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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Mai, 2013

artspace RheinMain @ Ölhalle am Hafen Offenbach (2)

2013, Mai 31.

Painting of today – Neue Positionen in der Malerei

Heute setzen wir den Report über die Werkschau in der Offenbacher Ölhalle (Hafen 2) fort, veranstaltet und kuratiert von Anja Czioska / artspace RheinMain. 30 junge Malerinnen und Maler präsentieren dort aktuelle Arbeiten. Die Ausstellung endet am 2. Juni 2013.

Wie schon in Folge 1 empfehlen wir die – notgedrungen hier begrenzte – Auswahl aus den sehr bemerkenswerten, qualitätshaltigen Werken unkommentiert der eingehenderen Betrachtung – und als Aufruf, sie im Original anzuschauen. Übrigens für alle, die es bislang noch nicht gewusst haben sollten: Kunst kann man kaufen! Denn: „Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit“ (Lyonel Feininger).

↑↓ Zwei Arbeiten von Hendrik Zimmer Weiterlesen

Andalusien – christlich-islamischer Kulturschatz / 4

2013, Mai 30.

Ein Reisebericht

4. Teil: Sevilla (1)

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

Kathedrale

Pünktlich bringt uns der gepflegte, kaum frequentierte Zug von Cádiz nach Sevilla.

Es ist der Tag Corpus Christi, Fronleichnam, das im Jahr 2012 am 30. Mai ist.

Wir eilen zum Hotel Weiterlesen

artspace RheinMain @ Ölhalle am Hafen Offenbach (1)

2013, Mai 28.

Painting of today – Neue Positionen in der Malerei

Anja Czioska, umtriebige Städel-Meisterschülerin, Kunst- und Kulturprojekt-Managerin und Kuratorin, realisiert eine tolle Idee: Sie nutzt die alte, dem Abbruch geweihte Ölhalle am ehemaligen Offenbacher Hafen 2 (in Zusammenarbeit mit der Offenbacher Projektentwicklungs-Gesellschaft OPG) temporär für das Projekt „artspace RheinMain @ Ölhalle Hafen Offenbach“.

Mitte April 2013 eröffnete sie, gleichsam als ersten Akt dieser Initiative, gemeinsam mit OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha die Gemäldeausstellung „Painting of today – Neue Positionen in der Malerei“, die noch bis zum 2. Juni 2013 läuft. Ihr Besuch sei allen an zeitgenössischer Malerei im Rhein-Main-Gebiet Interessierten unbedingt anzuempfehlen, stellt die Werkschau doch einen Teil eines kleinen „Who is who“ von Malerinnen und Malern im Raum Frankfurt-Offenbach, dem Standort der beiden Hochschulen Städelschule und HfG, dar. Beteiligt sind: Patrick Alt, Gabriele Aulehla, Jagoda Bednarsky, Marc Bijl, Sascha Boldt, Il-Jin Atem Choi, Matthias Deutsch, Jos Diegel, Thomas Erdelmeier, Martin Feldbauer, Natalie Goller, Monica Hansebakken, Florian Heinke, Franziska Kneidl, Hannes Michanek, Stefan Müller, Manfred Peckl, Marcel Petry, Erik Pfeiffer, Anke Röhrscheid, Lionel Röhrscheid, Andreas Schlaegel, Sarah Schoderer, Saskia Schüler, Eva Schwab, Marcus Sendlinger, Leif Trenkler, Herbert Warmuth, Ekrem Yalcindag, Hendrik Zimmer. Viele unter ihnen sind Leserinnen und Lesern von FeuilletonFrankfurt sowie von Ausstellungen in Frankfurt und Offenbach her bekannt.

Daniela Matha, OPG-Geschäftsführerin, am Eröffnungsabend (vor einer Arbeit von Il-Jin Atem Choi) Weiterlesen

„Blickachsen 9“ in Bad Homburg und Rhein-Main

2013, Mai 27.

Kenny Hunter, Black Swan, 2013, Kunstharz  (400 x 120 x 160 cm)

Wird Kenny Hunters vier Meter hoher „Schwarzer Schwan“ am Ufer des „Schwanenteich“ genannten Kurparkweihers zur Leitfigur der diesjährigen „Blickachsen 9 – Skulpturen in Bad Homburg und Frankfurt RheinMain“? Das Zeug dazu hat er, ist er doch eine Auftragsarbeit für die Ausstellung und geniesst er doch schon seit Tagen vor der Eröffung der grossen Skulpturenschau am 26. Mai 2013 das gesteigerte Interesse und die Sympathie des Publikums. Weiterlesen

Marielies Hess-Kunstpreis 2013 an Bea Emsbach

2013, Mai 25.

