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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archiv für Februar, 2009

Urlaubsbrief aus der Türkei / 5

Samstag, 28. Februar 2009

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Erzählung

von © Robert Straßheim

(Erstes  Kapitel)   (Zweites Kapitel)   (Drittes Kapitel)   ( Viertes Kapitel)

Fünftes Kapitel

Nächster Tag

Was für ein Frust! Alle Maßnahmen erweisen sich als unzureichend. Ich habe noch über eine Woche zu füllen und schon das vorletzte Buch angefangen, einen Novellenband von Maupassant, der arg dünn ist, auch so einfach geschrieben, dass man das Ganze, wenn man nicht aufpasst, nach einem halben Tag ausgelesen hat. Da die Stadtverwaltung des Enişte keinen Laserdrucker hat, kann ich auch keine längeren Texte aus dem Internet ausdrucken; zwar erlaubte mir der Enişte, den Tintendrucker zu benutzen, aber Zara hat recht damit, dass ich als guter Gast an der teuren Tinte sparen sollte.

Ich passe also auf, dass ich nach jeder Novelle das Buch weglege. Ich habe ja nur noch eins: Doris Dörrie, und die muss ich reservieren für die lange Rückfahrt. Deshalb habe ich die Dosis meiner Algentabletten erhöht, so dass ich wegen der stärkeren Entgiftung mehr schlafe. Morgens schlafe ich manchmal sogar bis halb acht, mittags noch mal eine Stunde. Außerdem hilft mir der Sex, wir konnten auch hier, bei aller Vorsicht, die Dosis erhöhen. Weiterlesen

Urlaubsbrief aus der Türkei / 4

Donnerstag, 26. Februar 2009

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Erzählung

von © Robert Straßheim

(Erstes  Kapitel)   (Zweites Kapitel)   (Drittes Kapitel)

Kapitel 4


Nächster Tag

Abermals war unser Strand ungenießbar. Naja, erstmal war es amüsant. Wie immer hat Zila den herumliegenden Müll eingesammelt – ich achte sie hoch für diesen freiwilligen sozialen Dienst; Zara dagegen verspottet sie. Klar: Türkinnen haben ihre Wohnung sauber zu halten.

Jedenfalls, wir lagerten zwei, drei Stunden ganz leidlich über den Steinen, gepolstert mit allerlei Tüchern und Kissen. Ich brachte eine Plastiktüte mit aus dem Wasser, und nun musste Zara auch mich anfauchen. Zila dagegen liebte mich dafür. Wie leicht man Kinder glücklich machen kann, und wie man dabei selber glücklich wird! Weiterlesen

Xi’an – Chinas alte Hauptstadt (Teil 1)

Dienstag, 24. Februar 2009


Xi’an – Chinas alte Hauptstadt (Teil 1)

Text und Fotografien: © Ingrid Malhotra


Wer kennt Xi’an?

Ach, Sie haben schon davon gehört? Richtig, dort gibt es die Terrakotta-Armee. Und sonst?

Hmm, genau so ging es mir auch. Xi’an schien mir eine kleine, unbedeutende Stadt irgendwo in der chinesischen Provinz zu sein, und bei meinem ersten Besuch in China vor vielen, vielen Jahren verstand ich gar nicht, warum dort so viel Zeit eingeplant war. Natürlich wollte ich die Terrakotta-Armee sehen – die ist ja schliesslich weltberühmt! Aber die anderen Sehenswürdigkeiten – Grosse Wildganspagode,

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Kleine Wildganspagode, Stadtmauer Weiterlesen

Licht – Farbe – Raum: Enrico Bertelli

Sonntag, 22. Februar 2009

Enrico Bertelli: Harz- views

Text: Friederike Schroeder

„Ich glaube, dass alles das, was wir sehen, hören, riechen, berühren, bedeutsam ist, jedes Ding“ (Enrico Bertelli).

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Prossima stagione, 2008, Harz auf Forex, 150 x 120 cm

Enrico Bertellis Themen sind Licht, Farbe und Raum. Mittels zarter Farbtöne und sich überlagernden, transparenten Farbschichten, entsteht in seinen Bildern ein starker atmosphärischer Eindruck, eine Weite und Tiefe, die Assoziationen an Landschaften aufkommen lassen, weshalb die Ausstellung auch mit Harz – views betitelt ist. Nicht zufällig hat sich Bertelli auch mit der Filmästhetik von Wim Wenders auseinandergesetzt. Weiterlesen

Urlaubsbrief aus der Türkei / 3

Freitag, 20. Februar 2009

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Erzählung

© von Robert Straßheim

(Erstes  Kapitel)

(Zweites Kapitel)

Drittes Kapitel

Nächster Morgen

Habe Zara gefragt, ob mein Nachtrag über Istanbul sie zufriedenstellt?

Sie hat alles noch mal gelesen und empört sich erneut: Wie ich schreiben konnte, dass in Istanbul alles an einem Tag zu erledigen wäre! Ich hätte keine Ahnung, was wir da alles noch hätten sehen können: Die vielen Gemäldegalerien, oder die Gecekondu – die Vororte, die Slums, in denen es gefährlich wäre für Touristen, aber sie hätte sich von Bekannten einladen lassen können, damit hätten wir sozusagen sichere Passage bekommen. Aber ich hätte das nicht gewollt!

Du hast mich nicht eingeladen! Ich wäre gerne mitgekommen“, streite ich. Soziale Studien gehören ja zu meinen Interessensgebieten! Und Gemälde, richtige Gemälde? Warum hat sie das nicht früher vorgeschlagen? – Weil ich schon ihr die Kapale carsi abgeschmettert hatte. Weiterlesen