Tobias Rehberger in der SCHIRN Weiterlesen

Andalusien – christlich-islamischer Kulturschatz / 7

2014, April 23.

Ein Reisebericht

7. Teil: Granada (1) Die Alhambra

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

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Blick vom Hügel Albaicín auf die Alhambra

„Granada, Du Land meiner Träume, in den Tönen des Gitanos singe ich für Dich“. Wer hat nicht die Melodie des Liedes im Ohr, das der mexikanische Komponist Augustín Lara 1932 komponierte und das grosse Tenöre, aber auch Schlagersänger gerne trällern?

„Wer Granada nicht gesehen hat, hat nichts gesehen“ so heisst es in einem spanischen Sprichwort.

Granada ist eine Stadt der Sehnsucht Weiterlesen

FROHE OSTERN 2014!

2014, April 20.

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Hans Holbein d. Ä. (um 1465 bis 1524), Hochaltar der Frankfurter Dominikanerkirche: Auferstehung Christi, 1501, Mischtechnik auf Holz, 166,3 x 150,3 cm; Städel Museum, Frankfurt am Main, © Städel Museum – ARTOTHEK

 

FeuilletonFrankfurt wünscht
seinen Leserinnen und Lesern
ein frohes und gesegnetes Osterfest!


Andrea Büttner: Kunst im Campanile der Weissfrauen Diakoniekirche

2014, April 18.

Eine Mönchsklause hoch über der Gutleutstrasse

Von Erhard Metz

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Wir wussten, dass Andrea Büttner den Auftrag erhalten hatte, den Campanile der Weissfrauen Diakoniekirche im Rahmen der umfassenden Renovierung des Turms künstlerisch auszugestalten, und was sich dort oben, in der zweiten Turmetage, tat, war eigentlich nicht zu übersehen, schon gar nicht von den Besuchern der Kunstereignisse, die in der Kirche regelmässig stattfinden. Für den Herbst dieses Jahres, wenn auch die Aussenanlagen des Grundstücks neu hergerichtet sein werden, ist eine entsprechende Eröffnungsveranstaltung geplant. Weiterlesen

Margarethe Kollmer: nicht nur Videokünstlerin

2014, April 14.

Wir holen etwas weiter aus: Nach Einführung der Videotechnik, insbesondere seit der Digitalisierung und Miniaturisierung und damit der Allverfügbarkeit entsprechender Geräte wurde es nahezu jedermann möglich, sein eigener Autor, Regisseur, Kameramann und Produzent zu sein, das neue Medium erfuhr eine flächendeckende „Demokratisierung“. Bereits Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre hatte die Entwicklung der Videokunst zu einer eigenständigen Kunstgattung begonnen. Die documenta 11 im Sommer 2002 in Kassel war bereits massgebend von Videokunst geprägt (SPIEGEL ONLINE kritisierte damals allerdings noch: „stetigem Video-Geflimmere“). Seit langem bietet die Hochschule für Gestaltung HfG in Offenbach den Studiengang Visuelle Kommunikation mit entsprechenden Lehrinhalten an, und die Städelschule in Frankfurt unterhält eine Professur „Film“, die selbstverständlich auch den Bereich Video umfasst und die derzeit der bekannte Film- und Videokünstler Douglas Gordon mit der „Filmküche“ innehat.

Videokunst – ein heute vielleicht schon eher bereits veralteter Begriff – wird, neben der Digitalen Kunst, der Computer- oder elektronischen Kunst, vielfach als Teil einer „Medienkunst“ verstanden. Die Entwicklung ist dynamisch – man spricht bereits von Netzkunst, Softwarekunst oder Game Art und manch anderem mehr. Die Übergänge von einer Gattung zur anderen sind ebenso fliessend wie die Übergänge zwischen Videokunst und Filmkunst – gerade manche Arbeiten von Douglas Gordon gelten hierfür als Beispiele.

Zur Videokunst gehören zum einen die vielfach dokumentierenden Charakter tragende Video-Performance, bei der sich mitunter der Künstler selbst – auch ganz unmittelbar körperlich – in den Mittelpunkt der Arbeit stellt bzw. sich zu ihrem Gegenstand macht, zum anderen die Video-Installation und auch die „Video-Skulptur“, die oft einen ortsspezifischen Ansatz verfolgen und die sich medienübergreifend mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen verbinden können. Mitunter ist auch der das Kunstwerk bildende künstlerische Prozess selbst Gegenstand des Werkes. Meist handelt es sich dabei um mehr oder weniger ausgeprägt konzeptuelle Arbeiten.

Die Videokunst erweist sich für den Künstler als ein komplexes wie schwieriges Terrain: In einer von ständigen Beschleunigungsprozessen geprägten Gesellschaft (jene Prozesse erfahren übrigens gerade auch in der Videokunst Widerhall und Reflexion) fordert sie vom Betrachter Geduld: Kann der an das häusliche Fernseh-Zapping Gewohnte („Fernseh-Zapper“ bleiben im Durchschnitt nur rund zwei Minuten ununterbrochen bei einem Programm, selbst „Fernseh-Verweiler“ noch nicht einmal eine Viertelstunde¹) an einem Bild, an einer Skulptur, an einer Installation nach einem ersten Blick rasch vorübergehen, nötigt ihn ein Video zum Bleiben. Man muss sich eine Videoarbeit schon einmal in voller Länge ansehen, auch wenn manche Videos als Loop geschaffen sind, also zeitlich unabhängiger angesehen werden können, und manch andere wiederum – auch nach der Intention des Künstlers selbst – zunächst kein vollständiges Betrachten der gesamten Sequenz erfordern.