„Human Nature“ – Natur des Menschen

Von Brigitta Amalia Gonser
Kunstwissenschaftlerin

Unter dem Motto „Human Nature“, Natur des Menschen oder Krönung der Schöpfung, geht die repräsentative Ausstellung von Bea Emsbach, als gelungenes Gemeinschaftsprojekt der Marielies Hess-Stiftung mit dem Dommuseum Frankfurt am Main, auf diesen Ort ein. Die eben mit dem Marielies Hess-Kunstpreis 2013 ausgezeichnete Frankfurter Künstlerin (* 1965) widmet ihr gesamtes Œuvre der Erforschung der menschlichen Natur, der zwischenmenschlichen Beziehungen und der gegenseitigen Abhängigkeiten. Ihr spezifisches Medium ist die Zeichnung. Sie zeigt bis Ende Juni eine für das Dommuseum entwickelte monumentale Wandinstallation, rote Tintezeichnungen und Kolbenfülleraquarelle und setzt plastische Akzente mit Buchsbaumobjekten und Figuren aus PVC-Knetmasse.

Reigen, 2010, Kolbenfülleraquarell auf Papier, 29,7 x 21 cm; Fotografie © Gabi Langhorst

Bea Emsbach weist ein aussergewöhnliches künstlerisches Profil auf. Weiterlesen

Museum Wiesbaden renoviert und erweitert (2)

2013, Mai 23.

Kunst und Natur im „Metropolitan Museum Wiesbaden“ vereint

Von Hans-Bernd Heier

Die Sammlung Alte Meister und die Naturhistorischen Sammlungen haben die renovierten Räume im Museum Wiesbaden bezogen und beeindrucken mit einem klaren Ausstellungskonzept und einer überzeugenden Präsentation der Exponate. Jetzt sind Kunst und Natur wieder unter einem Dach vereint. „Damit sind wir quasi das ‚Metropolitan Museum Wiesbaden‘ „, wie es Museumsdirektor Alexander Klar augenzwinkernd formuliert. Gemeinsame Klammer beider Sparten ist die Ästhetik.

Peter Forster, Kustos der Sammlung Alte Meister, vor einem der Highlights der Schau; Foto: Hans-Bernd Heier

Die ansprechende Präsentation der Sammlung Alte Meister sieht keinen chronologischen Gang durch die Kunstgeschichte vor, sondern ist, wie auch die Schau der Naturhistorischen Sammlungen, in Themenräume gegliedert, folgt also einer vom Inhalt der Werke ausgehenden Hängung. Im zweiten Geschoss des Südflügels durchlaufen Besucher Präsentationen, die nach Gattungen geordnet sind: Religion, Porträt, Mythologie, Stillleben und Landschaft. „Um die Aktualität innerhalb der jeweiligen Gattungen zu verdeutlichen, finden sich in den Themenräumen auch Positionen der Gegenwartskunst wieder. Dieses Ausstellungskonzept unternimmt eine konstruktive Befragung der Kunst und ihrer Bedeutung in ihrer jeweiligen Zeit“, erläutert Peter Forster, Sammlungsleiter und Kustos der Sammlung Alte Meister. Weiterlesen

Kaminski ON AIR – Der Ring des Nibelungen

2013, Mai 22.

Ein Saal wie Walhall

Von Renate Feyerbacher

Richard Wagner im Jahr 1871, Foto von Franz Hanfstaengl (1804 bis 1877), Nachweis: wikimedia commons

Es wagnert überall im deutschen Kulturbetrieb. Denn es wird an den 200. Geburtstag des bedeutenden wie mancherorts umstrittenen Komponisten Richard Wagner erinnert, der am 22. Mai 1813 in Leipzig zur Welt kam.

Die Oper Frankfurt präsentiert nun fast auf den Geburtstag genau Wagners Frühwerk „Rienzi, der letzte der Tribunen“ konzertant in der Alten Oper und ferner „Kaminski ON AIR – Der Ring des Nibelungen“, ein dreidimensionales Hörspiel-Theater im Bockenheimer Depot.

