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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für November, 2008

Datenschutz

2008, November 30.

Pizzabestellung im Jahr 2015

Kunde:
„Hi, ich möchte etwas bestellen.“

Pizzakurier:
„Kann ich bitte erst Ihre NIDN haben?“

Kunde:
„Meine Nationale ID Nummer, ja, warten Sie, die ist 6102049998-45-54610

Pizzakurier:
„Vielen Dank, Herr Schwardt. Sie wohnen in der Rosenstrasse 25 und Ihre Telefonnummer lautet 89 568 345. Ihre Firmennummer bei der Allianz ist 74523 032 und Ihre Durchwahl ist 56. Von welchem Anschluss aus rufen Sie an?“

Kunde:
Hä? Ich bin zu Hause. Wo haben Sie alle diese Informationen her?“
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Bhutan – ein noch ziemlich unbekanntes Land (Folge 4 – Schluss)

2008, November 25.

Ausreise aus Bhutan

Text und Fotografien: © Ingrid Malhotra

Eigentlich war ich fest überzeugt, dass die Maskentänze in Thimphu nicht zu toppen seien (siehe Folge 3). Aber wie es scheint, ist Bhutan immer für eine Überraschung gut – selbst noch an den letzten Tagen, wenn man schon nur noch darüber nachdenkt, was wohl im nächsten Land Erfreuliches wartet.

Erst raubt Bhutan noch einmal den Atem – aber gründlich!

Am Abend des zweiten Maskentanztages ging es weiter in Richtung Paro, eine kleine Stadt nahe dem Flughafen. Dort gab es wieder einmal ein sehr nettes Hotel im Bungalowstil, einfach, aber trotzdem sehr gemütlich, mit netten Mitarbeitern und netten Gästen. Der Anteil an echten Globetrottern war hier für Bhutan ungewöhnlich hoch.

Und am nächsten Morgen fand ich auch heraus, warum: Taktsang. Ich hatte darüber gelesen, hatte auch Fotos gesehen und wunderte mich etwas über den Ruhm, denn in China hatte ich schon viel Vergleichbares gesichtet – dachte ich.

Aber ganz so eng an die Wand gequetscht und ganz so steil und unzugänglich waren die vergleichbaren Klöster in China denn doch nicht!

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Die grosse Frage war nun: wie komme ich da hoch? Weiterlesen

„kopfsprung“: Corinna Krebber und ihre „Gedankenschnüre“

2008, November 21.

Von Erhard Metz

In der Sammlung des  Museums für Moderne Kunst Frankfurt am Main befindet sich eine Arbeit von Jens Risch „Seidenstück I“: Zwischen Oktober 2000 und November 2004 versah der fleissige Künstler einen 1000 Meter langen weissen Seidenzwirn mit dicht aneinandergereihten Knoten, so dass der Faden nach dem ersten Durchgang noch 233 Meter, nach den folgenden noch fünf Durchknotungen 58 m, 12,30 m, 3,35 m sowie 0,85 m mass. Am Ende bildete der Seidenzwirn ein kleines schwamm- oder korallenartiges Gebilde mit Abmessungen von rund 7 mal 7 mal 8 cm.

Szenenwechsel, „pool31“: Viel, sehr viel akribische Arbeit hat sich auch die Frankfurter Künstlerin Corinna Krebber bereitet, als sie eine phantastisch anmutende Idee ins (Kunst)Werk umsetzte: Krebber schnitt Textpassagen aus Werken von Spinoza, Kant und Heidegger zum Erkenntnisbegriff in fliessender Schönschrift aus Papier aus und bildete aus diesen Ausschnitten lange, feine Papier- respektive Textschlangen, die Künstlerin schätzt sie auf eine Länge von vielleicht 80 Metern, uns scheint, es könnten angesichts der Textmenge auch etwas mehr sein.

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Im Zuge der Schnittarbeit entstanden neben den Papier-, will sagen Textschlangen, wir könnten sie vielleicht als „Positive“ bezeichnen, die ausgeschnitten zurückgelassenen Papierstreifen als „Negative“. In der Ausstellung hängen – und „stehen“ – diese Objekte in einem räumlichen und inhaltlichen Kontext: die „Negative“ als Wandskulpturen, die „Positive“ als von der Decke herabhängende, miteinander verflochtene Papierschnüre, die eine etwa zwei Meter hohe luftig-filigrane Konstruktion bilden. Weiterlesen

Heute, 19. November 2008: Welttoilettentag!

2008, November 19.

Liebe Leserinnen und Leser, dies ist kein Witz: Heute ist wahrhaftig Welttoilettentag. Was es nicht alles gibt!

Ausgerufen hat ihn die Welttoilettenorganisation WTO (die man dummerweise immer wieder mit der Welthandelsorganisation WTO verwechselt, die allerdings nie richtig „zu Potte kommt“).

Sie, die WTO, also die erste, die mit dem Klo, wurde 2001 in Singapur gegründet – Motto: „Happy Toilet, Healthy Life“!

Nein, was lernen wir noch alles auf unsere alten Tage!

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Toilettenhäuschen in Berlin-Neukölln, Elbestraße / Ecke Sonnenallee (Foto: Georg Slickers wikimedia CC)

Das grüne Kanapee / 6

2008, November 19.

Also, das konnten wir so nicht ahnen: Das „Grüne Kanapee / 5“ war ja ein Renner! Man rief nach weiteren Folgen, und … ja, da war doch noch etwas im Umfeld dieser fünften Ausgabe zu erraten …

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(©  habust; Foto: GearedBull wikimedia commons GFDL)

Hier nun die Folge 6, in der habust sich etwas ganz Besonderes einfallen lässt … am besten gleich auf’s Kanapee klicken und sich darauf setzen, zuhören, entspannen …