Schwierig schliesslich bleibt das künstlerische End-Produkt als solches – und auch seine Verkäuflichkeit: in Gestalt eines heute ausschliesslich digitalen Datenträgers (auch dessen Haltbarkeit ist jedoch zeitlich begrenzt), signiert und vielleicht im Rahmen einer Künstleredition präsentiert. Als Käufer von Produkten der Videokunst kommen primär Museen und spezielle Sammler in Betracht. Videokünstler sehen zu Recht davon ab, ihre Werke allgemein zugänglich ins Internet zu stellen. Videokunst kann jedoch nicht an die Wand gehängt oder auf einer Vitrine platziert werden, versagt sich also generell einem traditionellen „bürgerlichen“ Akzeptanz-, Rezeptions- und Konsumverhalten.

Heute stellen wir eine Künstlerin vor, die sich derzeit im Schwerpunkt der Videokunst widmet, aber auch in der Malerei bereits erfolgreich unterwegs war (unter anderem im Frühsommer 2011 in der Ausstellung „Datumsgrenze“ im Frankfurter 1822-Forum, die ein Katalog dokumentiert) und die sich nicht auf eine Kunstgattung festlegen will: Margarethe Kollmer.

Die Künstlerin, die bereits über einen Diplom-Abschluss Visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach verfügt (Studiengänge Kunst und Medien, Professoren Heiner Blum und Alex Oppermann), verliess vor wenigen Tagen zum Semesterschluss als Absolventin der Filmklasse des bereits vielfach erwähnten Professor Douglas Gordon – und als dessen Meisterschülerin – die Städelschule. Wir werden ihr im Sommer im Rahmen der Absolventenausstellung 2014 gewiss wiederbegegnen.

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Noch keine Videokunst und gut an eine Wand zu hängen: „I think it is fair if you clap at least as long as it took me to perform this“, Installation, Tintenstrahldruck, 2012; Foto: © Margarethe Kollmer Weiterlesen

„Landschaft im Dekolleté – Fenster als Element und Metapher“ in den Opelvillen

2014, April 13.

Facettenreiche Hommage für das Fenster

Von Hans-Bernd Heier

Was hat es mit dem Titel auf sich? „Landschaft im Dekolleté“ klingt widersprüchlich, geradezu surreal und lässt an René Magrittes Werke denken. Ist es nicht ein Widerspruch in sich, eine Landschaft im Ausschnitt zu vermuten? Denn der Ausschnitt steht für Begrenzung und Grenzen, während Landschaft für Weite steht. Dennoch hat Beate Kemfert, Kuratorin und Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, diesen geheimnisvollen, ja fast kryptischen Titel gewählt, dessen zweiter Teil „Fenster als Element und Metapher“ verdeutlicht, um was es in dieser Schau geht.

Fenster sind ein faszinierendes Thema, das Künstlerinnen und Künstler seit der Renaissance immer wieder dargestellt haben. Das Sujet diente ihnen als Inspirationsquelle. Auch heute setzen sich viele Kunstschaffende mit den Widersprüchen und Gegensätzen thematisch auseinander. Sie reizt es, mit dem Motiv des Fensters „eben jene Schwelle zwischen Innen und Außen, Heim und Natur, Geborgenheit und Entgrenzung, Bekanntem und Unbekanntem, Fassbarem und Geheimnisvollem wieder neu auszuloten“, so Beate Kemfert.

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Die Kuratorin Beate Kemfert vor verschlossenem Fenster in den Opelvillen; Foto: Hans-Bernd Heier

Mit über 120 Fotografien und Objekten von fünfzehn Künstlerinnen und Künstlern aus acht Ländern Weiterlesen

Pianist Jean Muller im Hauskonzert von Viviane Goergen und in der Alten Oper Frankfurt

2014, April 12.

„Ich bin sozusagen als Kind in den Topf der Musik gefallen“

Von Renate Feyerbacher

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Zwei aktuelle CDs mit Jean Muller; Foto: FeuilletonFrankfurt

Der 1979 geborene luxemburgische Pianist Jean Muller hält sich vier Tage in Frankfurt auf. Einen Abend spielte er im Steinway-Haus, am Freitagabend in einem Hauskonzert der Pianistin Viviane Goergen, die auf eine weltweite Karriere als Konzertpianistin zurückblicken kann. Am  bevorstehenden Sonntagabend dann der Höhepunkt: sein Soloabend mit Werken von Franz Liszt im Mozartsaal der Alten Oper Frankfurt. Weiterlesen

Mike Bouchet & Paul McCarthy im Portikus: „Powered A-Hole Spanish Donkey Sport Dick Drink Donkey Dong Dongs Sunscreen Model“

2014, April 11.

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Spätestens jetzt müsste es bei Ihnen „klingeln“, verehrte Leserinnen und Leser Weiterlesen