Eine ideale Stätte für dieses Spektakel, von der Stefan Kaminski schwärmt: „Ein Saal wie Walhall“. Grandios, wenn der Schauspieler das Wort Walhall mehrfach durchs Mikrofon lallt, prustet, schreit, wie es widerhallt in diesem ehemaligen Strassenbahndepot. Fast Gänsehaut erzeugend. Das hat was. Perfekt sind Sounds, Lichtdesign und -technik sowie Bühnentechnik. Weiterlesen

„Schönheit und Revolution – Klassizismus 1770 bis 1820“ im Städel Museum

2013, Mai 19.

Ein Fest für Augen und Sinne –
und ein kritischer Blick zurück

Alles hat einmal sein Ende, so auch die nur noch bis zum 26. Mai 2013 laufende Sonderausstellung „Schönheit und Revolution“ im Städel Museum Frankfurt am Main. Dem, der sie noch nicht gesehen haben sollte, sei sie angelegentlich empfohlen.

↑ Antonio Canova (1757 bis 1822), Die Göttin Hebe, 1800-1805, Marmor, vergoldetes Metall, St. Petersburg, Staatliche Eremitage Weiterlesen

„Rienzi, der letzte der Tribunen“ – Oper von Richard Wagner

2013, Mai 18.

Konzertante Koproduktion von Oper Frankfurt und Alte Oper Frankfurt

Von Renate Feyerbacher
Fotografien: Wolfgang Runkel / Oper Frankfurt

Musikalisch wieder ein Höhepunkt.

„Rienzi“ ist Wagners dritte vollendete Oper nach „Die Feen“ und „Das Liebesverbot“. Bei ihrer Uraufführung 1842 in Dresden war sie erfolgreich. Sie bescherte dem neunundzwanzigjährigen Komponisten den musikalischen Durchbruch.

Claudia Mahnke (Adriano; sitzend) und Peter Bronder (Rienzi) sowie das Frankfurter Opern- und Museumsorchester; Foto © Wolfgang Runkel

Die lange Ouvertüre, deren Einleitungsmotiv im Ohr blieb und bleibt, nimmt alle anderen Motive der Oper vorweg. Wie fast alle seine Werke strotzte die Oper vor Überlänge, aber selbst die gekürzte Form von drei Stunden erfordert Geduld. Weiterlesen

Museum Wiesbaden renoviert und erweitert (1)

2013, Mai 17.

Ästhetik von Kunst und Natur unter einem Dach vereint

Von Hans-Bernd Heier

Seit dem 8. Mai präsentiert sich das Museum Wiesbaden nach einer knapp vierjährigen Sanierung der beiden Gebäudeflügel als ein Haus für Kunst und Natur mit über 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche – rund 4.200 Quadratmeter mehr als bisher. „Damit sind wir“, wie Museumsdirektor Alexander Klar es augenzwinkernd formuliert, „quasi das ‚Metropolitan Museum‘ Wiesbaden“. Die Sammlung Alte Meister und die Naturhistorischen Sammlungen haben ihre renovierten Räume bezogen und beeindrucken die Besucher mit einem klaren Ausstellungskonzept und einer überzeugenden Präsentation der Exponate.

Das Museum Wiesbaden ist damit ein runderneuerter, sinnlicher und das Wissen fördernder Kulturraum. Es ist ein ganz besonderer Ort der Schule des Sehens – des Sehens von Objekten, des Lernens von den Alten, der Vermittlung von Werten“, schwärmte Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, bei der Pressekonferenz.

Mit Staatssekretär Ingmar Jung (Mitte) freuen sich über die gelungene Renovierung und Erweiterung des Museums (v.l.): Kuratorin Silke Kriklo, Museumsdirektor Alexander Klar, Thomas Platte, Direktor Hessisches Baumanagement, Fritz Geller-Grimm, Leiter der Naturhistorischen Sammlungen, und Peter Forster, Kustos der Sammlung Alter Meister; Foto: Hans-Bernd Heier

Mit den Museumsprojekten in Wiesbaden – ebenso wie in Kassel und Darmstadt – zeige die Hessische Landesregierung, welche herausragende Bedeutung sie Kunst und Kultur als wichtigem Standortfaktor beimesse, fügte Jung hinzu. An allen drei Orten liefen Arbeiten, die dem Erhalt, der Erneuerung und der Erweiterung der Häuser dienten. In allen drei Museen gehe es aber auch um eine konzeptionelle Erneuerung und Profilschärfung der Sammlungen und um deren Neupräsentation. Weiterlesen