home

FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archiv für August, 2007

Galerie der Heussenstamm-Stiftung Frankfurt am Main eröffnet neue Ausstellung

Samstag, 25. August 2007

Am 28. August (Johann Wolfgang Goethes Geburtstag!) eröffnet die Galerie der Heussenstamm-Stiftung Frankfurt am Main ihre neue Ausstellung mit Werken von Monika Benge und Norbert Komorowski.

Monika Benge

Geboren in Zweibrücken, erhielt Monika Benge eine Ausbildung im Textilbereich, wo sie anschliessend gestalterisch tätig war. Neben den verschiedenen beruflichen Herausforderungen arbeitete sie ständig künstlerisch. Den Schwerpunkt legte sie auf die Bildhauerei: Plastiken und deren Ausführung in Bronze.

Kurz zum Werdegang: 1984 bis 1990 Abendstudien an der Städelschule in Frankfurt am Main; Studium bildhauerischer Techniken bei Ann Reeder. Arbeitsaufenthalte und Symposien: Europäische Akademie für bildende Künste in Trier; figürliche Plastik bei Prof. Grassmann, USA; Plastik bei Peter Rübsam, Düsseldorf; Sommerakademie Marburg; Steinbildhauerei bei Robert Schmitt-Matt, Hochschule für bildende Künste Berlin.


Torso

Die Künstlerin: „Der menschliche Körper, besonders die weibliche Figur, steht im Mittelpunkt meiner künstlerischen Arbeit. Die Struktur der Oberfläche mit ihrer Vielfalt von Unregelmäßigkeiten, Höhlungen und Erhebungen erzeugt auf der Bronze Licht und Schatten. Die Plastik wird im Atelier nach dem Modell gearbeitet, vorher werden Skizzen gezeichnet, figurativ, kräftig, manchmal korpulent, oft eine verhaltene Erotik ausstrahlend. Die Körper, in sich ruhend und selbstbewusst, fordern den Betrachter zum Dialog heraus.“

Norbert Komorowski

1953 in Treysa/Hessen geboren, absolvierte er von 1969 bis 1972 eine Ausbildung zum Schauwerbegestalter. Von 1969 bis 1972 besuchte er die Städel-Abendschule und studierte bei Walter Hergenhahn (Schüler von Max Beckmann) und Karl Bohrmann (Schüler von Willi Baumeister). Die weiteren Stationen: 1972 bis 1978 Kunststudium der Malerei und Graphik an der Städelschule bei Christian Kruck (Druckgrafik) und Prof. Schreiter (Freie Malerei); 1975 Preisträger der Deutschen Leasing AG; 1976 Förderung durch die Pestalozzi-Stiftung; 1984 Studienfahrtenpreis der Heussenstamm-Stiftung; 2000 Mitglied der Frankfurter Künstlergesellschaft von 1857 und seit 2003 deren Vorstandsmitglied.


Figur

Der weitere Werdegang in Stichworten: Freier Mitarbeiter als wissenschaftlicher Zeichner am Deutschen Archäologischen Institut; Gründung einer Werkstatt für Lithographie: Zusammenarbeit und Auflagendruck für hessische Künstler; Kursleiter für Lithographie und Radierung an der Volkshochschule Frankfurt am Main; Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum der Stadt Offenbach: Betreuung der Dauerausstellung Alois Senefelder mit Druckvorführungen im Museum.

Die Ausstellung in der Galerie der Heussenstamm-Stiftung endete am 28. September 2007 (www.heussenstamm-stiftung.de).

(Bildnachweis: Galerie der Heussenstamm-Stiftung / Monika Benge / Norbert Komorowski).

Mein Schlafanzug hat zwei Taschen

Donnerstag, 16. August 2007

Von Monika Müller-Löwenberg
(Text und Illustration)

Mein Schlafanzug hat zwei Taschen – oder die Geschichte einer großen Liebe

schlafanzug.jpg

Mein Schlafanzug hat zwei Taschen. In der linken Tasche finde ich ein Päckchen Erdnüsse, in der rechten befinden sich Schokolade und ein Zettelchen: „Schlaf gut mein Schatz“.
Ich schlucke und kämpfe mit den Tränen.
Keine der Mädels hat in diesem Moment einen Blick für mich. Wir wollten gleich schlafen.
Ich ziehe mir die Decke über den Kopf, um meine Tränen zu verbergen. Heimweh ist für mich ein körperlicher Schmerz.
Ich habe Heimweh nach meinen Eltern.
Es ist ein tolles Zimmer, das schönste im gesamten Haus. Der Tannenblick mit fünf Betten. Unter dem Dach. Ein sehr romantisches Giebelzimmer und sehr begehrt bei den Mädels in der Klasse.
Wir sind meist zu viert. Die Lieblingsfreundinnen teilen sich diesen Raum. Wir sind privilegiert, wir haben dieses Zimmer immer.
Das Haus, ein altes Holzgebäude. Es ist romantisch, verwinkelt, geheimnisvoll. Wir geniessen dieses Haus fast zweimal pro Schuljahr.
Eine Stiftung, von den Eltern finanziert.
Wir verbringen hier eine Woche. Eine Woche von zuhause entfernt.
Weiterlesen

Herbei, oh ihr Tierchen

Freitag, 10. August 2007

oder: Wie die Kleine Hufeisennase das Welterbe Dresdener Elbtal retten kann

Herbei oh ihr Tierchen, fröhlich triumphierend . . . könnten wir analog dem bekannten Weihnachtslied singen. Herbei, oh ihr Fledermäuse, Feldhamster, Hausspitzmäuse, Otter, Siebenschläfer, Feldhasen, Hausratten, Baummarder, Abendsegler, Wiesel, Dachse, Maulwürfe, Igel . . . Was Menschen, namentlich Politiker, Funktionäre und Bürokraten aller Couleur bislang nicht fertigbrachten, einen Kompromiss nämlich unter Wahrung des Welterbestatus Dresdener Elbtal (Gruss an die Betonköpfe der sächsischen Staatsregierung), das schafft ihr souverän! Aktuell allen voran: Rhinolophus hipposideros – die Kleine Hufeisennase!

Wie gut, dass es dich kleines Wesen – gerade mal vier Zentimeter lang – gibt!

 

707px-grosse_hufeisennase-drawing.jpg

(Rhinolophus ferrumequinum in Ermangelung eines Bildes von Rhinolophus hipposideros, der Leser möge es dem Autor nachsehen) Weiterlesen